Rezension und Zitate: Harmlos. Kraftlos. Ziellos. Die Krise der Predigt und wie wir sie überwinden

Eickhoff, Klaus 2009. Harmlos, Kraftlos, Ziellos. Die Krise der Predigt – und wie wir sie überwinden. Witten: R. Brockhaus im SCM-Verlag.

Pfarrer Klaus Eickhoff hat ein Buch zur Krise der Predigt geschrieben. 460 Seiten sind es geworden und es ist gleichzeitig seine Doktorarbeit. Wie man von ihm erwartet, ist es recht deutlich, manchmal polemisch und auf jeden Fall sehr anregend. Sein Blick richtet sich eher auf die Volkskirche, aber Freikirchlier profitieren auch sehr von dem Buch. Es ist ein Buch, das Verkündiger für ihre eigene Verkündigung inspiriert.

  • In Teil 1 behandelt er die Wahrnehmung zur Situation der Predigt: Der Anspruch, Die Wirklichkeit, Die Nöte hinter der Wirklichkeit.
  • In Teil 2 geht es um den biblischen Befund zum Predigen: Die Sendungen Gottes, Das Ziel der Sendung Jesu: Um Gottes Willen Verlorene Retten, Biblische Verkündigung im Zeichen der Sendung.
  • Der 3. Teil ist dann eine Folgerung: Predigen als Sammlung zur Sendung. Eickhoff plädiert für einen erneuerten Predigtdienst, für Predigt als Segnungsrede und für das sendungsorientierte Predigen.

Eickhoff schreibt viel über die Predigt, aber sein Buch enthält auch viele Anregungen zum Gemeindeaufbau und zur gabenorientierten Mitarbeiterführung. Das Buch ist bissig, aufrüttelnd und inspirierend.

Ich habe im Anhang die für mich wichtigsten Zitate festgehalten:

25 Jahre Deutsche Einheit – Gott sei Dank! – Aktionen am 03.10.2015

Logo_Danken Feiern Beten - 25 Jahre Wunder der Freiheit_kleinRund um den Tag der Deutschen Einheit sind deutschlandweit geistliche Aktionen geplant. Gott wird gedankt und gleichzeitig wird für unser Land gebetet. Am 03.10.2015 feiern wir 25 Jahre Wiedervereinigung.
Informationen zu allen Veranstaltungen und Planungen gibt es hier auf der Website: www.3-oktober.de.

Außerdem soll es um 12.00 Uhr deutschlandweite Friedensgebete geben. Hier gibt es den Flyer dazu: Friedensgebet_Deutschland_3.Okt_Flyer

In meiner Stadt – Bergneustadt – wird es am 03.10. auch einen Gottesdienst geben. Verkündiger ist Dr. Volkmar Klein (MdB).

Neue Rezension: Überzeugend moderieren

IMG_0974Schnepper, Arndt E., Überzeugend moderieren, Wie man ansprechend durch Gottesdienste leitet, Brockhaus 2013
4,5 von 5 Punkten / 110 Seiten / 10,95€

Pastor Arnd Schnepper hat ein kleines und feines Buch über Gottesdienstmoderation geschrieben. Es enthält kompakt das Wichtigste, was man über die Moderation eines Gottesdienstes wissen sollte. Nach der Einleitung, in der er den Mut zur Moderation betont, geht er grundlegend auf die Motive des Moderators ein. Dann spricht er über Formen und gliedert sein Buch weiter in die vier Phasen eines Moderationsprozesses: 1. Ideen finden. 2. Drehbuch schreiben. 3. Auf der Bühne, und 4. Hinter den Kulissen.

Im Kapitel „Motive“ betont er die kulturelle Entwicklung, die Moderation verlangt und begünstigt. Er sieht keinen Widerspruch zwischen dem „Zeitgeist“ und dem Nichtbetonen von Moderation im Neuen Testament. Für ihn ist Moderation Steuerung: „Wer moderiert, unterstützt die anderen Gottesdienstgestalter dabei, das gemeinsame Ziel zu erreichen, Klippen und Untiefen zu umfahren und den wehenden Wind des Geistes weise zu nutzen.“ (: 12). Gerade Gäste und junge Menschen sieht er ohne moderierende Erklärung mit kirchlichen Handlungen im Gottesdienst überfordert. Durch gute Moderation wird vermeintlich Langweiliges spannend, Direktives wird freundschaftlich (Moderator als Gastgeber) und aus Solos wird Beteiligung.

Im Kapitel „Formen“ rät er zum dezenten Auftreten des Moderators (Lotse), der die eigentlichen Inhalte zum Leuchten bringt (: 22). Natürlichkeit, Können, Emotionen und Sachlichkeit sind von großer Bedeutung. In der Spannung zwischen Aktivität und Passivität sieht er jeden Moderator. Der Moderator muss in der Vorbereitung Gott zu sich reden lassen. Anmut ist dabei ein wichtiger Faktor: „Eine Moderation kann nur gelingen, wenn wir das Geheimnis des Miteinanders von menschlichen Bemühungen und göttlichem Zutun nicht auflösen.“ (: 29).

