Money, Money, Money

Hier veröffentliche das thematische Konzept zu unserer Predigtreihe Money, Money, Money in der EFG Wiesenthal.

In der Reihe werden vor allen Dingen Bibeltexte ausgelegt, bis auf evtl. bei Predigt 3, in der mehr an eine Themenpredigt gedacht ist. Generell gilt: Römer 12,1f: „Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. 2 Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.“

Fazit aus dieser Aussage von Paulus ist: Gott gehört alles und nicht nur 10 %. Der Zehnte ist eine gute Orientierung, aber wir sind im Neuen Testament. Gott braucht unser Geld nicht, aber wir geben gerne und freiwillig. Zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld gehört auch das Geben für das Reich Gottes. Aspekte der Reihe: „Geben, Schulden, Sicherheit, Barmherzigkeit, Reichtum, Geist, Herzenseinstellung, Umgang mit Geld“

Predigt 1: Lk 12,22–31: Unbesorgt leben
Predigt 2: Lk 18,18-20: Lk 18,18–30: Prioritäten setzen
Predigt 3: Lk 12,13–21: Reich werden
Predigt 4: Mal 3,10–12 (1Kor 8–9): Fröhlich geben

Konzept der Reihe als PDF-Datei: Reihe_2023_Money_web

Die Predigten können hier nachgehört werden: https://youtube.com/playlist?list=PLn8_bWCJp7yLNZ2IRa_sLdVVqlRgocKLc&si=Fe_D5eBzeFSw_xgg

Vier Predigten über das liebe Geld

Thematisches Konzept: Wir sind!

2023 sind wir in unserer Gemeinde EFG Wiesenthal mit dieser Predigtreihe gestartet: Wir sind … Hier ist das thematische Konzept veröffentlicht:

Predigt 1: Wir sind die Mission
Predigt 2: Wir sind geliebt und lieben
Predigt 3: Wir sind eine Einheit

Wir sind für Jesus unterwegs, als ganze Gemeinde und jeder einzelne von uns. Wir leiten unseren Auftrag vom Missionsbefehl Jesu ab und führen in fort (1). Wir bilden dabei eine Einheit untereinander, aber auch als weltweite Gemeinde. Gemeinsam bilden wir den Körper von Jesus Christus (2). Wir werden an unserer Liebe erkannt (3)

Hier das Konzept als PDF-Datei: Reihe WIR sind_2003_web.pdf

Die Predigten können hier nachgehört werden: https://youtube.com/playlist?list=PLn8_bWCJp7yLtzeJUGQMT0lma1V0gL6RX&si=ZIM9YW5s6sxlz-z1

Predigtreihe Wir sind ...

John Stott: Was würde Gott zu meiner Predigt sagen?

In seiner Homiletik „I believe in Preaching“, erstmalig herausgegeben 1982, stellt der britische und anglikanische Theologe John Stott (1921-2011) im Epilog seiner Ausführungen folgende Frage, bezüglich des Predigtdienstes:

“The question which immediately springs to our lips is: who is sufficient for these things? The privilege is great, the responsibility is taxing, the temptations are many, and the standards are high. How can we hope to make an adequate response?” (Stott:338).

Als Antwort verweist er auf Jer 17,16 und 2Kor 2,17; 12,19 und beendet sein Buch mit einem einfachen Reihm von Handley Moule, Bischoff von Durham, aus dem Jahr 1867. Der Gedanke dahinter ist der, dass jede/r Verkündiger/in sich die Frage stellen muss, was Gott, der große Zuhörer der Predigt, wohl zu unserer Predigt sagen würde (:340):

“Has he found thy message true?
Truth, and truly spoken too?
Uttered with a purpose whole
From a self-forgetful soul,
Bent on nothing save the fame
Of the great redeeming Name,
And the pardon, life and bliss
Of the flock he bought for his?“

Das Manuskript und das freie Predigen

„Ich weiß, daß es eine traditionelle Methode der Predigt ist, ein vollendetes Manuskript auswendig zu lernen. Dann braucht sich der Prediger nur an die aufgeschriebenen Worte erinnern, auch wenn er scheinbar frei zur Gemeinde spricht. Die Schrift der Predigt beherrscht die mündliche Predigt. Sehr fraglich, ob der Prediger ein wirkliches Gespräch führen kann. Das heißt, es ist sehr fraglich, ob er seiner Gemeinde begegnet. Ein Happening-Charakter gehört zum echten Gespräch. Freilich muß man sorgfältig ein Manuskript für die Vorbereitung aufschreiben, sonst würde die Predigt sicher schief gehen. Aber diese Vorbereitung muß vielmehr eine innere Vorbereitung sein als eine äußere. Der Prediger soll sein eigenes Wort als das Zeugnis des Evangeliums mit seiner lebendigen Stimme aussprechen lassen. Wenn er einmal von der Kanzel zu sprechen begonnen hat, soll er besser immer unverwandt die Gesichter der Hörer sehend sprechen. Wenn er nur auf das Manuskript sieht, wird kein spannendes Verhältnis zwischen dem Prediger und den Hörern entstehen. Hält der Prediger daran fest, was er im Manuskript geschrieben hat, und spricht doch mit der neuen Stimme, die ihm gerade an der Stelle gegeben wird, dann wird da ein lebendiger Redefluß hervorströmen. Nach dem Gottesdienst bleibt noch das Manuskript. Aber es ist einer abgeworfenen Haut ähnlich. Wenn der Prediger die Predigt neu schreibt, nicht mehr für die Hörer, sondern allein für die Leser, dann ist sie eine andere Sache. Auf jeden Fall ist eine Lesepredigt in diesem Sinne sekundär. Es ist sehr fraglich, ob jemand ohne Gottesdiensterfahrung eine Lesepredigt verstehen kann.“

Tsuneaki Kato (in Bohren & Jörns 1989:137f)

Gutes Zitat Nr. 67 | Die Situation und die Predigt

„Konzediert man der Predigt im Neuen Testament Modellcharakter, wird man einräumen, daß die Situation die Predigt einmal herausfordern kann, daß sie sich aber grundsätzlich von einem Auftrag her versteht, der nicht in der Erwartung der Situation liegt, im Gegenteil die Situation herausfordert, daß einer da ist, der sendet, souverän den Geist und das Wort erteilt.“

Rudolf Bohren (1920-2010), Predigtlehre, Seite 452