Rezension: Das Reich Gottes – Die Vision wiedergewinnen

reich-gottesWarrington, Keith 2011. Das Reich Gottes. Die Vision wiedergewinnen. Asaph: Lüdenscheid
4 von 5 Punkten

Keith Warrington, langjähriger Mitarbeiter bei „Jugend mit einer Mission“, seit 1972 in Deutschland lebender Neuseeländer, vh und Vater von vier Kindern, hat 2011 ein Buch über das Reich Gottes geschrieben.
Das Buch hat zwei Teile, mit jeweils 10 und 11 Kapiteln auf 350 Seiten. Im 1. Teil geht es Warrington um die biblische Perspektive und im 2. Teil um praktische Konsequenzen für die Arbeit der Kirchen und christlichen Werke heute.
Es beleuchtet das Thema Reich Gottes sehr gründlich und zeigt zudem praktische Schritte zur Umsetzung auf. Es ist leidenschaftlich geschrieben. Manchmal merkt man dem Buch an, dass es von einem „überörtlichen Mitarbeiter“ geschrieben wurde und nicht von einem „Gemeindepastor“. An einigen Stellen im 2. Teil habe ich Fragezeichen am Rand markiert. Manche Vorschläge wirken auf mich überfordernd, z.B. die starke Aufforderung auch heute über die Erde zu herrschen (z.B. 169f). Das Buch fordert zum Weiterdenken heraus. Warringtons Thesen im 2. Teil provozieren manchmal und nicht allen kann ich zustimmen. Das betrifft besonders den Gedanken, dass wir die Welt transformieren können. Wir können sicher Schlaglichter setzten und Vorhuten einer Transformation sein. Aber endgültig kehrt Friede ein, wenn der Friedefürst kommt.

In Teil 1 führt Warrington aus, dass Gott die Schöpfung unter Christus wieder herstellen will, nach Eph 1,9-10. Gott hat uns ursprünglich zur Teilhabe an seiner Herrschaft geschaffen. Nach der Rebellion baut Gott langsam wieder auf, bis Mose. Dann baut er mit Israel weiter, bis Jesus kommt. Jesus ist der Messias und bringt das Gottesreich (Kapitel 5). Warrington erklärt die Grundlagen des Reiches, seine Gründung und dann die Ausbreitung, die im Neuen Testament beschrieben wird. In Kapitel 10 nennt er die Konsequenzen aus dieser Darstellung und zieht ein vorläufiges Fazit. Seine Absicht gegenüber den Lesern beschreibt er so: „Sie möchten loslegen, um das Reich Gottes in dem Feld zu entdecken, zu dem sie berufen sind. Diese Felder befinden sich in allen Gesellschaftsbereichen, auch dort, wo Not herrscht, in Pioniergebieten unter anderen Völkern und in internationalen Positionen von Macht und Einfluss. Gott beruft Sie in das Feld, in das sie passen. Dort können Sie ein Partner Gottes sein,…“ (:156).

In Teil 2 zeigt er auf, was das praktisch bedeuten kann. Jeder Christ hat eine Reich-Gottes Berufung. Dafür wird ein Christ ausgebildet und wächst. Warrington macht in der Kirchengeschichte eine theologische Veränderung aus, die zur Verdeckung des Reich-Gottes-Gedanken geführt habe. Er sieht die heutige Kirche auf Evangelisierung und Fürsorge für Bedürftige reduziert. Hinzu kommt ein Privaterlösungs-Evangelium (:146f + 171f). Er kontrastiert das im Vergleich von Wesley mit Moody und sieht unser heutiges Reich-Gottes-Verständnis nur auf der Basis der pastoralen Ämter, nicht aber auf Basis der apostolischen und prophetischen Ämter aufgebaut (:215). Das muss korrigiert werden. In 14-15 möchte er Orientierung geben und führt den Begriff „Domäne“, als Denkmodell für das Reich Gottes innerhalb unserer Gesellschaft, ein. Seine Vision ist das Kommen des Reiches Gottes in Stadt und Region. In Kapitel 17 und 18 thematisiert er die Aufgabe der Gemeinde. Er sieht sie am Scheideweg, weil Alltag und Christsein getrennt wurden und schlägt vor, dass Gemeinde in Zukunft viel stärker in die Gesellschaft wirkt: „Bringen Sie ihren Zuhören die Stadt als das Feld nahe, in das sie berufen und für das Sie verantwortlich sind“ (:295). Wie Jesus übernatürlich das Reich Gottes verkündigt hat, können wir das auch heute tun, indem wir glauben und die Einheit bewahren. In Kapitel 20 geht es dann um Evangelisation. Sie ist der Ruf in das Reich Gottes. Warrington nennt anhand biblischer Beispiele verschiedene Zugänge, die Jesus Menschen zum Reich Gottes „legt“.
Das Buch endet mit einem hoffnungsvollen Ausblick, dass das Reich Gottes kommt.