In der 1. Phase geht es für den Moderator darum Ideen zu finden. Schnepper rät dabei zur Teamarbeit, was m.E. in der ehrenamtlichen Praxis eine Herausforderung darstellt. Ebenso rät er für jeden Gottesdienst die Schlüsselbotschaft zu identifizieren. Danach wird der Ablauf angedacht. Es folgen einige gute Tipps zur Ideensuche. Schließlich verweist er auf die Wichtigkeit der besonderen Gottesdienste im Kirchenjahr und empfiehlt es keiner Konfession diese außer Acht zu lassen.

In Phase 2 erklärt Schnepper wie man ein Drehbuch schreibt. Nach der Makro-Planung kommt der Spannungsbogen: „Der eigentliche Clou ist der innere Spannungsbogen, der die unsichtbare Statik des Gottesdienstes bildet.“ (: 52). Dafür braucht es gesetzte Höhepunkte und einen Gipfel. Es folgt die Mikro-Planung. Weiter geht er auf das Papierformat einer geschriebenen Moderation ein, auf das Duzen und Siezen und empfiehlt das „mündliche Schreiben“ der Moderation. Das ist alles sehr hilfreich. Er geht auf den Sprachstil ein und dringt dann detailliert in die einzelnen Phasen der Moderation vor (Begrüßung, Kollekte, Gebetsformen, Segen,…). Hier fällt seine positive Sicht zum Informationsteil eines Gottesdienstes ins Auge (: 69), weil für ihn hier das Leben der Gemeinde aufblitzt. Weiter empfiehlt er kurze persönliche Akzente und Humor (Witze als Blitze, die Spannungen entladen). Schließlich verweist er auf das vorbereitende Gebet vor der Moderation (: 82).

In der 3. Phase spricht er über den Moderator auf der Bühne. Hier gibt er sehr viele gute praktische Tipps. Kleidung ist dabei schon Kommunikation. Ein rechtzeitiges Erscheinen vor Beginn ist wichtig. Lächeln, Blicke, Körpersprache, Standort, unterstrichene Inhalte und natürliches Sprechen werden erläutert. Ähs und Öhs werden betrachtet. Schließlich kommt er auf das Einbauen von Beiträgen und Interviews zu sprechen und auf die Abmoderation. Ausführungen zu den Themen Doppelmoderation, Vorlesen, Umgang mit Applaus und Irritationen ergänzen dieses praktische Kapitel.

Phase 4 läuft hinter den Kulissen ab. Er beschreibt zunächst – ein wenig schubladenhaft – vier verschiedene Typen von Moderatoren. Dann geht er darauf ein, wie man mit Lob umzugehen hat. Ebenso wie mit Kritik. Er fordert dazu auf im Arbeitsfeld der Moderation ein Ermutiger zu werden: „Gewöhnen Sie sich positive Feedbacks, kleine Komplimente und einen freundlichen Blick an. Eine positive Feststellung lässt viele Menschen regelrecht aufblühen.“ (:108f) Schlussendlich kommt es für Schnepper auf das Herz eines Moderators an.

Fazit: Ein sehr überzeugendes und praxisnahes Buch, was ich jedem der moderiert, nur empfehlen kann. Wir setzen es in unserer Gemeinde für das Coaching von Moderatoren und Moderatorinnen ein. Es setzt dabei eher an das klassische freikirchliche Gottesdienstvorbereitungsverständnis an.

14.11._Schnepper_Überzeugend moderieren

Ostern erleben – Gottesdienste in der EFG Wiedenest

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten rund um Karfreitag und Ostern in die EFG Wiedenest

Innerhalb der Predigtreihe „Ostern erleben” gibt es am Karfreitag einen besonderen Gottesdienst um 18.00 Uhr. Am Ostersonntag gibt es einen gemeinsamen Festgottesdienst um 10.00 Uhr.

_Sonntag, 24.03., 10.00 & 11.45 Uhr: Warum Jesus sterben musste und wie dadurch unser Leben neu werden kann / Predigt: Peter Bronclik
_Freitag, 29.03.: Karfreitag, 18.00 Uhr – Stille-Gottesdienst mit Abendmahl / Leitung: Manuel Lüling
_Sonntag, 31.03., 10.00 Uhr: Warum wir der Auferstehung glauben und Hoffnung gewinnen können / Predigt: Dr. Horst Afflerbach
_Sonntag, 07.04., 10.00 & 11.45 Uhr: Warum Jesus auferstanden ist und was das für unseren Alltag bedeutet  (mit Abendmahl) / Predigt: Sebastian Göpfert

Ostern_erleben2013