Gutes Zitat Nr. 51: Arnold Köster

Arnold Koester 1922
Köster 1922, Ausschnitt aus Archivbild BKö F003-1 K1, EFG Köln Rheinaustraße

“Im Seminar stellte mich ein junger Bruder einmal, ich antworte ihm: ‘ich sehe dich im Augenblick im Christus Jesus’ – er war befriedigt, ob er das ganz verstanden hat, weiß ich nicht, – aber anders wäre ich mit ihm nicht fertig geworden, als nut (sic!) von dieser Schau her.”

Arnold Köster in einer Predigt am 28.03.1943 über den 2. Korintherbrief. Mit dem Seminar meinte er das Ausbildungsseminar für Prediger der Baptistengemeinden in Hamburg.

Leadership like Simson (Richter 13-16)

Imag
Image by mohamed Hassan from Pixabay

Simson – eine Führungspersönlichkeit der Bibel (Buch der Richter 13-16)

„Starke Persönlichkeiten haben auch starke Schwächen.“
Simson ist der letzte erwähnte Richter in Israel. Er wirkte 20 Jahre in der Zeit um 1050 v. Christus. Er ist der Sohn des Daniters Manoach und war Zeit seines Lebens dem Gelübde der Nasiräer verpflichtet. Seine Geburt wird der unfruchtbaren Frau von Manoach spektakulär durch den Engel des Herrn angekündigt (Ri 13). Simson lebt wie kein anderer Richter in der Spannung zwischen persönlicher Schwäche und Kraft aus der Berufung durch Gott. Er wird in Hebräer 11,32 unter den Glaubensvorbildern des Alten Testamentes erwähnt.

1. Simsons Eigenarten als „Führer“
Es ist schwierig von Simson als Führer zu sprechen. Die überlieferten Geschichten berichten von Simson immer nur als Einzelkämpfer. Simson war absoluter Individualist, der persönliche Kämpfe ausgefochten hat. Gott sandte mit ihm keinen nationalen Befreier (vgl. Irving 1982: 181). Nie hatte er einen Mann oder ein Heer zur Seite. Dennoch wurde er vom Volk 20 Jahre als Richter akzeptiert (Ri 15,20).

… mehr hier: Referat_Simson ACF 06.2008

Rette mich wer kann! (Audio und Skript)

img 2311 scaled

Eine neue Predigt ist als Audio online: Rette mich wer kann!

Ich habe sie im Mai 2020, kurz nach dem ersten Lockdown in der EFG Bergkamen gehalten.

1. Rettungsschirme (We)
2. Mein Jesus, meine Retter! (Me)
3. Biblische Orientierung: Rettung wovon, wie, von wem (God)
4. Gerettet, um dem lebendigen Gott zu dienen (You)
5. Den Rettungsschirm bekannt machen und feiern (We)

Hier ist sie als Skript: Rettung_Rette mich wer kann_Predigt EFG Bergkamen 05.2020

Taufe: Der Heilige Geist feuert uns an! (Predigtkonzept)

IMG 1508

Diese Predigt gibt es auch als Audio.

Jesus feuert uns durch den Heiligen Geist an (Taufe)

1. Einleitung: Jesus feuert uns an!
2. Drei Anfeuerungen durch den Heiligen Geist
1. Anfeuerung: Der Heilige Geist feuert dich zur Frucht an
2. Anfeuerung: Der Heilige Geist feuert dich an zum Vater zu beten pp
3. Anfeuerung: Der Heilige Geist feuert dich zum Dienst an
3. Conclusion: Die 4. Anfeuerung

Rezension: Lust auf gutes Leben!

Afflerbach Kaemper Kessler Lust auf gutes LebenAfflerbach, Horst / Kaemper, Ralf / Kessler, Volker 2014. Lust auf gutes Leben. 15 Tugenden neu entdeckt. Brunnen-Verlag: Gießen.

