Update Mai 2016: Danke 4M – Kindergarten 2 beginnt – Die Vision einer Gemeindegründung rund um Kindergarten 1

headerHelpMy_kl2

 

 

 

Liebe Unterstützer des Kindergartens im Slum von Myanmar,

in den letzten Wochen hat Gott uns für die Arbeit in Myanmar so viele Finanzen bereit gestellt, dass im Juni der 2. Kindergarten in Yangon an den Start gehen kann.  Und es gibt eine weitere Vision. Danke für eure großartige Unterstützung durch Finanzen und Gebet. Lest gerne mehr!

1. Wir danken den Männern vom 4M-Charakterwochenende in Schottland und der Männerorganisation 4M
Wir bedanken uns bei den Teilnehmern des 4M-Charakterwochenendes in Schottland, vom April 2016. Ihr macht durch eure großartige Spendenbereitschaft den 2. Kindergarten möglich und habt ihn mind. für die ersten beiden Jahre finanziell ausgepolstert. Damit kann der neue Kindergarten im Juni 2016 an den Start gehen. Er wird im Stadtteil Yuzanah Garden City (South Dagon) von Yangon sein.
Wir bedanken uns auch ganz herzlich bei www.der4temusketier.de für die Unterstützung unseres Anliegens und dass ihr diesen Kindergarten zu eurem Spendenprojekt gemacht habt.

Allen Spendern gilt die biblische Verheißung: „Im Augenblick habt ihr mehr als die andern. Darum ist es nur recht, dass ihr denen helft, die in Not sind. Wenn dann einmal ihr in Not seid und sie mehr haben als ihr, sollen sie euch helfen. So kommt es zu einem Ausgleich zwischen euch (2Kor 8,14).“

2. Unsere Partner vor Ort starten den 2. Kindergarten für Kinder aus dem Slum
Nun beginnt unsere Partnerkirche vor Ort mit dem Aufbau des neuen zweiten Kindergartens. Motiviert von der Liebe Gottes tritt sie an, Kindern nachhaltig zu helfen – geistig und geistlich. Der Projektleiter Pastor Khual hat einige Bilder geschickt, die ich angehängt habe und die die Situation in diesem Stadtteil von Yangon deutlich machen. Dort gibt es einen Slum mit ca. 2700 Familien. Für die Kinder dieser Familien wird der Kindergarten eingerichtet, der in direkter Nähe zum Slum-Gebiet liegt. Das Geld zum Start (Anmietung, Courtage, Einrichtung) wurde diese Woche von hier überwiesen. Am Samstag soll der Mietvertrag zustande kommen. Ab Juni beginnt die monatliche Unterstützung mit 460€ pro Monat (für Personal, Miete und Material), die durch die Spendenbereitschaft der Männer möglich wurde. Pastor K. schreibt, als er von der Nachricht gehört hat, dass es nun losgehen kann, folgendes:
“Brother, wonderfully, God answers our prayer to start the second preschool. He touches the hearts of believers to give the financial needs for the first and the second preschools. Praise the Lord for his provision and goodness to continue the first preschool and start the second preschool. To God be the glory, now and forever more!… This coming Saturday, I am going to make contraction with the agent and the house owner. I will also carry on the work of ordering benches, purchasing TV, cleaning the house or room and so on… Brother, thank you so much for your love, care, burden and support for the people in Myanmar and the preschools…”

