Meine Theologie und Verständnisse

Ich habe hier kurz und prägnant meinen theologischen Ansatz und meine Verständnisse definiert:
a. Theologie, b. Bibelverständnis, c. Predigtverständnis, d. Gemeindeverständnis, f. Missionsverständnis f. Leitungsverständnis

Meine Ressourcen geben immer den aktuellen Erkenntnisstand meiner Theologie (Dogmatik, Ethik, Schriftverständnis, Textauslegung, Gotteserkenntnis …) wieder, wie ich ihn zum Zeitpunkt der Ausarbeitung hatte. Dieser ist nicht unbedingt immer 100-%ig identisch mit dem Zeitpunkt der Online-Stellung oder mit meiner heutigen Einstellung. Ich schließe nicht aus und hoffe sogar, dass meine Erkenntnis fortschreitet (1Kor 13,9). Daher kann es sein, dass meine früheren Predigten anders sind als meine neueren Predigten. Gerne steige ich auch über strittige Punkte in eine Diskussion ein.

a. Meine Theologie
Ich bin ein evangelikaler und freikirchlicher Theologe. Dabei vertrete ich einen historisch-biblischen Auslegungsansatz der Heiligen Schrift.

b. Mein Bibelverständnis
Die Bibel ist das Buch, das mich zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben führt, nämlich zu meinem Erlöser Jesus Christus. An ihn glaube ich, weil die Bibel von ihm zeugt und ihn somit geschichtlich als das Wort Gottes im Fleisch offenbart (Joh 1,14). Ich glaube zuerst an seine Person und nicht an ein Buch (Bibel). Dies kann ich aber nicht trennen und muss es dennoch unterscheiden. Ich glaube daher an die Bibel um Jesu Willen, der sich durch sie offenbart.
Weil die Bibel Offenbarung ist, ist Kritik keine angemessene Umgangsweise zum Verstehen der Bibel. Die Bibel wurde von Menschen aufgeschrieben, die durch Gottes Geist dazu gedrängt wurden (2Tim 3,16). Sie ist daher menschlicher und göttlicher Natur. Ich legen sie historisch-biblisch aus.
Die Bibel ist die Heilige Schrift und ist von Gottes Geist eingegeben. Dies gilt für das Alte Testament, dass von Jesus und den Aposteln anerkannt wird, sowie für das Neue Testament, dass von den Nachfolgern Jesu überliefert wurde. Sie bestimmt meine Ethik, meine Dogmatik und mein Handeln und muss auch die Ethik, die Dogmatik und das Handeln der Kirche bestimmen.
Ich betreibe eine heilsgeschichtliche Auslegung der Schrift, weil sie die geschichtlichen Rahmenbedingungen und die verschiedenen Bünde Gottes berücksichtigt. Darüber hinaus achte ich bei der Auslegung auf grundsätzliche generelle Anweisungen Gottes und Anweisungen, die einem historischen Kontext geschuldet sind. Anweisungen der zweiten Art, will ich mit dem „Geist“ der hinter der Anweisung steht, ins heute übertragen. Hier hilft es mir die heilsgeschichtliche Linie zu beachten, die seit der Schöpfung bis ins neue Testament zu erkennen ist.

c. Mein Predigtverständnis
Als Verkündiger stehe ich, wie die Zuhörer auch, unter dem Wort Gottes und predige immer zu mir selbst. Vieles, worüber ich predige, fordert mich selbst heraus. Wenn ich warten würde, bis ich perfekt wäre, würde ich wahrscheinlich niemals irgendwo predigen können. Wenn ich andere als Prediger auffordere etwas zu tun, gilt die Aufforderung auch immer mir selbst.
Jede Unterweisung der Gemeinde muss zur Liebe hinführen, die aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem aufrichtigen Glauben kommt (1Tim 1,5). Dabei predige ich immer meine aktuellen Erkenntnisse. Ich stehe selbst unter dem Wort, dass ich predige. Deswegen predige ich authentisch und baue meine persönlichen Erfahrungen mit ein. Ich predige am liebsten anhand von Bibeltexten. Ich predige nicht für mich, sondern für den Einen (Audience of one: Jesus). Er soll durch die Predigt geehrt werden. Eine Predigt muss unterhalten und treffen. Lachen hilft tiefe Wahrheiten zu platzieren.

d. Mein Gemeindeverständnis
Als Kind Gottes bin ich Gemeinde, bist du Gemeinde, sind wir Gemeinde und Christus ist unser Kopf. Wir leben die Missio Dei. Wir bilden das Volk des Reiches und das Reich Gottes ist mitten unter uns. Wir als Gemeinde sind dafür da, Menschen zuzurüsten, nach Eph 4,11f. Wir sind ein Organismus aus erlösten Menschen, die Gott als Vater in Geist und Wahrheit anbeten. Wir leben in der Gesellschaft und prägen die Gesellschaft. Wir tanken in der Gemeinde – in der Regel am Sonntag – auf. Hier sammeln wir uns als Gemeinde zur Sendung in unseren individuellen Alltag. Als Gemeinde wirken wir auch als religiöse, karikative und bildende Organisation in unsere Gesellschaft.  Gemeinde ist ein Rahmen, in dem viele unterschiedliche Angebote Platz haben, die von Menschen mit vielen Begabungen initiiert werden. Gemeinde muss Menschen an den Start und zum Ziel bringen (Himmel, Jesus, Gott), weil der Weg der Nachfolge erst noch gegangen werden muss. Daher brauchen wir vom Auftrag/von der Sendung hier (Mission): Evangelisation, Taufe, Lehre, Diakonie und Kasualien. Dieser Auftrag muss immer wieder in zeitgemäßen Strategien (Gottesdienste, Kleingruppe, vermehrt Events und Projekte …) umgesetzt werden und kontextuell, lokal durch eine motivierende Vision verwirklicht werden. Gemeinde mehrt das Lob Gottes durch Anbetung.

e. Mein Missionsverständnis
Mission verstehe ich ganzheitlich. Gott sendet uns in diese Weltzeit, damit nach seinem Willen alle Menschen gerettet werden. Daher ist Mission nach meinem Verständnis Evangelisation (indem wir predigen, um vor die Entscheidung zu stellen), Taufe (um in die Gemeinschaft zu rufen und zu schützen), Lehre (um Gottes Willen zu verkündigen, damit wir das Ziel unserer Nachfolge erreichen) und Diakonie (um durch gute Taten Not zu lindern oder Gutes zu fördern). Als Christen sind wir Salz und Licht (Mt 5,16). Alles fußt im höchsten Gebot: Wir lieben Gott, uns selbst und unseren Mitmenschen. Die Mission geschieht durch die Ortsgemeinde (direkt als Organisation und vor allen Dingen indirekt in dem sie ihre Mitglieder jeden Sonntag neu in die Welt aussendet), zunächst und zuerst in unserem Land und darüber hinaus auch weltweit. Hier muss es Ziel sein mit einheimischen Christen vertrauensvoll zu netzwerken. Wichtig ist, dass ich mich nicht für Jesus schäme.

f. Mein Selbstverständnis als Leiter
Menschen zu leiten ist immer eine Dienstleistung, motiviert durch Liebe zu Gott und zu den Menschen. Daher ist nur dienende Leitung gute Leitung. Als Leiter leite ich zuerst mich selbst. Leiten bedeutet es vorzusethen und zu steuern.