Update HelpMyanmar Januar 2017: Die Kirche wächst

Update HelpMyanmar / Januar 2017

„Brother, really the two preschools made the lives of children different. The two school impacted the lives of the slum children, and even their parents.“
Pastor D., Direktor der Arbeit in Yangon

Liebe Freunde, Beter und Unterstützer,

es freut mich, dass ich euch nach zwei Monaten wieder einen kleinen Einblick in die Arbeit in Myanmar geben kann. Ich finde es immer super schwer zu entscheiden, welche der vielen Berichte weiterzugeben sind. Es gibt so viele gute Geschichten und Gebetsanliegen. Diesmal sind es 2,5 Seiten geworden.
Ich danke euch für eure Unterstützung des Projektes, das mittlerweile aus drei Arbeitsbereichen besteht:

  • Kindergarten EINS – finanziert durch Spender, der EFG Wiedenest und der EFG Bergkamen
  • Kindergarten ZWEI – finanziert durch die Teilnehmer eines Charakterwochenende von der „4te-Musketier“
  • Gemeindegründung – finanziert durch gezielte Einzelspenden und der EFG Bergkamen
Ebi & Carola Rink

Durch eure Spenden aus Deutschland werden also jeden Werktag ca. 60 Kinder in christlichen Kindergärten geprägt, jeden Sonntag wird ein Gottesdienst für Slum-Bewohner abgehalten, es wird evangelisiert und 5 Angestellte in Myanmar werden bezahlt.
Sehr dankbar bin ich auch für die mich überraschende Initiative des Künstlerduos Carola & Ebi Rink (www.rink-music.de), die im Herbst auf ihren Konzerten Kollekten zugunsten der Arbeit in Myanmar gesammelt haben. Dadurch können wir bis Ende Februar nach jedem Sonntagsgottesdienst ein kostenloses Mittagessen für die Besucher anbieten. Ein Essen kostet ca. 25 €, für 50 Personen, als 0,50 € pro Person.

1. Entwicklung der Kindergärten EINS und ZWEI
Nach dem Überfall auf Kindergarten EINS im Herbst, konnten wir in Zusammenarbeit mit dem Vermieter in die Sicherheit des Gebäudes investieren. Es wurden dicke Sicherheitsgitter vor die Fenster geschraubt – nicht schön, aber effektiv (Foto 1+2).
Der Kindergarten ZWEI musste spontan umziehen, weil der Vermieter die Räume gekündigt hat. Die neuen Räume wurden erfolgreich eingerichtet (Foto 3) und ab Dezember lief der Betrieb reibungslos in den neuen Räumlichkeiten weiter (Foto 4).

Rund um Weihnachten wurde kräftig der Geburtstag von Jesus gefeiert. Die Kinder aus beiden Kindergärten haben einen Gruß nach Deutschland geschickt. Das Fest ist in einem Land, in der ca. 90 % der Bevölkerung Buddhisten sind, natürlich relativ unbekannt. Auch die Eltern der Kinder wurden eingeladen. Wir haben im Dezember deutlich mehr Geld für die Arbeit überwiesen, damit sinnvolle Geschenke für die Kinder als Weihnachtsgeschenke gekauft werden konnten.

Die Arbeit erstreckt sich auch auf die Slums in der Umgebung. Pastor D. und sein Team besuchen die Slum-Bewohner. Besonders schlimm hat es einen Bewohner getroffen, der durch einen Eisenbahnunfall beide Beine verlor. Er haust in einer Hütte, die nur aus alten Plastikflaschen gebaut wurde – wenn man so will eine Art selbstgebaute Sozialwohnung im Slum –  wo normalerweise „bessere Hütten“ gebaut werden. Leider hat sie auch kein richtiges Dach. Pastor D. ist es ein Anliegen, dass diese Leute Jesus Christus kennenlernen. Er schreibt: „Bitte bete, dass Gott ihre Seele und Herzen öffnet und sie verstehen, dass Gott sie liebt und Jesus sie retten will. Wir haben ihnen das Evangelium verkündigt. Bitte bete dafür, dass Gott sich um ihre Bedürfnisse kümmert und sie bald eine richtige Slum-Hütte bauen können, wie die anderen Slum-Bewohner und bitte bete für das tägliche Essen, was für sie total wichtig ist, um hier auf der Erde zu überleben.“

2. Entwicklung der neu gegründeten Gemeinde: Sechs Menschen haben sich für Jesus entschieden
Wie oben schon erwähnt versuchen wir sonntäglich ein Mittagessen nach dem Gottesdienst anzubieten (Bild 9). In den letzten Wochen war natürlich auch in der Gemeinde Weihnachten das bestimmende Thema. Die Gemeinde hat dann im Neujahrsgottesdienst gezielt Menschen dazu aufgerufen, Christen zu werden. Sechs Menschen haben sich für Jesus entschieden. „God added new believers“, schrieb Pastor D. freudig.

