„Glaube am Montag“ – in der Ortsgemeinde umgesetzt

Diesen Artikel habe ich für das Magazin „Boxenstop“ geschrieben, das im Rahmen der Initiative „Glaube am Montag“ gerade erschienen ist: 

(c) Fotos by Harald Schuler

Hingehen – und Gottes Liebe leben

Das Jahr 2012 stand in unserer Gemeinde unter der großen Überschrift „Hingehen – und Gottes Liebe leben“. Als Gemeindeleitung hatten wir schon im Jahr 2008 im Rahmen unserer Drei-Jahres-Ausrichtung dieses Thema festgelegt. Glaube am Montag kam uns dazu wie gerufen.

Wir sind eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde mit ca. 350 Mitgliedern und haben unser Gemeindehaus am Anfang des oberen Dörspetales in Wiedenest. In den letzten Jahren haben wir mehr und mehr ein Anliegen für unseren Ort bekommen. Gleichzeitig ist uns wichtig geworden, dass wir als Gemeinde auch ein Ort des Auftankens und der Sendung sind. Und diese Sendung findet jeden Sonntag neu statt. Wir kommen gemeinsam zum Gottesdienst zusammen, beten Gott an, feiern ihn, hören auf sein Wort und werden „zurück“gesandt in den Alltag. Dort sind wir unterwegs als Nachfolgerinnen und Nachfolger und gehen zur Arbeit, sind Nachbarn, arbeiten in Vereinen mit, engagieren uns sozial, machen Sport und sind ein Teil der Gesellschaft. Und genau dieser Gedanke wird durch „Glaube am Montag“ verstärkt.

Natürlich Salz und Licht sein
Wir wollten 2012 unsere Gemeinde mit dem Anliegen durchdringen, dass wir als Nachfolgerinnen und Nachfolger von Jesus ganz natürlich Salz und Licht sind – überall, wo wir sind. Wir haben daher keine großen evangelistischen oder diakonischen Aktionen geplant, was ja auch zu unserem Jahresmotto „hingehen“ gepasst hätte. Wir haben uns dafür entschieden, auf der Bewusstseinsebene anzusetzen.

Deswegen wurden verschiedene Predigtreihen anhand von „hingehen“ und Glaube am Montag durchgeführt und vorbereitet, z.B. „hingehen persönlich“, „hingehen als EFG Wiedenest“, „Christsein in der Gesellschaft“ oder wichtige Texte aus der Apostelgeschichte. Somit haben wir den Gedanken, dass wir mitten im Leben Jesus nachfolgen, ein Jahr über Predigten wach halten können. Bei der ersten Predigtreihe im Januar 2012 bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Lesezeichen mit Raum für Notizen. Es wurde dazu aufgefordert, Personen und Möglichkeiten im alltäglichen Umfeld zu notieren, um für Gelegenheiten zu beten, den Glauben zu bezeugen.

Gleichzeitig wurde das ganze Gemeindehaus mit bunten Schuhen dekoriert, die an unseren Auftrag im normalen Leben erinnern. Zusätzlich wurde im Foyer die „Lichtpostkarte“ von unserem Hausmeister als Lichtsäule nachgebaut und mit einer Schalterfunktion ausgestattet. Jeder Besucher kann nun durch drücken des Schalters „nachsehen“, was Glaube am Montag bedeutet. Gleichzeitig haben wir unser „hingehen“-Jahreslogo mit dem Logo von „Glaube am Montag“ verziert. Und natürlich wurde auch in unserem Gemeindebrief über das Thema geschrieben.

Der Auftrag geht weiter
All das haben wir auch 2013 weiter fortgeführt. Denn der Auftrag ist ja nicht vorbei. Wir haben unser Jahr mit einer dreiteiligen Gottesdienstreihe gestartet: Als Jüngerin und Jünger Jesus nachfolgen: in der Nachbarschaft – in der Familie – an der Uni, in der Schule, im Beruf. Für zwei dieser Predigten hatten wir unsere Lichtsäule vorne auf der Bühne stehen und die Lichtpostkarte wurde an jeden Gottesdienstbesucher verteilt.

