Gutes Zitat Nr. 38 / Brilliant Quote No. 38

“Denn ich verkünde nicht mich selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn. Ich selbst komme nur als euer Diener in Betracht, und das bin ich, weil ich Christus diene.”

You see, we don’t go around preaching about ourselves. We preach Jesus Christ is Lord, and we ourselves are your servants vor Jesus’ sake.”

Der Apostel Paulus von Tarsus, an die Gemeinde in Korinth, 2Kor 4,5 (GNB)
The Apostle Paul of Tarsus, to the church in Corinth, 2 Cor 4:5 (NLT)

Gutes Zitat Nr. 36 / Brilliant Quote No. 36

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„Führen ist Macht nutzen, um Menschen zu dienen.“

“Leading is to use power to serve people.”

aus Wright, Walter C., Der Beziehungsfaktor – Mitarbeiterorientiert führen. Ziele gemeinsam erreichen, Gießen: Brunnen Verlag 2003, Seite 245

Gutes Zitat Nr. 30 / Brilliant Quote No. 30

IMG_1265_klein„Wenn sie den Dienst der Versöhnung tun, arbeiten Führungskräfte mit Jesus zusammen. Jede Versöhnung ist in seinem Interesse.“

“If leaders do the ministry of reconciliation they work together with Jesus. Each reconciliation is in his interest.”

aus: Stockmayer, Johannes, Selig sind die Friedensstifter – Konflikttraining für christliche Führungskräfte, Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn 2004, Seite 74

Rezension (Anregungen aus): Abenteuer Familie im Dienst

Anregungen aus:familie imDienst
Frész Andreas & Angela, Abenteuer Familie im Dienst, Harpenden: Great Commission Distribution Limited 2008
4 von 5 Punkten  / 171 Seiten / 11,95€

Dieses Buch ist bewusst für Familien geschrieben, die im hauptberuflichen Dienst im Reich Gottes unterwegs sind – und zwar in der Weise, dass die Arbeit die ganze Familie deutlich beeinflusst. Die Autoren sind für die Familienarbeit bei JMEM Europa verantwortlich
Es ist als Kursbuch aufgebaut, dass in 8 Einheiten unterteilt ist. Die Einheiten beinhalten  einen inhaltlichen Teil zum jeweiligen Thema, Anregungen zum Gespräch, teilweise Fragebögen und Checklisten und Beispiele von Familien im hauptamtlichen Dienst weltweit.
Eine empfehlenswertes Buch für hauptamtliche Mitarbeiter im Reich Gottes.
In meiner Rezension bringe ich einfach zu den einzelnen Kapiteln Zitate, die mir wichtig erscheinen:

Aus dem Vorwort (:5f)
„Als >Familien im Dienst< sind wir Teil unserer Gesellschaft und haben die Chance und die Aufgabe, mittendrin unsere Ehe zu leben und unsere Kinder zu erziehen.“ (:5)
„Wer offensiv das Reich Gottes vorantreibt, steht an der geistlichen Frontlinie.“ (:5)
„Auch für unsere Ehen und Familien gilt das Prinzip von Saat und Ernte.“ (:5)
Einheit 1: Familie – Gottes Erfolgsmodell
„Eine gelungene Ehe zeigt einer gefallenen Welt den Schöpfer, der ihr die Versöhnung anbietet“ (:16)
„Teamarbeit ermöglicht, dass gewöhnliche Menschen außergewöhnliche Resultate erreichen.“ (:17)
„Als Ehepaar-Team gehen wir durch verschiedenen Phasen, die ihre jeweils eigene Dynamik haben. … wir … haben … mehr oder weniger Kapazität und Freiraum für den Dienst nach außen.“ (:18)
„Wir können keinen Phase überspringen – aber jede verpassen.“ (:18f)
„Ob Arbeit bezahlt wird oder nicht, sagt nichts über ihren Wert aus. Vieles, was in Familien und im Ehrenamt geleitstet wird, ist sehr wichtig und trägt wesentlich zum Gelingen unseres Gemeinwesens bei. Gott hat versprochen, dass er uns, wenn wir nach seinem Reich trachten, mit allem versorgen wird was wir brauchen.“ (:32)

Einheit 2 – Der tägliche K(r)ampf um Zeit und Prioritäten
„In einer funktionierenden Familie wird über lange Zeit eine enorme Leistung erbracht. Zwar wird diese Leistung von der Gesellschaft wenig anerkannt, aber ohne sie würden Gemeinwesen nicht funktionieren. … Als Eltern brauchen wir die tiefe Überzeugung, dass unsere Aufgabe absolut wichtig und unersetzlich ist. Sie wird uns motivieren, unsere Prioritäten richtig zu setzen und den Marathon >Kindererziehung< erfolgreich zu laufen.“ (:37)
„Familie ist DIE >Jüngerschaftsschule< für unsere Kinder und beeinflusst die kommenden Generationen. … Sie wird auch noch die übernächste Generation beeinflussen.“ (:37)
„Sich mit anderen zu vergleichen ist oft wenig hiflreich. Und manchmal braucht es >den Mut zur Lücke< (z.B. >Die Fenster werden jetzt noch nicht geputzt und ich stehe dazu<).“ (41)
„Wir schlagen vor, das an oberste Stelle zu setzen, was die höchste Rendite für unsere Lebensinvestition verspricht. … Was zählt langfristig – in 10, 20, 100 Jahren? Wo bin ich ersetzbar? Wozu habe ich mich vor Gott verpflichtet?“ (:41)