3. Ausblick: Kurzreise im Februar nach Yangon / Gebetsanliegen
Letzte Woche hat mir die ehrenamtliche Buchhalterin unserer Gemeinde den Projektkontoauszug für das Projekt „HelpMyanmar“ in die Hand gedrückt. Es sind in 2016 ca. 40.000 € für die drei Arbeiten in Yangon aus Deutschland gespendet worden. #dankbar

Im Februar werden wir für 7 Tage mit 4 Personen nach Yangon fliegen, um die Arbeit zu besuchen. Außer meine Reisekosten werden die anderen drei Flüge und Hotelübernachtungen natürlich nicht aus den Spendengeldern bezahlt. Unser Ziel ist es uns vor Ort ein Bild zu machen, wie die Arbeit läuft.
Außerdem habe ich mit 4M abgesprochen, eine 4M-Fahne im Kindergarten ZWEI aufzuhängen.

  • Bitte betet um Schutz für die Kindergärten und um Sicherheit, für das Personal und für den Pastor und seine Familie.
  • Bitte betet um Bewahrung der Teilnehmer der Projekt-Reise Ende Februar, bei der die Arbeit vor Ort besehen wird.
  • Bitte betet, dass die neue Gemeinde weiter wächst, in dem sich Menschen für Jesus entscheiden.
  • Bitte betet, dass auch um Kindergarten ZWEI eine Kirche/Gemeinde entstehen kann.
  • Bitte betet dafür, dass 2017 ein DRITTER Kindergarten entstehen kann.
  • Dankt mit für die guten Spendeneingänge für das Projekt im November und Dezember 2016.

Danke für euer Interesse.

Liebe Grüße, auch im Auftrag der Projektträger EFG Wiedenest und EFG Bergkamen,

euer Veit Claesberg

Projektträger in Deutschland:
In Deutschland: Ev.-Freik. Gemeinde Wiedenest, in Zusammenarbeit mit der Ev.-Freik. Gemeinde Bergkamen, im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, K.d.ö.R.
Bahnhofstr. 28, 51702 Bergneustadt, 02261 9130412 (Büro Veit Claesberg)

Unser Gemeindeseminar geht in die 7. Runde: Lernen für das Leben

GemeindeseminarAls Freikirche Wiedenest freuen wir uns, dass wir die 7. Staffel des Gemeindeseminars auflegen konnten. Der Flyer ist angehängt.

Wir haben u.a. einige interessante Seminare zu biblischen Büchern. Außerdem einen Fachvortrag zum Thema „Gefährdet Religion den Frieden“, mit Ralf Kaemper. Und eine besondere Veranstaltung mit dem „Wort zum Sonntag“-Sprecher Christian Rommert, für Paare. Weiter ein interessantes Angebot von Beate und Anna Babbel zum Mutter-Tochter Verhältnis.

Die Anmeldemöglichkeit ist auf unserer Homepage freigeschaltet.

Weihnachten geht es um Jesus / Christmas is about Jesus (Max Lucado)

„My dad, a man of few words, told my brother and me, “Boys, Christmas is about Jesus!” In one of those bedtime, book-time moments, somewhere between the fairy tales and the monkey with the lunch pail, I thought about what he had said. I began asking the Christmas questions, and I’ve been asking them ever since!

God knows what it’s like to be a human. When we talk to him about deadlines or tough times, he understands. He’s been there. He’s been here. Because of Bethlehem, we have a friend in Jesus. Christmas begins what Easter celebrates. The child in the cradle became the King on the cross. He doesn’t tell us, “Clean up before you come in.” He offers, “Come in and I’ll clean you up.” It’s not our grip on him that matters, but his grip on us! And his grip is sure!

From because of Bethlehem.“

Übersetzung/Übertragung:

„Mein Vater, ein Mann weniger Worte, erzählte meinem Bruder und mir: „Jungs, Weihnachten geht es um Jesus!“ In einer dieser Ins-Bett-Geh-Situationen mit Gute-Nacht-Geschichte-Gefühlen, irgendwo zwischen den Märchen und dem Affen mit der Lunchbox, dachte ich über die Aussage meines Vaters nach. Ich begann die Weihnachtsfrage zu stellen and stelle sie seitdem noch immer!

