Der pastorale Leiter als Prophet

Geschafft! Im August habe ich mein nebenberufliches Studium absolviert. Der Titel meiner Masterarbeit lautet: Der pastorale Leiter als Prophet – Der Baptistenpastero Arnold Köster (1896-1960)im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die Arbeit wird demnächst hier veröffentlicht.

Hier gibt es schon mal vorab die Zusammenfassung:

Weihnachten geht es um Jesus / Christmas is about Jesus (Max Lucado)

“My dad, a man of few words, told my brother and me, “Boys, Christmas is about Jesus!” In one of those bedtime, book-time moments, somewhere between the fairy tales and the monkey with the lunch pail, I thought about what he had said. I began asking the Christmas questions, and I’ve been asking them ever since!

God knows what it’s like to be a human. When we talk to him about deadlines or tough times, he understands. He’s been there. He’s been here. Because of Bethlehem, we have a friend in Jesus. Christmas begins what Easter celebrates. The child in the cradle became the King on the cross. He doesn’t tell us, “Clean up before you come in.” He offers, “Come in and I’ll clean you up.” It’s not our grip on him that matters, but his grip on us! And his grip is sure!

From because of Bethlehem.”

Übersetzung/Übertragung:

“Mein Vater, ein Mann weniger Worte, erzählte meinem Bruder und mir: “Jungs, Weihnachten geht es um Jesus!” In einer dieser Ins-Bett-Geh-Situationen mit Gute-Nacht-Geschichte-Gefühlen, irgendwo zwischen den Märchen und dem Affen mit der Lunchbox, dachte ich über die Aussage meines Vaters nach. Ich begann die Weihnachtsfrage zu stellen and stelle sie seitdem noch immer!

Gott weiß, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Wenn wir mit ihm über Terminvorgaben oder über harte Zeiten reden, versteht er uns. Er hat es auch erlebt. Er ist hier. Weil es Bethlehem gab, haben wir in Jesus Christus einen Freund.
An Heiligabend startet das, was wir Ostern feiern. Das Kind in der Krippe wird zum König am Kreuz. Er sagt uns nicht: „Mach dich sauber, bevor du zu mir kommst.“ Er macht ein Angebot: Komm zu mir und ich mach dich sauber! Es ist nicht unser Greifen nach ihm, das zählt, sondern sein Griff nach uns. Und dieses Griff ist mal sicher.

Einfach wegen Bethlehem! ”

von Max Lucado: https://maxlucado.com/listen/christmas-is-about-jesus/

Predigt: Lk 10,25-37 – Der Nächste, bitte!

Die Predigt fand in der EFG Wiedenest im Rahmen der Predigtreihe Christ & Gesellschaft statt. Die zwei Sonntage vorher wurde anhand Titus 3,1-8 über die Menschliebe Gottes und damit über das missionale Verständnis von Gemeinde gepredigt. Wir müssen zunächst erkennen, dass Jesus sich für uns hingegeben hat, um uns selbst anderen hinzugeben. Dies tun wir als Teil der Gesellschaft in der wir leben. Wir bauen mit anderen Menschen unsere Gesellschaft. In der zweiten Predigt ging es darum, dass wir mit anderen gesellschaftlich Handeln und Werke tun, „die gut und nützlich für die Menschen sind.“ In meiner Predigt geht es um Aspekte des christlichen Handelns im Sinne von Gemeinwesenprojekte. Ich wähle den Zugang zum Thema über Lukas 10,25-37 und erörtere, dass wir die Nächsten sein wollen müssen. Daraus ergibt sich die Frage nach Projekten, die uns vor den Füßen liegen. Den Sonntag darauf geht es dann um Christ und Politik.

1. Einleitung
2. Textlesung: Lukas 10, 25-37
3. Textauslegung
4. Zuspitzung: Kapitulation
5. Jetzt nachdenken
6. Ausblick

Lk 10,25-37 – Der Nächste bitte – Predigt Veit Claesberg EFG Wiedenest 17.06.2012

Die Predigt gibt es auch als Podcast-Episode.

Hat dich dieses Material inspiriert? Vielleicht kannst du dann meine Arbeit mit einer Spende von 2€ unterstützen? Deine Spende geht direkt in das Projekt HelpMy!

