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Auf dieser Seite findest du Inspiration für Glaube, Leadership und Verkündigungaus der Praxis, für die Praxis und kostenlos.

Leitung und Verkündigung sind schöne und herausfordernde Aufgaben (1Tim 3,1; Apg 20,28). Ich darf das schon seit vielen Jahren ehrenamtlich und beruflich in christlichen Gemeinden und Werken tun. Dabei konnte ich Erfahrungen sammeln, die ich hier zur Verfügung stelle.
Darüberhinaus biete ich pastorale Dienste an und komme gerne in deine Gemeinde oder Organisation – unbhängig von der Konfession. Mehr Infos zu meiner Vita findest du hier.

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Dein Pastoralerefent Veit Claesberg

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Gutes Zitat Nr. 46

„Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Leiters, einer Leiterin, Mitarbeitenden den Grundauftrag, den eine Organisation hat, immer wieder vor Augen zu malen und in die Herzen zu schreiben. Unsere Kinder sind manchmal unersättlich, wenn es darum geht, sich zu vergewissern, dass wir sie gern haben. Ebenso bedürftig und unersättlich ist eigentlich, ohne dass sie das laut anmeldet, eine Organisation, über ihre Berufung Bescheid zu wissen. Führungsverantwortliche sind Visionsträgerinnen und Visionsträger.“

Zindel, Daniel 2009. Geistesgegenwärtig führen – Spiritualität und Management. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag 2009, Seite 83.

Gastbeitrag von Ulrich Müller: Verbeugung vor Arnold Köster

Ein Gastbeitrag von Ulrich Müller:

13. November 1933 im Berliner Sportpalast: Auf einer Versammlung der „Deutschen Christen“ fordert Gauobmann Reinhold Krause vor etwa 20.000 Zuhörern, das gesamte Alte Testament aus der Kirche zu verbannen. 500 Kilometer weiter südlich lebt und arbeitet dagegen ein Mann, der den ersten Teil der Bibel als hochaktuelle Lektüre empfindet. Gerade die prophetischen Schriften des Alten Testaments sind für ihn konkretes Wort des lebendigen Gottes in die aktuelle Zeit hinein. Dieses Reden Gottes schenkt ihm Orientierung und hilft ihm lange vor dem Anschluss Österreichs, die vom Nationalsozialismus vergiftete Epoche richtig einzuordnen und mit öffentlich geäußerter Kritik die ihm anvertrauten Menschen auf Kurs zu halten. So etwas nennt man die Gleichzeitigkeit des Ungleichen.

Der beherzte Kritiker des Nationalsozialismus war der Wiener Baptistenpastor Arnold Köster (1896-1960); ein Mann, der „prophetischen Widerstand“ lebte. Veit Claesberg, Pastoralreferent der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest, hat diesen immer noch weitgehend unbekannten Widerständler zum Gegenstand seiner Abschlussarbeit in Christian Leadership gemacht. Für Die Gemeinde 10/2019 habe ich mich auf einer Seite mit seinem Buch “Der pastorale Leiter als Prophet” auseinandergesetzt.

Vom prophetischen Wort der Bibel her abgeleitet – meist in typologischer Auslegung – entlarvte Köster öffentlich in Predigten und Artikeln den nationalsozialistisch dominierten Zeitgeist. Deutlich prangerte er etwa die Judenverfolgung an. Kösters Widerstand blieb nicht nur bei Worten: Wie selbstverständlich taufte er auch Juden und schenkte ihnen in der Wiener Gemeinde Heimat. In der Gemeinde akzeptiert er weder Parteiabzeichen noch Judenstern. Mehrere Gestapo-Verhöre waren die Folge dieses Widerstands.

Claesberg arbeitet sehr überzeugend heraus, wie Köster unter risikoreichen Bedingungen prophetisches Leitungshandeln lebte. Er konnte seine Gemeinde durch die Auslegung von prophetischen Texten und anhand biblischer Orientierungsmaßstäbe durch schwierige Zeiten steuern. Damit ist Köster ein Vorbild für heutige Verantwortungsträger. Veit Claesbergs Buch ordnet Kösters Handeln nachvollziehbar aus seinem Bibel- und Leitungsverständnis ab und kontrastiert sein Verhalten mit dem Kurs des „offiziellen“ Baptismus, dem die Maßstäbe damals leider etwas verrutschten – was Kösters Haltung umso beeindruckender macht.

