Rezension & Zitate: Predigtlehre (Rudolf Bohren)

„Auch das Machbare ist zu bedenken. Predigten werden >gemacht<, sonst bedürfte es keiner Predigtlehre. Aber Predigen ist mehr, als wir machen können. Techniken und Rezepte sind nie irrelevant, aber sie sind auch nie Göttinnen, deren Kult den dürren Feldern der Homiletik neue Fruchtbarkeit verheißt: Fruchtbarkeitszauber ist auch im Gewande der Rationalität ein fauler Zauber! – Die Spannung zwischen dem Machbaren der Predigt und dem nicht herzustellenden Wunder ist nicht aufzulösen“ (Bohren 1980:32).

Die Predigtlehre von Rudolf Bohren gilt als der Klassiker der Homiletik. Bohrens Werk ist in fünf Teile unterteilt, die insgesamt 32 Paragraphen enthalten:

  1. Anläufe
  2. Das Woher der Predigt
  3. Die Zeitformen des Wortes: Erinnerung – Verheissung – Gegenwart
  4. Der Prediger
  5. Der Hörer

Ich habe in der angehänten pdf die für mich wichtigsten Zitate festgehalten, auch mit dem Ziel andere Verkündiger zu inspirieren. Es sind 16 aus dem 592-seitigen Buch.

Vier Webzitat-Anlagen mit Zitaten von Arnold Köster

Webbzitat-Anlagen: Arnold Köster
Zur allgemeinen Verwendung freigeben. Bitte als Quelle angeben:
Claesberg, Veit 2017. Titel der jeweiligen Zitatanlage. Angabe der URL. Abrufdatum.

Hier veröffentliche ich folgende Zitat-Anlagen:

Gutes Zitat Nr. 41 / Brilliant Quote No. 41

“Predigen ist für mich ein dualer Prozess. Einerseits muss ich versuchen, die Seele eines jeden Einzelnen zu verändern, damit sich die Gesellschaft verändern kann. Andererseits muss ich versuchen, die Gesellschaft zu verändern, damit sich jede einzelne Seele verändern kann. Darum muss ich mir über Arbeitslosigkeit, Slums und wirtschaftliche Unsicherheit Gedanken machen”.

“Above all, I see the preaching ministry as a dual process. On the one hand I must attempt to change the soul of individuals so that their societies may be changed. On the other I must attempt to change the societies so that the individual soul will have a change. Therefore, I must be concerned about unemployment, slums, and economic insecurity”.

Martin Luther King Jr., aus Clayborne Carson 2001, The Autobiography of Martin Luther King Jr., Seite 19

Leiten durch Verkündigung: Qualitätsanalyse kerygmatischer Leitung (Hausarbeit)

Qualitätsanalyse kerygmatischer Leitung in der EFG Wiedenest
anhand Verkündigungsformaten, Inhalten und Verantwortungsstrukturen in den Jahren 2012 und 2013

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, in wie weit die Verkündigung in der EFG Wiedenest dem Modell der Kerygmatischen Leitung entspricht, wie sie von Johannes Reimer in seinem Buch „Leiten durch Verkündigung“ vorgeschlagen wird. Durch eine Analyse der aktuellen Verkündigungsformate, Inhalte und Verantwortungsstrukturen wird somit die Qualität kerygmatischer Leitung in der EFG Wiedenest aufgedeckt.
Reimer spricht in diesem Zusammenhang vom Verkündigungsmenü (:71) einer Gemeinde. Mich bewegt als Gemeindereferent und Mitverantwortlicher für die Verkündigung in der EFG Wiedenest die Frage, ob wir ein gutes Menü servieren oder ob wir uns einseitig ernähren. Es geht mir aber nicht in erster Linie um die Frage, ob wir als Gemeinde einem Modell entsprechen, sondern darum, dass jeder Besucher meiner Gemeinde die Chance hat „alles zu befolgen“, was Jesus aufgetragen hat (Mt 28,20).
Anders ausgedrückt ist es mein Ziel, dass jeder Nichtchrist in unserer Gemeinde Jesus kennen lernen kann und jeder Christ in unserer Gemeinde zur Reife/Fülle gelangen kann (2Tim 4,1). Klaus Eickhoff betont: „Die Gemeinde nach dem NT ist ein sinnvoll zusammengefügter Leib mit untereinander verbundenen Gliedern, die sich um Christus und sein Wort versammeln, um sich – von der Freude am Herrn erfüllt – senden zu lassen. Sie sammelt sich nicht um ihrer selbst, sondern um Christi und der Sendung willen. Indem sie sich senden lässt, spiegelt sie die Liebe Gottes wider, von der sie selber lebt.“ (Eickhoff 2011:15)
Dies ist auch das Anliegen unserer Gemeindevision: wachsen nach innen & außen – zur Ehre Gottes. Wir wollen als Leitung geistliches-innerliches Wachstum fördern und gleichzeitig Menschen mit der rettenden Botschaft erreichen, die zur Gemeinde hinzugetan werden. Das alles soll zur Ehre Gottes geschehen.