Lernen für das Leben / Die fünfte Staffel startet

Cover GS5.StaffelAb dem 26.01.2016 startet die fünfte Staffel des Gemeindeseminares der EFG Wiedenest. Wir haben neun Angebote im Programm, für Gemeindemitglieder und alle die Lust haben ins Nest zu kommen. Besonders anreisenswert sind:

  • 13.02.2016, Tagesseminar: DISG-Perönlichkeitsseminar, mit Jörg Filler (Tutor BTA und DISG-Trainer): Sich selbst und andere besser kennen lernen
  • 01.03.2016, Schulungsabend für Mitarbeiter im Bereich Arbeit mit Kindern, mit Torsten Jäger (Konrektor und Lehrer): Herausfordernde Kids in der Gruppe
  • 08:03.2016, Schulungsabend für Hauskreis/Kleingruppen, mit Burkhard Theis (Referent für Hauskreisarbeit der FeGs): Wie kann ein Hauskreis oder eine Kleingruppe dynamisch und jung bleiben?
  • 12.03.2016, Tagesseminar Gabencoaching im Bereich Moderation, Verkündigung und Leitung, mit Torsten Jäger, Veit Claesberg und Manuel Lüling (Pastoralreferent)

Außerdem haben wir noch einen interessanten Abendkurs (4 Dienstagabende) mit dem Thema: Wie wir als Christen Muslime begegnen.

Weitere super Angebote in der angehängten Broschüre. Anmeldung über unsere Website möglich. Unser Motto: Lernen für das Leben!

Broschüre: Gemeinde-Seminar EFGW Frühjahr 2016

Artikel: Wie es bei uns läuft

efg_wiedenest_mit_website_grossVon der Zeitschrift “Die Gemeinde” bin ich gebeten worden, wie wir als Gemeinde missionarisch unterwegs sind. Hier der Artikel:

Wie es bei uns läuft
„Wie läuft es in Wiedenest?“, werde ich oft gefragt. Ich frage dann zurück: „Meinst du das Dorf, die Gemeinde oder das Forum?“ Seit 1986 ist die Gemeinde nicht mehr auf dem Campus der „Bibelschule“. Sie liegt am anderen Ende vom Ort. Forum und Gemeinde sind seitdem auch räumlich getrennte Organisationen. Wir sind zurzeit ca. 370 Mitglieder und haben drei angestellte Gemeindereferenten. Viele Mitglieder arbeiten im Forum Wiedenest. Wir sammeln uns immer wieder und werden in den Alltag gesandt um da wo wir sind Zeugen für Jesus zu sein. Und auch um als Gemeinschaft unseren Ort zu erreichen.
Jesus verspricht uns, dass wir seine Zeugen sein werden (Apg 1,8). Wir sind es in einem weit von Jerusalem entfernten oberbergischen Tal. Dort liegt Bergneustadt mit Dörfern wie Wiedenest oder Pernze. Man nennt es das Dörspetal und es gibt weitere Täler mit Dörfern rechts und links. Es ist eine Kleinstadtsituation – in den Vororten eher eine Dorfsituation – in einem relativ erweckten Gebiet. Hier handeln wir als Gemeinde bis Jesus wiederkommt (Lk 19,13). Wir versuchen unsere Talente einzusetzen. Wir geben unser Bestes, was nicht immer das Beste ist, aber es ist das, was wir geben können – mit unseren Ressourcen und in unserem Kontext.
Dabei ist uns Erfolg wichtig. Mit Erfolg meinen wir, dass wir Jahr für Jahr den Auftrag Jesu umsetzen (Mt 28,18-20), die Sendung leben (Joh 20,21) also Salz und Licht sind (Mt 5,13f). Gerne soll die Gemeinde dann wachsen und der zahlenmäßige Erfolg erfolgen. Aber das können wir nur fördern und nicht machen.
Wir befinden uns also gemeinsam auf dem GEH4weg. Wir leben Gemeinschaft (G) und bieten konkrete Hilfen (H). Dazwischen liegt gleich viermal das E. Es steht für das ERREICHEN, Entscheiden, Entwickeln und Entsenden von Menschen und dieser Weg ist unsere gewachsene Jüngerschaftsstrategie.

Wie erreichen wir Menschen mit der guten Nachricht? Wie entscheiden sie sich? Wie entsenden wir Menschen, um die Liebe Christi weiterzugeben? Darüber will ich aus unserer Gemeindepraxis schreiben.