Die Initiative „Glaube am Montag“ hat also unsere eigene Initiative „hingehen“ bereichert. Das hat uns noch mehr motiviert und unser Anliegen flankiert. Besonders für die Lichter-Postkarte waren wir sehr dankbar. Wir bleiben an dem Thema dran. Weil wir Salz und Licht sind (Mt. 5,16).

Gedankenanstoß: Folgen – Leben mit Jesus hat (praktische) Folgen

Diesen Artikel habe ich für unsere neueste Ausgabe von Gemeinde Aktuell in der EFG Wiedenest geschrieben:

Christoph Zehendner hat in den 90er Jahren ein Lied geschrieben, dass obigen Titel hat. Der Refrain lautet: „Folgen Leben mit Jesus hat Folgen. Die alten Pläne und Ideen zähln nicht mehr. Folgen komm, wir wollen ihm folgen. Sein Weg ist gut. Wir gehen hinter her.“
Das Lied war der Titelsong des Christivals 1996 in Dresden. Dieses Lied ist melodisch und rythmisch zwar nie zu meinen Lieblingsliedern wurde, aber textlich gefällt es mir sehr. Oder sagen wir es so: Es fordert mich heraus. Und ich glaube es ist in seinen Aussagen noch immer aktuell. In Strophe 1 thematisiert Zehendner dass Nachfolge auch bedeutet, die Nöte unserer Umgebung zu lindern. „Folgen heißt zu lernen, von sich selbst wegzusehn. Die Not der Welt erkennen und mutig loszugehn.“

In Strophe 2 geht es darum das große Ziel Gottes in den Blick zu nehmen. Und dazu gehört es, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen.
In Strophe 3 geht es dann ums Opfern: „Folgen heißt zu opfern, was lebenswichtig scheint, heißt manches aufzugeben, was man zu brauchen meint. Heißt viel mehr zu gewinnen, als man verloren hat. Zum Leben durchzudringen – so wie es Jesus tat!“
Textlich ein radikales Lied, weil es unseren Lebensstil auf den Kopf stellen kann, wenn wir tun, was wir singen.
Und von der Bibel her ist es einwandfrei abgedeckt. Jesus sagt in Matthäus 16,24-26: „Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Wer mir folgen will, muss sich und seine Wünsche aufgeben, sein Kreuz auf sich nehmen und auf meinem Weg hinter mir hergehen. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Aber wer sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert? Womit will er es dann zurückkaufen?

Das Leben mit Jesus hat also unmittelbare Auswirkung auf unseren Lebensstil und unseren Alltag. Es bedeutet einmal, dass wir auf eine bessere Welt warten, aber es bedeutet eben auch, dass wir aktiv als Nachfolger in unserem Alltag leben. In Beruf und Schule, in der Familie und in der Nachbarschaft. Weil uns das als Gemeinde wichtig ist, hatten wir zum Start des Jahres die Themenreihe „Als Jünger und Jüngerin Jesus nachfolgen.“ Dabei haben wir drei Bereiche der Nachfolge abgedeckt. Es gibt natürlich noch mehr Bereiche. Wir müssten z.B. noch über unser Konsum- und Kaufverhalten nachdenken. Jede Nachfolgerin von Jesus und jeder Nachfolger ist gefragt, wie er Jesus in seinem Leben Herr sein lässt.

