Rette mich wer kann! (Audio und Skript)

img 2311 scaled

Eine neue Predigt ist als Audio online: Rette mich wer kann!

Ich habe sie im Mai 2020, kurz nach dem ersten Lockdown in der EFG Bergkamen gehalten.

1. Rettungsschirme (We)
2. Mein Jesus, meine Retter! (Me)
3. Biblische Orientierung: Rettung wovon, wie, von wem (God)
4. Gerettet, um dem lebendigen Gott zu dienen (You)
5. Den Rettungsschirm bekannt machen und feiern (We)

Hier ist sie als Skript: Rettung_Rette mich wer kann_Predigt EFG Bergkamen 05.2020

Rezension: Lust auf gutes Leben!

Afflerbach Kaemper Kessler Lust auf gutes LebenAfflerbach, Horst / Kaemper, Ralf / Kessler, Volker 2014. Lust auf gutes Leben. 15 Tugenden neu entdeckt. Brunnen-Verlag: Gießen.

Drei Autoren stellen 15 Tugenden in 15 Kapiteln vor. Die Kapitel sind eingerahmt von einer Einleitung, einer persönlichen Anwendung und einem theologischen Postscript. Ursprünglich erschienen die Beiträge in der Zeitschrift PERSPEKTIVE.

In der Einleitung machen die Autoren deutlich, wie wichtig es sei sich mit Tugenden zu beschäftigen und dass ein Mensch durch Pflege der Tugenden und der dadurch entstehenden Neigungen handeln könne. Tugenden seien vorbildliche Haltungen, sprich Charaktereigenschaften, die dem Mensch helfen, das sittlich Gute zu leben.
Die Autoren grenzen die Begriffe Werte und Tugenden – die beide aus der Ethik kommen – voneinander ab. Während Werte eher abstrakt formuliert seien, seien Tugenden Fähigkeiten oder „Dispositionen eines Menschen, die als gut erkannten Werte konkret umzusetzen“ (:13). Tugenden seien Wege zum Guten, denn es gäbe eine Spannung zwischen der Tatsache wie der Mensch sei, wie er sein könnte und was er tun müsse, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Autoren sehen die im Alten Testament vorgestellte göttliche Weisheit als eine Entsprechung zu den aristotelisch-philosophischen Tugenden. Im Neuen Testament werde deutlich, dass das Gute aus der Gottesbeziehung her umzusetzen sei. Tugenden würden in der Bibel mit der Wesensart und dem Heilshandeln Gottes verbunden. Mit Petrus Lombardus betonen sie: „Tugend ist jene Beschaffenheit des Geistes, kraft deren man recht lebt, die niemand schlecht gebraucht, die Gott in uns ohne uns bewirkt“ (:16).

Folgende Tugenden werden dann kapitelweise behandelt:
1. Die klassischen vier Haupt- oder Kardinaltugenden:
Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Besonnenheit.
2. Spezifisch christliche Tugenden, die es in der Antike nicht gab:
Demut, Nächsten- und Feindesliebe, Vergebungsbereitschaft, Hoffnung.
3. Eine Auswahl von Tugenden, die für die heutige Zeit zur Sprache gebracht werden sollen:
Treue, Höflichkeit, Gastfreundschaft, Freigiebigkeit, Genügsamkeit, Dankbarkeit, Einfachheit (Komplexitätsreduktion).
Die einzelne Tugend und ihre Geschichte werden zunächst erläutert. Danach wird in der Regel ein biblischer Bezug hergestellt aus der die Anwendungsmöglichkeiten für das praktische Leben folgen. Schließlich wird weiterführende Literatur zur jeweiligen Tugend gelistet. Am Schluss des Buches wird betont, dass es der tiefere Sinn der Tugenden sei, „so zu handeln, wie Jesus gehandelt hätte, und so zu werden, wie er war.“ (:124).

Im Postscript wird auf die Tugendethik eingegangen. Sie unterscheide sich deutlich von der Pflichten- und Nutzenethik und frage danach, was ein guter Mensch tun würde. Ein guter Mensch entwickele seinen Charakter, so dass er automatisch das Gute täte. Die biblische Tugendethik weise weiter große Unterschied zur philosophischen Tugendethik auf. Der größte Unterschied läge darin, „dass nach dem Evangelium das Gute letztlich kein zu erreichendes Ziel des Tuns, sondern eine aus Gnaden geschenkte Voraussetzung zum Tun des Guten ist“ (:133). „Tugenden sind nicht der Weg zum Guten, sondern der Weg des Guten“ (:133). Tugenden zu leben sei für begnadigte Christen eine Antwort auf das Glück, dass ihnen durch Christus beschienen worden sei und sie befähige und verpflichte, „um Christi und der Menschen willen das Gute zu tun“ (:135) Tugendhaftes Leben „ist keine saure moralische Pflicht, sondern letztlich dankbare Lust, Tugendlust“ (:135).

Das kleine 138-seitge Buch ist gut zu lesen und sehr empfehlenswert.