Einheit 3 – Liebe braucht eine Sprache
„Das Gegenteil von dem, was wir als >Liebe< verstehen, wird als Ablehnung und Zurückweisung empfunden.“ (:55)
„Zu lieben ist eine Aktion, zu der ich mich entschließe.“ (:56)
„Die Beziehungen zu unseren Geschwistern sind häufig die längsten unseres Lebens.“ (:58)

Einheit 4 – Starke Familien leben mit Gott
Starke These – in der Theorie stimme ich ihr zu. In der Praxis erlebe ich auch andere Geschichten: „Familien, die Gott kennen und mit ihm leben, sind besser dran als solche, die ihn nicht kennen und die nicht mit ihm leben. Sie haben die Sinnfrage geklärt und eine klare Werte-Orientierung gibt ihnen Sicherheit. Sie haben die besten Voraussetzungen Krisen zu bewältigen, weil sie Zugang zur Kraft Gottes haben und eine Hoffnung, die über das diesseitige Leben hinausgeht. Außerdem sind sie durch eine Gemeinde an ein Beziehungsnetz angeschlossen, das ihnen Rückhalt und Unterstützung bietet. Familien, die Gott kennen, wissen: Gott ist da. Er wacht über uns, sorgt für uns, liebt und leitet uns.“ (:75)
„Als Eltern und Leiter unserer Familie sind wir zuständig, unsere Kinder geistlich zu fördern und ihnen den Glauben vorzuleben. Wir sind das Modell, an dem sie sich orientieren.“ (:76)

Einheit 5 – Stress und Krisen bewältigen
„Good morning – this is God! I will be handling all your problems today. I will not need your help. So, have a good day!” (:98) – Phil 4,6-8
„Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Familie nicht überfordern und nicht unsere Leistungsfähigkeit gefährden, weil wir auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen wollen. … Das einzige, was hilft unser Lebenstempo zu drosseln ist, Aktivitäten zu streichen und an der richtigen Stelle >Nein< zu sagen.“ (:98)

Einheit 6 – Wir sind so verschieden! Unterschiedlichkeit und Konflikte konstruktiv bewältigen
„Unsere Einstellung zur Kindererziehung wird in der Herkunftsfamilie geprägt. Wir haben unsere Eltern beobachtet, machen eigenen Erfahrungen und gewinnen Überzeugungen.“ (:116)
„Wer mehrere Kinder hat, dem ist wahrscheinlich aufgefallen, dass er sich mit dem einen Kind besser versteht als mit dem anderen. Das ist normal. … Deswegen ist es wichtig, sich die Stärken jedes Familienmitglieds bewusst zu machen und diese zu bestätigen.“ (:119)
„Weil wir im Ärger manchmal Dinge tun oder sagen, für die wir uns später schämen, liegt der Gedanken nahe Zorn sei Sünde. Zorn ist jedoch ein normales Gefühl wie Freude oder Trauer und damit erst einmal wertneutral. Er ist sogar die gesunde emotionale Reaktion auf Ungerechtigkeit. Erst wenn wir andere missachten oder verletzen, kommt Sünde ins Spiel.“ (:121f)

Einheit 7 – Als Familie im Dienst
Inhalte: u.a. Kinder einbeziehen, Berufung der Kids erkennen und fördern, Gebet füreinander

Einheit 8 – „Dafür wollen wir bekannt sein“ – Vision und Ziele
„Als vollzeitliche oder ehrenamtliche Mitarbeiter einer Gemeinde order einer christlichen Organisation haben wir eine Vision und Ziele für unseren Dienst – sonst wären wir nicht an diesem Platz. Aber haben wir auch eine Vision und Ziele für unsere Familie?“ (:160)
„Is uns bewusst, dass uns Gott durch unsere Kinder die Möglichkeit gibt, die Zukunft zu beeinflussen?“ (:160)
„Ausgewertete Erfahrung ist der beste Lehrer.“ (:169)

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Gutes Zitat Nr. 13 / Brilliant Quote No. 13

SAMSUNG DIGITAL CAMERAVerkündigung ist Dienen, und wer dient, verkündigt.“

“Proclamation is service, and who serves proclaimed.”