Genauso stellt sich für uns natürlich die Frage auch als Gemeinde Wiedenest. Wie folgen wir als Organisation Jesus nach? Was bedeutet es für uns als Organismus sein Kreuz auf sich zu nehmen? Das sind Fragen, die man nicht mal eben so beantworten kann? Und an manchen Stellen sind sie auch schon beantwortet. Und an diesen Fragen sind wir als Gemeindeleitung dran.
Unter anderem bewegt mich im Moment stark, wie wir uns als Gemeinde im Oberen Dörspetal einbringen. Wir haben jetzt die Anfrage bekommen ob wir mit bei der Volkstrauertragveranstaltung mitwirken. Ich denke wir sollten das tun. Es ist wichtig, dass wir den Opfer gedenken und vor neuer Gewalt mahnen. Wer würde hier mitmachen? Klar, dass kostet Zeit. Aber Einsatz kostet eben.
Welche Nöte sehen wir in unserem Ort und wie reagieren wir darauf. Oder was läuft schon an Gutem und müsste von uns unterstützt werden?
Als Gemeinde haben wir auch einen Lebensstil. Dieser Lebensstil hat Auswirkungen auf andere Menschen und auf unsere Umwelt.  Wir haben daher mittlerweile unseren Gemeindekaffee auf ein Transfair-Produkt umgestellt. Im Moment checken wir gerade ob es auch fair gehandelten Tee gibt, den wir als Gemeinde kaufen können. Klar, dass kostet mehr Geld. Aber Ethik kostet eben. Dasselbe würde auch für grünen Strom gelten.
Im Grunde ist es doch so: Seit dem Sündenfall ist die Schöpfung total kaputt. Da ist ein schwerer Virus in der Schöpfung. In der Natur, in Beziehungen, im Körper, in Familien, in Gesellschaften,… Der Sündenfall war nicht ein kleiner Unfall, sondern der Super-GAU (Größter anzunehmender Unfall).  Mit dem Anbrechen des Reiches Gottes durch Jesus Christus gibt es wieder Hoffnung. Jesus hat den GAU überwunden. Hoffnung die erst richtig realisiert wird, wenn der König kommt und seine Herrschaft aufrichtet. Darauf hoffen und warten wir. Bis dahin beten wir, dass sein Reich komme. Und gleichzeitig ist sie schon realisiert, denn das Reich Gottes ist ja mitten unter uns (Lukas 17,21). Und wir dürfen und sollen schon jetzt als Bürger dieses neuen Reiches hier auf der Erde Hoffnung bringen, leben und ausstrahlen. In Worten und Taten. In allen Lebensbereichen. An allen Ecken und Enden.

Anstrengend? Allerdings. Aber wir haben ja auch einen Geist der Kraft. Wenn wir nachfolgen hat das Folgen. Daran hat mich das Lied von Christoph Zehender wieder erinnert. Und auch die Themenreihe im Januar. Ich will als Person, als Familie und als Teil der Gemeinde meinen Beitrag bringen. Unverkrampft und mit Blick auf Jesus, den Anfänger und Vollender meines Glaubens und meiner Nachfolge.

2013.03_Gemeindebrief_EFGWiedenest_Nachfolge hat Folgen

Konzepte um nicht den Advent zu verpennen und nicht Weihnachten unterm Baum zu entscheiden

Jetzt geht sie los: Die Advents- und Weihnachtszeit.

Links ein Bild von unserem Familien-Kult-Weihnachtsbaum 2011. Das Bild hat es in die best-of geschafft. Aufgrund unseres Umzugs Ende Dezember hatten wir 2011 keinen gekauft. Meine 8-jährige Tochter fand das schrecklich. Also hat sie selbst eine Mini-Tanne aus dem Wald besorgt und geschmückt.

Selten gibt es eine Jahreszeit in der (hoffentlich) so viel gute Nachrichten (also das Evangelium) verkündet wird, wie rund um Weihnachten. Schließlich hat Jesus Christus Geburtstag.

Ich habe hier mal ein paar Sachen zusammengestellt, die euch bei der Vorbereitung von Andachten oder Predigten inspirieren können:

Ganz neu gibt es meine Predigt am Heiligen Abend vom letzten Jahr:

Hier ein paar Konzepte zum Advent:

Hier welche zu Weihnachten, bzw. Heiligabend:

Falls ihr dieses Jahr was vorbereiten müsst wüsnche ich Gottes Segen, gute Ideen und viel Inspiration.

veitc.de ist komplett runderneuert

Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

nach über 1,5 Jahren gibt es nun wieder ein Update von www.veitc.de. Und dieses Update hat es in sich, denn veitc.de hat sich neu erfunden. In diesem Beitrag gibt es alle Informationen.

neu: veitc.de ist jetzt auch ein Blog
veitc.de ist nicht mehr nur eine Konzeptseite sondern auch ein Blog. Mehrmals im Monat stelle ich neue Inhalte und Gedanken ein, immer als Inspiration für Leiter und Verkündiger.  Es gibt grundsätzlich fünf Rubriken: Leitung, Verkündigung, Kirche/Gemeinde, Rezensionen, Alles Andere.