Im Anhang habe ich noch einige Zitate an die Rezension angefügt, die ich für bemerkenswert halte.

Rezension + Zitate als pdf-Datei Warrington_Reich Gottes

Unterrichtsskript online: Jugendarbeit im Aufrag des Herrn (Vision + Strategie)

Mein Unterrichtsskript (Lehrerskript) zum Thema “Jugendarbeit im Auftrag des Herrn”, aus dem Jahr 2010 (BTA Wiedenest), ist jetzt online.

Das ist der Hinhalt:

1. Jugendarbeit mit Vision – Einleitung
2. Der Auftrag – Die Mission
3. Der Kontext in dem wir arbeiten
4. Die Visionsfindung
4.1. Arten von Visionen
4.2. Definition einer Vision
4.3. Der Weg zur Vision
4.4. Sinn und Zweck einer Vision
4.5. Biblische Begründung für Vision und Ziele
4.6. Die Vision vermitteln
5. Die Strategie
5.1. Definition und Beispiele
5.2. Die Strategie entwerfen
5.3. Zitate
6. Die operativen Ziele
6.1. Kennzeichen von (operativen) Zielen
6.2. Zitate
7. Werte
8. Schnelldurchgang: Vision & Strategieprozess

Jugendarbeit im Auftrag des Herrn_Vision_Strategie_Lehrerskript BTA Wiedenest 2010.pdf

Update Mai 2016: Danke 4M – Kindergarten 2 beginnt – Die Vision einer Gemeindegründung rund um Kindergarten 1

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Liebe Unterstützer des Kindergartens im Slum von Myanmar,

in den letzten Wochen hat Gott uns für die Arbeit in Myanmar so viele Finanzen bereit gestellt, dass im Juni der 2. Kindergarten in Yangon an den Start gehen kann.  Und es gibt eine weitere Vision. Danke für eure großartige Unterstützung durch Finanzen und Gebet. Lest gerne mehr!

1. Wir danken den Männern vom 4M-Charakterwochenende in Schottland und der Männerorganisation 4M
Wir bedanken uns bei den Teilnehmern des 4M-Charakterwochenendes in Schottland, vom April 2016. Ihr macht durch eure großartige Spendenbereitschaft den 2. Kindergarten möglich und habt ihn mind. für die ersten beiden Jahre finanziell ausgepolstert. Damit kann der neue Kindergarten im Juni 2016 an den Start gehen. Er wird im Stadtteil Yuzanah Garden City (South Dagon) von Yangon sein.
Wir bedanken uns auch ganz herzlich bei www.der4temusketier.de für die Unterstützung unseres Anliegens und dass ihr diesen Kindergarten zu eurem Spendenprojekt gemacht habt.

Allen Spendern gilt die biblische Verheißung: „Im Augenblick habt ihr mehr als die andern. Darum ist es nur recht, dass ihr denen helft, die in Not sind. Wenn dann einmal ihr in Not seid und sie mehr haben als ihr, sollen sie euch helfen. So kommt es zu einem Ausgleich zwischen euch (2Kor 8,14).“