Drei Autoren stellen 15 Tugenden in 15 Kapiteln vor. Die Kapitel sind eingerahmt von einer Einleitung, einer persönlichen Anwendung und einem theologischen Postscript. Ursprünglich erschienen die Beiträge in der Zeitschrift PERSPEKTIVE.

In der Einleitung machen die Autoren deutlich, wie wichtig es sei sich mit Tugenden zu beschäftigen und dass ein Mensch durch Pflege der Tugenden und der dadurch entstehenden Neigungen handeln könne. Tugenden seien vorbildliche Haltungen, sprich Charaktereigenschaften, die dem Mensch helfen, das sittlich Gute zu leben.
Die Autoren grenzen die Begriffe Werte und Tugenden – die beide aus der Ethik kommen – voneinander ab. Während Werte eher abstrakt formuliert seien, seien Tugenden Fähigkeiten oder „Dispositionen eines Menschen, die als gut erkannten Werte konkret umzusetzen“ (:13). Tugenden seien Wege zum Guten, denn es gäbe eine Spannung zwischen der Tatsache wie der Mensch sei, wie er sein könnte und was er tun müsse, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Autoren sehen die im Alten Testament vorgestellte göttliche Weisheit als eine Entsprechung zu den aristotelisch-philosophischen Tugenden. Im Neuen Testament werde deutlich, dass das Gute aus der Gottesbeziehung her umzusetzen sei. Tugenden würden in der Bibel mit der Wesensart und dem Heilshandeln Gottes verbunden. Mit Petrus Lombardus betonen sie: „Tugend ist jene Beschaffenheit des Geistes, kraft deren man recht lebt, die niemand schlecht gebraucht, die Gott in uns ohne uns bewirkt“ (:16).

Folgende Tugenden werden dann kapitelweise behandelt:
1. Die klassischen vier Haupt- oder Kardinaltugenden:
Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Besonnenheit.
2. Spezifisch christliche Tugenden, die es in der Antike nicht gab:
Demut, Nächsten- und Feindesliebe, Vergebungsbereitschaft, Hoffnung.
3. Eine Auswahl von Tugenden, die für die heutige Zeit zur Sprache gebracht werden sollen:
Treue, Höflichkeit, Gastfreundschaft, Freigiebigkeit, Genügsamkeit, Dankbarkeit, Einfachheit (Komplexitätsreduktion).
Die einzelne Tugend und ihre Geschichte werden zunächst erläutert. Danach wird in der Regel ein biblischer Bezug hergestellt aus der die Anwendungsmöglichkeiten für das praktische Leben folgen. Schließlich wird weiterführende Literatur zur jeweiligen Tugend gelistet. Am Schluss des Buches wird betont, dass es der tiefere Sinn der Tugenden sei, „so zu handeln, wie Jesus gehandelt hätte, und so zu werden, wie er war.“ (:124).

Im Postscript wird auf die Tugendethik eingegangen. Sie unterscheide sich deutlich von der Pflichten- und Nutzenethik und frage danach, was ein guter Mensch tun würde. Ein guter Mensch entwickele seinen Charakter, so dass er automatisch das Gute täte. Die biblische Tugendethik weise weiter große Unterschied zur philosophischen Tugendethik auf. Der größte Unterschied läge darin, „dass nach dem Evangelium das Gute letztlich kein zu erreichendes Ziel des Tuns, sondern eine aus Gnaden geschenkte Voraussetzung zum Tun des Guten ist“ (:133). „Tugenden sind nicht der Weg zum Guten, sondern der Weg des Guten“ (:133). Tugenden zu leben sei für begnadigte Christen eine Antwort auf das Glück, dass ihnen durch Christus beschienen worden sei und sie befähige und verpflichte, „um Christi und der Menschen willen das Gute zu tun“ (:135) Tugendhaftes Leben „ist keine saure moralische Pflicht, sondern letztlich dankbare Lust, Tugendlust“ (:135).

Das kleine 138-seitge Buch ist gut zu lesen und sehr empfehlenswert.