Zunächst stelle ich in dieser Hausarbeit das Verständnis von „Kerygmatischer Leitung“ nach Johannes Reimer dar, indem ich das Buch, Leiten durch Verkündigung – Eine unentdeckte Dimension (Reimer:2008), kurz zusammenfasse. Diese Art der Leitung soll mir in Zukunft als Leitbild für eine Verkündigungsstrategie in der EFG Wiedenest dienen.
Anschließend liste ich die aktuellen Formate der Verkündigung in der EFG Wiedenest auf und lege die Verantwortungsstruktur für die Verkündigung dar. Danach beschreibe ich in einem weiteren Schritt die Verkündigungsinhalte (Curriculum).
Von da aus lege ich durch einen tabellarischen Vergleich der fünf Verkündigungsbereiche kerygmatischer Leitung mit den aktuellen Formaten der EFG Wiedenest, die Qualität der kerygmatischen Leitung offen.
Diese Analyse birgt dann die Chance für die Zukunft eine ausgewogenere und umfassendere Verkündigung in unserer Gemeinde gewährleisten zu können.

Disposition

1. Einleitung
2. Kerygmatische Leitung nach Johannes Reimer
2.1. Darstellung des Ansatzes anhand des Buches „Leiten durch Verkündigung“
2.2. Kritische Würdigung
3. Situation der Verkündigung in der EFG Wiedenest
3.1. Die Meta-Ebene: Jahresüberschrift
3.2. Aktuelle Verkündigungsformate
3.2.1. Die Gottesdienste am Sonntag / Frontalpredigt
3.2.2. Kleingruppen und Hauskreise / Bibelgespräch & Gemeinschaft
3.2.3. Kurse im Gemeindeseminar
3.2.4. Individuelle Förderangebote
3.2.5. Projekt-Evangelisation
3.3. Planungsverantwortung der Verkündigung
3.4. Die Mitarbeiter in der Verkündigung
4. Anteil der fünf Bereiche kerygmatischer Verkündigung in den einzelnen Formaten der EFG Wiedenest
5. Fazit aus der tabellarischen Analyse
5.1. Fazit zu den Zielgruppen
5.2. Fazit zum Zeitanteil
5.3. Fazit zum Einzelanteil der Verkündigungsbereiche
5.4. Fazit zur Mitarbeitergewinnung und -förderung
6. Gesamtfazit und Vorschläge zur Qualitätsverbesserung
7. Ausblick

Die Arbeit ist mit einem Passwort geschützt. Infos dazu hier.

Gutes Zitat Nr. 39

“Es gibt kein anderes Ziel für einen Prediger, als daß durch seinen Dienst die Menschen die Hände falten lernen und Christus Jesus anbeten, nicht irgend einen Gott, – sondern den gekreuzigten Christus, der auferstanden ist, aufgefahren gen Himmel, erhöht zur Rechten der Majestät Gottes, und der wiederkommen wird als der Herr aller Herren und der König aller Könige. Wenn ein Prediger die Menschen so weit hat führen können, daß sie diesen Herrn ‚im Geist und in der Wahrheit anbeten‘, dann kann man diese Menschen ruhig sich selbst überlassen. Aber das ist Freude, wenn ein Prediger diesen Dienst hat tun dürfen.”

Arnold Köster in einer Predigt über 2Kor 1,12-14, am 31.01.1943