Markus Müller (Trends 2016: 211)

100 Tage bin ich heute…

…Gemeindereferent, bzw. Pastoralreferent, bzw. Pastor, bzw. Reverend, bzw. hauptberuflicher Mitarbeiter in meiner Gemeinde, der EFG Wiedenest. Und ich muss sagen es fühlt sich gut an. Ich mag diese Gemeinde. Und sie hat soviel Potential. Und es läuft so viel Gutes in dieser Gemeinde. Und Gottes Reich kommt durch diese Gemeinde.

In diesen 100 Tagen habe ich bereits einiges gelernt und einiges ist mir wieder neu deutlich geworden. Hier mal lose zusammengeschrieben:

  • Fängst du wie ich in “deiner eigenen” Gemeinde als hauptberuflicher Mitarbeiter an, ist der Berufungsprozess besonders spannend. “Alle” kennen dich, du kennst “alle” oder meinst das zumindest. Jeder kennt deine Stärken aber auch deine Schwächen.
  • Was ich vorher ehrenamtlich geleistet habe ist jetzt plötzlich mein Beruf. Für ehrenamtlichen Einsatz ist am in einer Gemeinde dankbar und wenn ich nicht mehr wollte habe ich ihn eingestellt. Nun werde ich bezahlt. Ich “muss” also auch Leistung bringen. Das fühlt sich anders an, ist aber nicht schlimm.
  • Kommst du wie ich aus einem christlichen Werk und einer überörtlichen Tätigkeit in eine Ortsgemeinde musst du dich an die neue Kultur gewöhnen. Die Arbeitskultur in einem christlichen Werk gleicht mehr einer Firma. Eine Gemeinde ist mehr ein Beziehungsnetzwerk. Ich hatte tatsächlich nach ca. 80 Tagen eine Art kleinen Kultur-Schock, den man auch von Missionaren kennt.
  • Ich war vorher andauernd unterwegs. Jede Woche sah anders aus. Ich hatte einen ganz anderen Lebensrythmus. Jetzt lebe ich wesentlich rythmitisierter. Das tut gut und ist familienfreundlich.
  • In der Gemeindearbeit ist alles direkter. Als überörtlicher Referent fliegst du ein und fliegst wieder aus. Ob deine Veranstaltungen besucht werden oder nicht entscheidet letzlich auch der “Markt”, bei allem geistlichen Anspruch den eine christliche Organisation hat und braucht. In der Gemeinde gehören die Leute dazu, weil sie zur Gemeinde gehören. Das ist unmittelbarer und unausweichlicher. Eine Gemeinde ist wie eine Herde. Eine christliche Organisation wie ein Hirtendienstleister mit Material, Beratung und Austauschtreffen.
  • Als überörtlicher Jugendreferent produzierst du eine super Predigt und hältst die an verschiedenen Orten. In der Gemeinde musst du vielmehr geistliche Impulse erarbeiten. Das fordert dich viel mehr und öfters. Ist aber cool.
  • Der Wechsel aus der Jugendarbeit ist natürlich auch zu spüren. Aber wir haben in unserer Gemeinde auch sehr viele Jugendliche.
  • Leute besuchen macht Spaß. Gerade ältere Leute freuen sich, backen Kuchen und man hört sehr bewegende und interessante Lebensgeschichten. Gott hat eine Menge Spuren in Biographien hinterlassen.
  • Was ich auch noch mal feststelle: eine Gemeinde ist selbstständig und entwickelt sich selbstständig. Ich glaube konfessionelle Verbände sind wichtig, werden aber von ihren Funktionären manchmal überschätzt. Verbände arbeiten vor allen Dingen im Auftrag der Gemeinden und müssen diesen Auftrag im Blick behalten. Sie dürfen sich nicht auf der gemeinsamen konfessionellen DNA ausruhen. Dafür ist es wichtig, dass die Gemeinden den Auftrag der Verbände definieren. Das dürfte ein spannender Prozess werden.
  • Die Orstgemeinde kann/soll als Organisation wirklich einen direkten Beitrag für ihren Ort haben und in den Ort wirken. Diesen Auftrag in meinem Ort zu finden ist ein spannender Prozess. Gemeinde ist ein SEK Gottes.
  • Eine Ortsgemeinde ist aber nicht nur eine Organisation, sondern ein Organismus und sendet Menschen jede Woche aus in den Alltag. Gemeinde ist daher auch Tankstelle.
  • Und Gemeinde muss auch eine Gemeinschaft sein, die dich trägt. Es ist ein Netzwerk, ein doppelter Boden, in den man fallen kann, wenn eigene Seile reichen. Und Gemeinschaft darf auch Spaß machen.

Wahnsinning froh bin ich, dass wir hier zu dritt im Team + Leitungsteam (Älteste) + EGL (Diakone) arbeiten. Das ist beruhigend, nordend, flankierend, motivierend, entlastend, bereichernd. I like it.