3. Der 1. Kindergarten geht in das 2. Jahr und mit ihm die Vision für die Menschen im Slum von Thaketa: Eine neue Kirche soll entstehen!
Gleichzeitig erwacht der 1. Kindergarten in Thaketa so langsam aus der Ferienpause. Zum 01. Juni wird er wieder starten und ein neuer Jahrgang beginnt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Im Zuge der weiteren Planungen sind neue Fragen entstanden. Wäre es in Zukunft möglich rund um den Kindergarten eine evangelistische Kirche zu gründen, die die Menschen im Slum auch das Evangelium verstärkt weiter gibt? Die auch verstärkt die Eltern der Kinder anspricht? Was würde so etwas kosten? Gibt es einen Gemeindegründer für so eine Arbeit?
Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort kostet eine Gemeindegründung pro Jahr ca. 4.500€, inkl. gemietetes Gemeindehaus mit Schlafplatz für den Gemeindegründer und Gehalt für den Gemeindegründer. Das klingt zunächst nicht viel, aber eine Gemeindegründung muss ja langfristig angelegt werden. Wenn man fünf Jahre für die Startphase anlegt, dann sollte man ca. 25.000€ bereitstellen.
Nach der ersten Verbreitung dieser Idee kam sofort eine Gemeinde auf uns zu und hat 5.000€ für das erste Jahr bereit gestellt. Falls ihr jemanden kennt, eine Gemeinde habt oder selber Interesse habt, die Gemeindegründung rund um den Kindergarten 1 zu unterstützen, dann empfiehlt dieses Projekt weiter oder unterstützt es finanziell. Gefühlt würde ich das Projekt gerne auflegen, wenn das Kapital für zwei Jahre zusammen ist. Personal vor Ort ist vorhanden. Es könnte sofort losgehen. Pastor K. schreibt dazu: „The church will plant around the first preschool. I have mentioned the cost for one year, above. If, the funds are available there is a worker or church planter.”
Wir beten dafür, dass wir Gottes Führung in Bezug auf die Gemeindegründung erleben.

4. Weitere Infos / Spenden und Kontonummer / Infomail
Informationen zur Arbeit in Myanmar gibt es auf unserer Homepage.
Dokumentierte und immer wieder aktuelle Infos gibt es in diesem Blog in der Kategorie: HelpyMyanmar.

Spenden sind über Paypal (oben rechts in der Seitenleiste) möglich, oder durch Überweisung auf das Bankkonto meiner Kirchengemeinde:
EFG Wiedenest // Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt // IBAN DE66 3845 0000 0000 1070 45 // BIC/Swift: WELADED1GMB // Zweck: HelpMy

Ich wünsche euch frohe Pfingsten – der Geburtstag der Kirche!

Euer Veit Claesberg
(Pastoralreferent der EFG Wiedenest und Koordinator des Projektes HelpMy)

Neue Podcast-Episode online: Pfingsten (Joel 3,1-5) – Herzlichen Glückwunsch Kirche!

PodcastlogoEine neue Podcast-Episode ist auf veitc.de podcast / wiedenest online.

Pfingsten: Joel 3,1-5
A. Einleitung
B. Textlesung
C. Predigt

1. Heute kann dein Pfingsten sein
2. Pfingsten soll in dir andauern
3. Pfingsten bewahrt vor Gericht
4. Pfingsten – um den Namen des Herrn anzurufen

D. Conclusion and call

Die Predigt gibt es auch als Skript.

Rezension: Auf die Knie, fertig, los – die andere Art zu leiten

cottrellCottrell, Stephen 2010, Auf die Knie, fertig, los! Die andere Art zu leiten, Neukirchen-Vluyn: Aussaat Verlag
96 Seiten / 4,5 von 5 Punkten  / 96 Seiten / 8,90€

Stephen Cottrell, Bischoff der Anglikanischen Kirchen von England, schreibt ein kleines, kompaktes und sehr anregendes Buch zum Thema Leitung.