Gott weiß, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Wenn wir mit ihm über Terminvorgaben oder über harte Zeiten reden, versteht er uns. Er hat es auch erlebt. Er ist hier. Weil es Bethlehem gab, haben wir in Jesus Christus einen Freund.
An Heiligabend startet das, was wir Ostern feiern. Das Kind in der Krippe wird zum König am Kreuz. Er sagt uns nicht: „Mach dich sauber, bevor du zu mir kommst.“ Er macht ein Angebot: Komm zu mir und ich mach dich sauber! Es ist nicht unser Greifen nach ihm, das zählt, sondern sein Griff nach uns. Und dieses Griff ist mal sicher.

Einfach wegen Bethlehem! “

von Max Lucado: https://maxlucado.com/listen/christmas-is-about-jesus/

Gutes Zitat Nr. 35: Geistliche Leitung

Geistliche Leitung„Geistliche Leitung unterscheidet sich von ›normalen‹ Leitungshandeln in der Tiefe. Diese Tiefendimension erschließt sich jedoch nur im Glauben. Daran hängt alles! Geistiche Leitung kommt dann in allen Formen von Leitung zum Tragen. Sie ist also keine Sonderform, keine Spezialtechnik und kein Superadditum. Geistliche Leitung ist vielmehr die Essenz von Leitung.“

Peter Böhlemann & Michael Herbst, aus Geistlich leiten – Ein Handbuch, Seite 19

Einschätzung: Quantitative vs. qualitative empirische Forschung

Persönliche Einschätzung zu Chancen und Risiken der Kernströmungen empirischer Sozialforschung: Quantitative vs. qualitative Vorgehensweise (Vor-Hausaufgabe für den Kurs „Empirische Forschung“ bei der AcF.

Meiner persönlichen Einschätzung nach haben beide Methoden ihre Berechtigung. Es kommt auf den Forschungsgegenstand und auf die Person an, die die Forschung durchführt.
wikipedia erklärt(1) : „Häufig wird die quantitative Sozialforschung in den Sozialwissenschaften als Gegensatz zur qualitativen Sozialforschung gesehen. Wichtig ist dabei immer das eigene Erkenntnisinteresse, das die Auswahl der Methoden bestimmt.“

Für umfassende, große Trends, wie z.B. Wahlforschungen scheint mir die quantitative Vorgehensweise besser geeignet, weil sie – wie in diesem Fall – auf das Wahlverhalten einer ganzen Nation abzielt. Sicher ist dies auch im Bereich der Marktforschung hilfreich, wenn es um ganz bestimmtes Konsumverhalten geht.
Wird die Materie aber komplexer und will man im Detail in die Tiefe gehen, wird man an einer qualitativen Vorgehensweise nicht vorbei kommen. Dabei ist die persönliche Form des Interviews, wie sie von Kaufmann (Kaufmann 1999) empfohlen wird, für mich die favorisierte Methode.

Nach meiner Beobachtung werden heute oft beide Vorgehensweise miteinander kombiniert oder nebeneinander angewandt und dargestellt. So wurde z.B. bei der Erstellung der 16. Shell-Jugendstudie quantitativ (Massenerhebung von Daten zu bestimmten Fragen) und qualitativ (Einzelinterviews mit Jugendlichen) vorgegangen (2). Die Ergebnisse wurden dann verbunden und gemeinsam in der Zusammenfassung dargestellt. Dies nehme ich auch bei Wahlanalysen wahr, wenn die Analyse ins Detail geht und z.B. Wechselwähler porträtiert.

Literatur:
Kaufmann, Jean-Claude, Das versehende Interview, Konstanz 1999

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Methode#Qualitative_und_quantitative_Sozialforschung (12.07.2013)

[1] vgl. http://www.shell.de/aboutshell/our-commitment/shell-youth-study/about.html (12.07.2013): „Die 16. Shell Jugendstudie 2010 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.604 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus den alten und neuen Bundesländern, die von geschulten Infratest-Interviewern zu ihrer Lebenssituation und zu ihren Einstellungen und Orientierungen persönlich befragt wurden. Die Erhebung fand auf Grundlage eines standardisierten Fragebogens im Zeitraum von Mitte Januar bis Ende Februar 2010 statt. Im Rahmen der qualitativen Vertiefungsstudie wurden 20 Fallstudien auf der Basis von explorativen Interviews mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren durchgeführt.“