Es stimmt nachdenklich, anhand von Claesbergs Analysen nachvollziehen zu können, wie die Bibelkenntnis bei Köster zu einer Einordnungskompetenz führt: „Das prophetische Wort […] bewahrt mich davor, meine Hoffnung auf Erlösungsprogramme irdischer Größen zu setzen“. Köster wirkt im Rückblick tatsächlich, Claesberg bringt es treffend auf den Punkt, selbst wie ein alttestamentlicher Prophet. Nach Stalingrad kommt es ihm auch so vor, als sitze er wie Jeremia „auf den Trümmern Jerusalems“.

Die Lektüre von Claesbergs Buch lohnt sich insbesondere für Leiter. Kösters Beispiel motiviert, Gottes zeitgebunden gesprochenes Wort mutig und konkret auch auf aktuelle Situationen anzuwenden. Claesberg macht klugerweise aber auch die Gefahren allzu naiver Übertragung biblischer Texte in das Hier und Jetzt deutlich.

Hier die technischen Daten: Veit Claesberg: Der pastorale Leiter als Prophet: Der Baptistenpastor Arnold Köster (1896-1960) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Baptismus-Dokumentation Band 8, herausgegeben vom Oncken-Archiv Elstal, Norderstedt 2018.  ISBN: 9783748117155, Paperback, 276 Seiten, 9,90 €

Quelle: http://ulrichmueller.blogspot.com/2019/05/verbeugung-vor-arnold-koster.html

Bildung möglich machen!

Man kann es sich kaum vorstellen: Es gibt Schulen, es gibt auch eine Schulpflicht – zumindest für die Grundschule – aber Kinder gehen nicht zur Schule, weil sich die Eltern den Besuch der Schule nicht leisten können. Kontrolliert wird das nicht. Ist halt so.
Das erleben wir bei unserem Hilfsprojekt HelpMy in Yangon. Und so entsteht ein Kreislauf der Armut und des Nichtwissens. Diesen Kreislauf durchbrechen wir mit unserem “Scholarship-Program”. Mit 25 € pro Monat fördern Paten aus der ganzen Welt den Schulbesuch ihres Patenkindes. Für ein Jahr, fünf Jahre, neun Jahre oder elf Jahre, so lange man will und jederzeit kündbar. Durch die Patenschaften verändern Menschen das Leben von vielen Kindern direkt und entscheidend.

Dieses Jahr kommen 27 Kinder aus unseren drei Kindergärten, die sich die Schule nicht leisten können. Hier erfährst du, wie du in fünf einfachen Schritten Paten werden kannst. Falls du Interesse an einer Patenschaft hast, schreibe mir eine PN per Mail. Ich schicke dir gerne eine Patenschaftserklärung.

Gott sei Dank! 30 Jahre Wunder der Freiheit und Einheit

Am 3. Oktober 2020 jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 30ten Mal. Viele Christen in Deutschland sind der Meinung, dass die Wiedervereinigung ein Grund ist, dankbar zu sein. Deshalb gibt es die Initiative 3. Oktober – Gott sei Dank. Ich bin Teil des Beirats dieser Initiative, der sich Anfang Mai in Berlin getroffen hat.
Neben einer mehrtätigen Gebetswanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze in 2019 (Flyer), ruft die Initiative alle Bürger auf, am Tag der Deutschen Einheit friedlich mit Kerzen und Gebet – wie vor 30 Jahren – auf die Marktplätze zu gehen, um ein Zeichen des Dankes und der Hoffnung zu setzen.

Hier gibt es den Flyer der Initiative und mit den geplanten Aktionen für 2019 und 2020: Flyer

Hier gibt es die Pressemitteilung zum Auftakttreffen der Initiative: Presseerklärung 7.5.2019

“30 Jahre Deutsche Einheit sind für mich ein echter Grund Gott dankbar zu sein. Denn Gott lenkt die Geschichte der Völker und der Fall der Mauer war ein Segen Gottes für unser Volk nach der jahrelangen Trennung. Aber es erinnert mich auch an die Verantwortung, die wir als deutsches Volk vor Gott haben. Mögen wir danach streben ihr in den Augen Gottes gerecht zu werden.”