Sein Buch ist in 10 Kapiteln unterteilt. Im ersten Kapitel „Gegen den Strom schwimmen“ fordert er dazu auf Kraft aus der Stille zu suchen. Die Fähigkeit zu entscheiden und richtig zu handeln kommt aus der Stille (vgl.:14). Leiter müssen auf Jesus hören, indem sie die Stille suchen. Dafür braucht es „Mut zur Stille“, wie er in Kapitel 2 ausführt. Das Ziel von Leitung ist es anderen zu helfen: „Sie sind hier, um anderen zu helfen, ihr Bestes zu geben und ihr volles Potential auszuschöpfen, und um den Zweck und Ziel Ihrer Organisation, welcher Art auch immer, näherzukommen“ (:26). „Erfolg ist dabei nicht das Ziel“ (:27), denn wir wissen nicht immer genau was Erfolg ist und auch Misserfolge können lehrreich sein. Es geht für ihn nicht darum, nach außen hin „wichtig“ zu wirken, sondern die Vision zu leben (vgl.:31). Dafür muss ein Leiter immer wieder die Ruhe suchen um so ein „Ruhepol im Strudel der Ereignisse“ zu sein (vgl.:32). Im 3. Kapitel „Wer rastet, der rostet“, macht er deutlich, dass zum Rasten Disziplin gehört und Rost sich dadurch nicht ansetzt. Der Leiter ist nicht Nabel der Welt und auch Wohl und Wehe hängen nicht allein von ihm ab (vgl.:35). Er schlägt daher das tägliche Gebet vor (mit Dank für scheinbar „schwierige Personen“) und einen Stille-Tag im Monat, um vor Gott zu reflektieren (Kontemplation). Dort legen Leiter das „Fundament aus Raum und Zeit“ (vgl.:40).
„Das Offensichtliche aussprechen“ ist das Thema des 4. Kapitels. „Die Aufgabe des Leiters ist es, Wege zu finden, um das Offensichtliche auszusprechen. Er hat den Auftrag, die Vision zu artikulieren und die Gemeinde oder Organisation, die er leitet, immerfort an ihre grundlegenden Werte und ihren Daseinszweck zu erinnern“ (:43). Sagen reicht dabei nicht immer – oft sind auch prophetische Handlungen der Tat nötig. Der Leiter muss den Blick von den Bäumen zum Wald wenden. Dafür muss er beim Ziel anfangen, also von der Zukunft her denken, um so den Weg bestimmen zu können (vgl.:49). Er verkörpert dabei die Vision. „Jedes Mal, wenn der Leiter spricht, wird den Menschen der Daseinszweck der Organisation wieder gegenwärtig“ (:49). Oft muss der Leiter nur an die vorhandene, verschüttete Vision erinnern und die Umsetzung fördern. Dabei gibt es mehrere Handlungsoptionen. Der Leiter muss dafür sorgen, dass „ein“ Weg eingeschlagen wird, weil man nicht alle gehen kann. Die Vision muss mit allen erarbeitet werden (vgl.:52). „Zu viele Köche verderben den Brei“, ist die Überschrift von Kapitel 5. Cottrell entlarvt scheinbar gerne allgemein bekannte Sprichworte. Er kontert: „Die erste Faustregel lautet: Wenn sie wollen, dass Menschen ihre Vision teilen, dann erlauben Sie ihnen, sie mitzugestalten. Es ist Ihre Aufgabe als Leiter die Vision zu artikulieren, aber Sie müssen sie nicht immer auch selbst erträumen“ (:55), weil sie nämlich oft schon latent vorhanden ist. Daher geschieht die Erarbeitung gemeinsam mit anderen. Die Leiter sind am besten, die genug Selbstsicherheit und Ruhe besitzen, um der Visionsdebatte Raum zu geben. „Wenn man bei der Findung von Vision und Umsetzung den Erkenntnissen und Meinungen anderer Raum gibt dauert es vielleicht länger, bis eine Einigung zustande kommt. Aber wenn dann schließlich etwas beschlossen wird, wird das Engagement dafür viel größer sein“ (:56). Das Risiko, dass der Brei verdorben wird, ist da, aber der Glaube daran, dass jedes Mitglied der Organisation Begabungen und Leitungstätigkeiten hat und einbringen wird, ist der Gewinn. Organisationen brauchen Leiter, die Pfadfinder für die Organisation sind. Die Leiter müssen von den Mitgliedern geachtet werden, auch wenn sie beim Leiten Fehler machen. Ihr Ziel muss es sein die Leiter zu leiten.
Kapitel 6 lautet: „Kümmere dich nicht um ungelegte Eier“. Manchmal ist die Vision nicht groß genug. Cottrell rät groß zu träumen. „Die Leiter sind die Hüter der Vision. Sie sind oft, aber nicht immer auch deren Urheber, und sie haben die Aufgabe den Blick der Menschen in die Ferne zu richten und ihre Erwartungen zu steigern“ (:66). „Die Leitung einer Organisation jeder Art gleicht heute eher dem Steuern eines Schiffs bei unruhiger See als dem Lenken eines Wagens auf der Autobahn … Wegen den sich ständig ändernden Winden und Strömungen muss man immer wieder kleine Richtungsänderungen vornehmen, damit man nicht vom Kurs abkommt“ (:66f).
„Das Rad neu erfinden“, dafür plädiert Cottrell in 9 von 10 Fällen. Ein eigenes Rad passt besser zur eigenen Situation, fördert Kreativität und stärkt das Engagement der Mitarbeiter. „Das Neuerfinden von Rädern fördert also die Moral und Leistung, dauert aber länger“ (:77).
In Kapitel 8 lautet Cottrell’s Rat: „Das Dicke Fell abstreifen“. Ein guter Leiter ist mit den Zielen und Werten seiner Organisation so verkörpert, dass er auch die damit verbundenen Schmerzen mehr fühlt, als jeder andere. Trotzdem ist ein Leiter nicht das, was er arbeitet. „Auch wenn wir unseren Beruf als Berufung ansehen, müssen wir zwischen uns als Person und unserer Rolle im Arbeitsleben unterscheiden“ (:82). In der Rolle als Leiter kann man entscheiden anders aufzutreten als man es in der Familie tun würde („hier muss der Bischoff von Reading ran“). Es gilt in Rollen zu denken. In der Leitungsrolle leite ich meine Organisation mit Herz. Dazu gehört auch die Verletzungsgefahr, die Teil jeder Leitungsaufgabe ist. Gute Leiter erhalten sich ein fleischernes Herz. „Sie wissen, dass das Wichtigste die Vision ist. Deshalb vertrauen sie anderen Menschen, suchen nicht ihren eigenen Vorteil und lassen sich regelmäßig von ihrer Vision neu begeistern. Sie öffnen sich ihr und machen sich verletzlich. Sie lassen sich von ihr ermutigen und zurechtweisen“ (:87f). Es gilt in einer Organisation richtig mit den Beziehungen umzugehen. „Ein Unternehmen ist erfolgreicher, wenn die Gefühle der Beteiligten echte Beachtung finden und angemessen mit ihnen umgegangen wird. Und auch sie als Leiter werden viel weniger unter Druck stehen“ (:87). Ein bewusst bewahrtes dünnes Fell ist ein Zeichen  von emotionaler Intelligenz. Cottrell fasst dann seine Ausführungen über den für ihn idealen Leiter zusammen (:88f). Jesus ist als dienender Leiter das Vorbild.
Es folgt „Ein letzter Gedanke“ in Kapitel 9. Wenn etwas wert ist gemacht zu werden, dann sollte man es auch machen, auch wenn es schlecht wird (Chesterton). Erfolg darf nicht zum Gott werden. Nach Misserfolgen muss weiter gemacht werden. Die Vision ist es wert. Er verweist dann noch auf das Gleichnis von den Bäumen, in Richter 9,8-15. Dann bietet er in Kapitel 10 „Das ganze Buch, kurz zusammengefasst“. Hier stechen zwei Aussagen über Leiter für mich noch mal heraus: „Sie schaffen Übereinstimmung, aber sie haben keine Angst, wenn nötig, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die immer die Vision und die vereinbarten Werte widerspiegeln. … Gute Leiter schaffen effektive Teams. Die besten Leiter machen sich selbst überflüssig“ (:95f).

