Empfehlung: Artikelserie zum Postevangelikalismus

Wer sich mit den Strömungen des Postevangelikalismus auseinandersetzen möchte und nach überzeugenden Argumenten gegen deren Thesen sucht, dem empfehle ich die Artikelserie des Forum Wiedenest e. V.

Bis heute wurden bereits sechs Artikel online veröffentlicht:

  1. Noahs Arche und das progressive Christentum, von Ulrich Neuenhausen
  2. Dekonstruktion – Zerstörung oder Rettung des Glaubens?, von Cedric Großmann und Benjamin Carstens
  3. Die Kritik der Post-Evangelikalen, von Christopher Orth
  4. Wie die Auferstehung mein Bibelverständnis prägt, von Benjamin Thull
  5. Streit um die Bedeutung des Kreuzes, von Joachim Schuster
  6. Die Schönheit der Selbstverleugnung, von Benjamin Thull

Update 13.03.2024, Artikel 6

Gutes Zitat Nr. 63: Missio Dei

„Als solche ist Gemeinde Jesu Christi aber nicht für sich selbst da, sondern sie ist zwischen Pfingsten und der Wiederkunft Christi hineingenommen in die große Missio Dei, die Ausbreitung des Reiches Gottes in dieser Weltzeit … Die Christenheit glaubt nicht an die Mission, sondern sie ist durch den Glauben Teil der Mission Dei. Kirche treibt nicht Mission, sondern sie ist Mission.“

Aus: Rust, Heinrich Christian 2013. Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlagen einer missionalen Pneumatologie, Seite 235

Mittagsgebet: High Noon

High Noon Image by Franz P. Sauerteig from PixabayEin Mittagsgebet kann eine liturgische Unterbrechung des Tages sein. So etwas kann man sehr gut als kirchliches Gremium praktizieren, um nach lauter Tagesordnungspunkten vor Gott zu kommen. Hier mal ein Vorschlag. Lieder sollte natürlich kontextbezogen ausgesucht sein.

Ordination von nicht-heterosexuell lebenden Menschen

Ordination von nicht-heterosexuell lebenden Menschen

In diesem Artikel stelle ich meine persönliche und aktuelle Meinung zu folgender Ausgangsfrage dar:

Sollte eine Kirche nicht-heterosexuelle (oder queere) Menschen zu Pastoren oder Pastorinnen (Diakone, Diakoninnen, Pastoralreferenten, Pastoralreferentinnen) ordinieren?

Die Frage, ob man nicht heterosexuell lebende Menschen ordinieren sollte oder nicht, bewegt gerade (seit 2022) den Bund freier evangelischer Gemeinden K.d.ö.R. (dazu hier ein Bericht) und hat bereits und wird auch noch andere Freikirchen bewegen. Sie wird auch im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R. (BEFG) aufkommen. Die Entwicklung in unserer Gesellschaft fordert dazu heraus, die Frage alsbald zu beantworten.
Da ich in einer Gemeinde innerhalb des BEFG tätig bin und bis Mai 2023 vier Jahre Mitglied des obersten Leitungsgremiums (Präsidium) meines Freikirchenbundes war, habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt. Diese Frage muss und darf eine Kirche oder ein Gemeindebund beantworten, da eine Kirche frei entscheiden kann, welche Voraussetzungen sie für die Ordination für bestimmte geistliche Ämtern ansieht.

Selbstverständlich leben wir in einem Land, wo jeder seine sexuelle Orientierung ausleben darf, wie er möchte, es sei denn Schutzbedürftige werden dadurch missbraucht. In den letzten Jahren sind dazu einige wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen worden. Besonders Gesetze, die Diskriminierung verhindern und verbieten, haben mich gefreut. Manchmal scheint mir dabei allerdings die Grenze nicht ganz klar definiert, ab wann Diskriminierung wirklich beginnt und bis wann eine abweichende Meinung zum gesellschaftlichen „Queerness-Trend“ toleriert werden sollte. Ich war auch nicht mit allen Gesetzen einverstanden, z. B. hätte ich mir gewünscht, dass die „Ehe für alle“ nicht gekommen wäre. Mir war die klare Unterscheidung vor der Gesetzesänderung zwischen einer Ehe zwischen Frau und Mann und einer gleichgeschlechtlichen eingetragen Partnerschaft lieber. Aber als Bürger eines demokratischen Staates, akzeptiere ich die parlamentarische Mehrheitsentscheidung in dieser Frage. Als Freikirchlicher akzeptiere ich sowieso in der Regel eher Freiheit als Einengung.

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