2. Unsere Partner vor Ort starten den 2. Kindergarten für Kinder aus dem Slum
Nun beginnt unsere Partnerkirche vor Ort mit dem Aufbau des neuen zweiten Kindergartens. Motiviert von der Liebe Gottes tritt sie an, Kindern nachhaltig zu helfen – geistig und geistlich. Der Projektleiter Pastor K. hat einige Bilder geschickt, die ich angehängt habe und die die Situation in diesem Stadtteil von Yangon deutlich machen. Dort gibt es einen Slum mit ca. 2700 Familien. Für die Kinder dieser Familien wird der Kindergarten eingerichtet, der in direkter Nähe zum Slum-Gebiet liegt. Das Geld zum Start (Anmietung, Courtage, Einrichtung) wurde diese Woche von hier überwiesen. Am Samstag soll der Mietvertrag zustande kommen. Ab Juni beginnt die monatliche Unterstützung mit 460€ pro Monat (für Personal, Miete und Material), die durch die Spendenbereitschaft der Männer möglich wurde. Pastor K. schreibt, als er von der Nachricht gehört hat, dass es nun losgehen kann, folgendes:
“Brother, wonderfully, God answers our prayer to start the second preschool. He touches the hearts of believers to give the financial needs for the first and the second preschools. Praise the Lord for his provision and goodness to continue the first preschool and start the second preschool. To God be the glory, now and forever more!… This coming Saturday, I am going to make contraction with the agent and the house owner. I will also carry on the work of ordering benches, purchasing TV, cleaning the house or room and so on… Brother, thank you so much for your love, care, burden and support for the people in Myanmar and the preschools…”

3. Der 1. Kindergarten geht in das 2. Jahr und mit ihm die Vision für die Menschen im Slum von Thaketa: Eine neue Kirche soll entstehen!
Gleichzeitig erwacht der 1. Kindergarten in Thaketa so langsam aus der Ferienpause. Zum 01. Juni wird er wieder starten und ein neuer Jahrgang beginnt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Im Zuge der weiteren Planungen sind neue Fragen entstanden. Wäre es in Zukunft möglich rund um den Kindergarten eine evangelistische Kirche zu gründen, die die Menschen im Slum auch das Evangelium verstärkt weiter gibt? Die auch verstärkt die Eltern der Kinder anspricht? Was würde so etwas kosten? Gibt es einen Gemeindegründer für so eine Arbeit?
Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort kostet eine Gemeindegründung pro Jahr ca. 4.500€, inkl. gemietetes Gemeindehaus mit Schlafplatz für den Gemeindegründer und Gehalt für den Gemeindegründer. Das klingt zunächst nicht viel, aber eine Gemeindegründung muss ja langfristig angelegt werden. Wenn man fünf Jahre für die Startphase anlegt, dann sollte man ca. 25.000€ bereitstellen.
Nach der ersten Verbreitung dieser Idee kam sofort eine Gemeinde auf uns zu und hat 5.000€ für das erste Jahr bereit gestellt. Falls ihr jemanden kennt, eine Gemeinde habt oder selber Interesse habt, die Gemeindegründung rund um den Kindergarten 1 zu unterstützen, dann empfiehlt dieses Projekt weiter oder unterstützt es finanziell. Gefühlt würde ich das Projekt gerne auflegen, wenn das Kapital für zwei Jahre zusammen ist. Personal vor Ort ist vorhanden. Es könnte sofort losgehen. Pastor K. schreibt dazu: „The church will plant around the first preschool. I have mentioned the cost for one year, above. If, the funds are available there is a worker or church planter.”
Wir beten dafür, dass wir Gottes Führung in Bezug auf die Gemeindegründung erleben.

4. Weitere Infos / Spenden und Kontonummer / Infomail
Informationen zur Arbeit in Myanmar gibt es auf unserer Homepage.
Dokumentierte und immer wieder aktuelle Infos gibt es in diesem Blog in der Kategorie: HelpyMyanmar.

Spenden sind über Paypal (oben rechts in der Seitenleiste) möglich, oder durch Überweisung auf das Bankkonto meiner Kirchengemeinde:
EFG Wiedenest // Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt // IBAN DE66 3845 0000 0000 1070 45 // BIC/Swift: WELADED1GMB // Zweck: HelpMy

Ich wünsche euch frohe Pfingsten – der Geburtstag der Kirche!

Euer Veit Claesberg
(Pastoralreferent der EFG Wiedenest und Koordinator des Projektes HelpMy)