neu: Rubrik Buchrezensionen
Die Seite bietet als neues Angebot Rezensionen von Büchern rund um die Themen Leitung, Verkündigung und Kirche/Gemeinde. Manche Rezensionen sind kleine Zusammenfassungen, so dass man ein gutes Buch „mal eben“ anlesen kann und dabei die wichtigsten Inhalte erfasst.

neu: Vernetzung mit Podcast und Videos
Einige Predigten liegen als Podcast oder Video vor. Daher hat veitc.de jetzt auch einen Rubrik, die direkt auf diese Predigten verlinkt: https://www.veitc.de/audio/

neu: Das Design
Endlich – nach über 10 Jahren – habe ich das Programm gewechselt. Word hat ausgedient. Ich arbeite nun mit wordpress. Das ist einfacher, schneller, aktueller und schicker.

neu: Vernetzung mit Facebook und Twitter
veitc.de ist ab sofort mit twitter vernetzt. Unter @reverend_veit kann man mir eine Nachricht senden oder mir folgen.
Ebenso gibt es eine Vernetzung mit Facebook unter www.facebook.de/veitc.de.

neu: Noch weitere Veränderungen
In veitc.de ist jetzt die Website www.apostolicum.de integriert worden.
veitc.de ist auch über www.derpastoralreferent.de und www.claesberg.de erreichbar.
Außerdem habe ich nun meine Termine integriert.
Und ein Teil der Angebote sind auch in Englisch verfügbar.
Auch die Links zur Jugendarbeit sind weiter verfügbar und ist die einzige Rubrik die noch von der alten Seite übrig ist und noch aus Zeiten stammt, bei dem Linksammlungen eine Rolle spielten und google noch in den Anfängen war. Die Rubrik wurde ausgemistet und mit acht neuen Links angefüllt.

neu: Neue Zugangsdaten
Für die geschützten Konzepte: Benutzername: siehe unten
Für die geschützten Unterrichtsskripte: bitte ein Mail an webmaster@veitc.de mit Name, Gebrauchsangabe und Gemeinde/Kirche

Und schließlich zu dem was veitc.de schon seit über 10 Jahren auszeichnet: die neuen Konzepte. Momentan ist die Rekordzahl von 335 Konzepte online. Neu dazugekommen sind:

  • Drei Textandachten aus dem Neuen Testament in der Rubrik Andachten
  • Eine Bibelarbeit aus dem Neuen Testament in der Rubrik Bibelarbeiten
  • Fünf Thematische Konzepte in der Rubik in der Rubrik Event- und Freizeitarbeit
  • Eine Moderation zum Abendmahl in der Rubrik Moderationen
  • Vier AT Textpredigten in der Rubrik Predigten
  • Vier NT Textpredigten in der Rubrik Predigten
  • Zwei Themenpredigten in der Rubrik Predigten
  • Eine hermeneutische Ausarbeitung in der Rubrik Specials
  • Vier Unterrichtsskripte und vier Updates zur Jugendarbeit in der Rubrik Unterrichtsskripte

Besonders hinweisen möchte ich auf die Ausarbeitung So – oder auch anders. Das Schriftverständnis im BEFG und mein eigenes Bibelverständnis. Die Arbeit wurde mit gut benotet und hat mir sehr viel für mein eigenes Bibelverständnis gebracht.

Ich wünsche euch einen super Herbst und Gottes Segen für eure Arbeit im Reich Gottes.

Gruß aus Kleinwiedenest,
euer Veit

Das PROCESS-Prinzip zur Mitarbeitergewinnung

Wie kann man eigentlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die ehrenamtliche Gemeinde(jugend)arbeit gewinnen? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die ein Anliegen für den Bau des Reiches Gottes haben.
Ich habe dazu für eine Mitarbeiter-Fortbildung das PROCESS-Prinzip entwickelt

P.R.O.C.E.S.S.

  • P.ray / bete
  • R.ealize / realisiere
  • O.bserve / beobachte
  • C.all / berufe
  • E.xplain / erkläre
  • S.ave / sichere
  • S.ponsor / fördere

Das Skript dazu gibt es als RAW-pdf-Version hier als Anhang.
12VS_PROCESS-Prinzip_MA-Gewinnung_rawversion