Alle Wetter, Thematisches Konzept für eine Predigtserie

facebookAWAlle Wetter
Urlaubszeit, Ferienzeit – da ist wichtig, dass das Wetter mitspielt: Grill-Wetter, Talsperren-Wetter, Freibad-Wetter und so weiter. Aber zu trocken darf es natürlich auch nicht sein. Das ist nämlich nicht gut für den Rasen. Das Wetter ist im Oberbergischen ja überhaupt ein Thema, denn angeblich regnet es nirgendwo anders in Deutschland so viel, wie in unserer Ecke. Aber eins ist auch hier sicher: Wetter haben wir immer 😉
In den Feriengottesdiensten, die alle um 10.30 Uhr stattfinden (inkl. Kindergottesdienst), beschäftigen wir uns mit einigen Wetterphänomenen, die in der Bibel beschrieben werden. Es sind Geschichten, die an ganz unterschiedlichen Orten zu ganz unterschiedlichen Zeiten stattfanden und in denen das Wetter eine entscheidende Rolle spielte. Wir wenden diese Geschichten auf unser heutiges Leben an und lassen uns von Gottes Wort – der Bibel – inspirieren. Denn eins ist auch hier sicher: Gott redet durch sein Wort zu uns!

Mein neuer Lieblingsverein nimmt die Arbeit auf

Pressemitteilung der Ev.-Freik. Gemeinde Wiedenest, vom 19.01.2021

Ein Wiedenester Projekt wird Verein
HelpMy e. V. nimmt die Arbeit auf, um die Ärmsten der Armen unterstützen

Ab Januar 2021 übernimmt der neu gegründete Verein HelpMy e. V. das Projekt HelpMy(anmar) von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest. „Kindergärten, Patenschaften & mehr, in den Slums von Yangon“, lautet das Motto.

Die Wiedenester Gemeinde hält seit 2014 Kontakte nach Myanmar, die aufgrund einer Besuchsreise des damaligen Pastoralreferenten Veit Claesberg geknüpft werden konnten. Nach der Reise entstand zwischen der Wiedenester Gemeinde, der Ev.-Freik. Gemeinde Bergkamen (Ruhrgebiet) und einer Gemeinde in Yangon (Myanmar) eine Kirchenpartnerschaft.

Seitdem sind fünf Kindergärten in den Slumgebieten von Yangon gegründet worden, die durch Spender aus Deutschland finanziert wurden. Weiter wurden über 100 Schulpatenschaften vermittelt, zwei christliche Gemeinden gestartet, medizinische Versorgung ermöglicht und in der Corona-Pandemie Nothilfe geleistet. Allein vor Weihnachten konnte ein kompletter Slum mit Reis beliefert werden, so dass über 250 Familien weniger hungern mussten. Alle Slumbewohner haben aufgrund der Pandemie ihre Arbeitsplätze verloren und sorgen sich täglich um die Beschaffung von Nahrungsmitteln. Die einheimische Arbeit vor Ort wurde durch mittlerweile zwei Besuche und regelmäßige Online-Meetings von Bergneustadt aus begleitet.

2 Logo HelpMy eV

„Von Anfang an hat mich der Hebel begeistert, den wir mit schon kleinen Spenden in diesem armen Land umlegen können“, sagt Veit Claesberg, der das Projekt jetzt ehrenamtlich koordiniert. Er rechnet vor, dass ein Kindergarten für 25 Kinder, mit zwei Personalstellen, Gebäudemiete und Grundausstattung nur ca. 5.500 € im Jahr kostet. „Wir können also mit wenig Geld sehr viel Gutes tun und Kindern einen besseren Start ins Leben ermöglichen“. Myanmar zähle zu den ärmsten Ländern Asiens. Minderheiten erlebten immer wieder Unterdrückung. Er freue sich und hoffe, dass die Dynamik der Arbeit nun durch die Vereinsgründung noch ausgebaut werden könne.

4 Ausgliederungsmeeting HelpMy Herbst 20

Der neue Verein HelpMy e. V. hat seinen Sitz in Bergneustadt. Er wurde 2019 gegründet, ist seit Herbst 2020 als gemeinnützig anerkannt und hat mittlerweile rund 25 Mitglieder. Die Gründergemeinden des Projekts aus Wiedenest und Bergkamen entsenden je ein Mitglied in den Vorstand, um die Kontinuität und enge Verbundenheit zu erhalten. Der Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich. Vorstandsvorsitzender ist Pastoralreferent Veit Claesberg. Für die laufende Arbeit sucht der Verein Förderer, Stifter und Paten, um für die abgehenden Kindergartenkinder den Schulbesuch zu ermöglichen. Weitere Infos gibt es unter www.helpmyanmar.de.

Die Top-3-Predigten 2021 aus meinem Podcast

PodcastlogoDas sind die drei meistgehörtesten Predigten 2020 aus meinem Predigtpodcast:

  1. Song 23 – der Hirte zieht uns durch – immer und während Corona (gehalten im März 2020)
  2. Frohlocket (Heiligabendpredigt) (gehalten im Dezember 2017)
  3. Über das Leiten (gehalten im April 2018)

Leadership heißt Stärken zu verleihen

vintage 1705063 1920
Image by Prawny from Pixabay

Ein/e gute/r Leiter/in “verleiht” Stärken an Menschen und Organisationen, die es möchten und nötig haben, anstatt über Schwächen herzuziehen.

Diese Aussage ist inspiriert von Andy Stanley. Ihr Inhalt bewegt mich und ist für mich immer eine Herausforderung. Stanley twitterte am 11.09.2020: “Kindness: Loaning someone your strength instead of reminding them of their weakness.” @AndyStanley