Fazit: Ein sehr kompaktes, leicht zu lesendes und anregendes Buch über Leiterschaft. Es stammt aus dem europäisch-anglikanischen Kontext und berücksichtigt den Wunsch unsere Kultur nach einer gemeinsam erarbeiteten Vision und dem eher demokratischen Leitungsstil. Gleichzeitig macht er deutlich, dass der Leiter die Organisation führen muss. Das gefällt mir sehr gut.

15.12._Cottrell_Auf die Knie,fertig,los – die andere Art zu leiten

„Gastbeitrag“: Infos von der Sozialstiftung Oberberg

Liebe Blog-Leser, ich bin aktiv in der Sozialstiftung Oberberg. Gerade haben wir unser neuestes Infoschreiben veröffentlicht. Darum geht es:

Liebe Interessierte, Freunde und Unterstützer unserer Arbeit,

es freut uns sehr, dass wir heute ganz frische Frühlingsinfos verschicken konnten. Angehängt befindet sich unser Infobrief. Dort wird berichtet…

… von dem Sinn der Arbeit der Sozialstiftung
… darüber, wie Frauen im internationalen Frauencafé geholfen wurde
… welche Arbeiten die Sozialstiftung wie fördert
… welche Träume wir haben und wofür wir Finanzen brauchen

Gebt uns gerne eine Rückmeldung auf diesen Brief.

Liebe Grüße vom Vorstand und der Geschäftsführerin.

PDF-Version: Sozialstiftung Oberberg Frühlingsbrief 2016_final