1. Wir sagen die Gute Nachricht kontinuierlich weiter
Wir versuchen kontinuierlich zu handeln. Unser Anspruch ist es, dass Menschen die Jesus nicht nachfolgen, unsere Predigten verstehen und unsere Gottesdienste nachvollziehen können. Wir investieren in unsere Gruppenarbeiten, die alle offen sind, um interessierte Menschen aufzunehmen. Hier investieren wir vor allen in die Jugendarbeit. Es gibt Gruppenangebote für verschiedene Alters- und Zielgruppen. Innerhalb dieser Gruppen finden auch Events statt, zu denen Leute gezielt eingeladen werden, z.B. unsere Frauenfrühstücke oder Konzerte. Wir laden zweimal im Jahr Menschen ein, am Alpha-Kurs teilzunehmen. Und wir laden auch zweimal ganz gezielt dazu ein, den Taufkurs zu besuchen.

2. Wir veranstalten Events und laden gezielt ein
In der letzen Zeit ist es uns wichtig geworden wieder mehr Events zu machen, um den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit zu bieten Menschen gezielt einzuladen. Daher haben wir dieses Jahr das Fotoevent „Gottes geliebte Menschen“ durchgeführt. Alle zwei Jahre planen wir ein Gemeindefesttag, zu der wir die Nachbarschaft einladen. Weiter bieten wir im Rahmen unseres Gemeindeseminares Veranstaltungen an, die für viele Menschen interessant sind: Erziehungsseminare oder Abende zum Thema Demenz. Im November diesen Jahres bieten wir drei aufeinanderfolge Abende für Paare unter dem Motto „Ehe – Teamsport oder Kleinkrieg“ an und laden die Bevölkerung und Freunde dazu ein. Auch die Konzertarbeit haben wir wieder entdeckt.

3. Wir engagieren uns sozial und in unserer Stadt
Mit anderen Kirchen, Vereinen und Firmen haben wir das Stadtteilnetzwerk Wiedenest/Pernze gegründet. Dieses Netzwerk lädt einmal im Jahr zum Stadtteilgespräch ein. Von dort aus entstehen Projektgruppen. Wir arbeiten z.B. in der Spielplatzgruppe mit und der Wiedenester Spielplatz erhält jetzt attraktive Spielgeräte. Oder wir kämpfen in der Geschwindigkeitsgruppe für eine vernünftige Geschwindigkeitsbegrenzung an der Schulbushaltestelle. Im Arbeitskreis International werden Flüchtlinge besucht und willkommen geheißen. Ein internationales Sommerfest und eine internationale Weihnachtsfeier gehören mit zum jährlichen Programm. Weiter ist eine gute Kinder- und Jugendarbeit natürlich auch ein soziales Angebot. Denn als Gemeinde sind wir ja Teil der Stadt. Deshalb sind wir auch bei der Sozialstiftung Oberberg engagiert, die in Bergneustadt ein Zentrum mit einer Tafel betreibt.

4. Wir machen gezielt Öffentlichkeitsarbeit
Wir haben uns für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit entschieden. Dies bedeutet, dass wir eine aussagekräftige und aktuelle Internetseite haben. Wir betreiben einen Predigtpodcast und eine Facebookseite. Im wieder setzen wir gezielte Pressemitteilungen für Print- und Onlinemedien ab und laden zu Veranstaltungen ein.

5. Wir unterstützen konkrete Gemeindegründung
In den letzten Jahren haben wir gezielt Menschen in die Gemeindegründung ausgesandt. In Olpe fördern wir durch entsendete Mitarbeiter den Neustart einer EFG, in Gelsenkirchen die Neugründung und im asiatischen Raum fördern wir die Gründung einer neuen Gemeinde in Vorderasien.

6. Wir entsenden Menschen in ihren Montag
Unsere Gottesdienste sollen Sammlung zur Sendung sein. Nachfolge findet danach an 24h und sieben Tagen die Woche statt. Deswegen soll der Gottesdienst die Menschen ausrüsten, damit sie auch im Alltag Jesus bezeugen können, da wo sie leben und arbeiten.

Das alles versuchen wir in den letzten Jahren. Wir denken immer wieder über Komm- und Geh-Strukturen unserer Gemeinde nach. Wir merken, dass wir vor allen Dingen „A-Menschen“ (Christen) und „B-Menschen“ (an Religion/Gemeinschaft interessierte Menschen) erreichen aber „C-Menschen“, die ganz anders ticken als wir, erreichen wir kaum. Zurzeit haben wir den Eindruck wir sollten wieder intensiver für unsere Freunde beten. Wir wollen das Thema Evangelisation immer wieder wach halten und haben dafür ein Diakonat gegründet. Das Unterwegssein läuft bei uns.

2015 09_WieEsBeiUnsLäuft_DG_19 15_2

Wenn dich dieses Material inspiriert: Vielleicht willst du dann mit einer Spende das Projekt helpMy unterstützen: helpMy!