durchstarten 2014 / Predigtreihe zum Hebräerbrief

durchstarten2014

Im Januar und Februar 2014 hatten wir in der EFG Wiedenest eine Predigtreihe zum Hebräerbrief: durchstarten 2014. Hier der Teaser:

Ein neues Jahr. Jetzt geht es wieder los. Alles geht wieder los: Schule, Arbeit, Alltag, … Und immer noch sind die Tage kurz und die Nächte lang. Weihnachten und zwischen den Jahren hat man sich auch nicht richtig erholt … Aber es geht wieder los. Nützt ja nichts. Muss ja! Soll so!
Gibt es solche Gefühle auch bei der Nachfolge? Also beim Leben als Christ? Wir glauben schon. Im neuen Testament geht es im Brief an die hebräischen Christen um dieses Phänomen. Irgendwie ist ihre Nachfolge langweilig geworden, nicht mehr konsequent, fade. Und genau so soll es ja nicht sein. Im Brief wird deutlich: Es lohnt sich nach wie vor dem Sieger Jesus nachzufolgen – mit Haut und Haaren und mit aller Kraft. Und manchmal braucht man mal eine klare Ansage. Und der Schreiber des Briefes nimmt kein Blatt vor dem Mund. Wir haben fünf Texte für die Predigten ausgewählt.

Zur Reihe gab es fünf Textpredigten. Die zwei von mir gehaltenen Predigten habe ich im Blog und auf meinem Podcast veröffentlicht.
Hebr 1,1-4; 2,1-4 / an den Start gehen
Hebr 5,11-6,4 / aus dem Quark kommen
Hebr 12,1-4 / kämpfen und siegen
Hebr 12,12-17 / entschlossen starten
Hebr 13,1-6 / konkret durchstarten
Alle Predigten gibt es auf unserem Gemeinde-Podcast. 

Gutes Zitat Nr. 17 / Brilliant Quote No. 17: Meetings

Meetings„Meetings sind der Herzschlag eines jeden Teams. Ihr Verlauf zeigt, wie >gesund< die Gruppe ist und wie die Zusammenarbeit läuft.“

„Meetings are the heartbeat of any team. Their course show, how >healthy< the group ist and how the cooperation is going.“

Rainer Niermeyer, in Teams führen, Seite 87

Joh 15,18-16,4 / Wer bleibt kriegt Ärger

Neues Predigtkonzept online: Joh 15,18-16,4 / Wer bleibt kriegt Ärger

Jesus bereitet seine Nachfolger darauf vor, dass ihnen aufgrund ihres Bekenntnisses zu Jesus Hass entgegenschlagen wird. Konsequenter Gehorsam für Jesus bringt mit sich, dass Menschen uns ablehnen und sogar bekämpfen. Wer damit rechnet, ist darauf vorbereitet, dass es Ärger geben kann und wird und bei einem überraschenden und ungerechten Widerstand nicht eingeknickt wird. Die Missionsreise von Paulus ist gespickt mit diesen Erfahrungen. Letztlich fordert uns Jesus dazu heraus, gleiches wie er auf sich zu nehmen, um seine Zeugen hier in unserer Welt zu sein. Wie können wir das aus Liebe motiviert heraus leben? Was bedeutet dies für unsere Beziehung zu Menschen in unserem Umfeld, die Jesus nicht kennen?
Dazu eine Predigt mit Johannes 15,18-16,4 als Grundlage. Sie gibt es auch hier als Podcast.

Erfahrungen aus der Jugendarbeit Teil 1: Die Jahreskrise

Durch mehrjährige Begleitung von Jugendreferenten und auch aus meinem eigenen Erleben, habe ich die Feststellung gemacht, dass es im hauptberuflichen Dienst so etwas wie eine Jahreskrise gibt. Sie stellt sich nach ungefähr einem Jahr Dienst in einer Gemeinde oder Gemeindejugendarbeit ein. Dies kann auch für die ehrenamtliche Mitarbeit gelten. Unten habe ich mögliche Kennzeichen dieser Krise aufgeführt. Es sind lauter Mini-Krisen. Nicht alle müssen auf jeden zutreffen.

Die Jahreskrise

  • Zufriedenheitskrise: Man spürt selbst eine eigene Unzufriedenheit. Man kann sie nicht ganz greifen. Hier muss man definieren, wo sie genau herkommt. Definiere deine Unzufriedenheit und gehe sie an!
  • Mitarbeiterkrise: Einige Mitarbeiter verlassen das Team. Sie waren vor einem selbst da. Verabschiede gehende Mitarbeiter würdig!
  • Teamkrise: Gleichzeitig hat man vielleicht auch schon neue Mitarbeiter für Teams gewonnen. Außerdem haben sich ältere Mitarbeiter zu dir als neuen Leiter gestellt. Später dazugekommene Mitarbeiter wollen durchstarten. Starte mit deinem Team neu durch und entwickle gemeinsame Ziele!
  • Strategiekrise: Einige Konzepte des Vorgängers laufen nicht mehr. Es sind also nicht die eigenen Konzepte, die man entwickelt hat, sondern übernommene Konzepte. Einige kann man adaptieren. Andere muss man über Bord werfen. Irgendwas Neues muss her. Aber was? Es ist Zeit, eigenen Konzepte zu entwickeln. Gehe mutig voran!
  • Zielkrise: Einige Ziele des ersten Jahres sind erreicht. Was kommt nun? Definiere neue Ziele für dich (und dein Team, s.o.)!
  • Rollenkrise: Man ist angekommen? Was genau ist jetzt die Rolle? Wurde sie schon definiert? Ist man mit der definierten Rolle glücklich? Oder muss man seine Rolle neu definieren? Durchdenke deine Rolle und spreche mit deinem Vorgesetzten über deine Rolle!
  • Ermutigungskrise: Die Anfangserfolge, in der man als Neuer noch viel Lob bekommt, sind verpufft. Jetzt wird Lob und Ermutigung seltener. Gleiche also deine Arbeit jetzt mit den eigenen Zielen ab. Frage deine Vorgesetzten, ob sie zufrieden sind. Lebe unabhängiger vom Lob!
  • Geistliche Krise: Es kann sein, dass die eigene Beziehung zu Jesus vernachlässigt wurde. Man hat nur noch für Jesus gearbeitet, aber nicht mehr mit ihm sein Leben gelebt. Erneuere deine Beziehung zu Jesus!
  • Sendungskrise: Eigentlich ist klar, dass man hauptberuflich in der Kirche arbeiten soll. Aber ist die aktuelle Stelle, also die aktuelle Sendung, der richtige Platz? Diese Frage muss beantwortet werden, bevor man in eine Berufungskrise schlittert.
  • Berufungskrise: Man fragt sich, ob der „neue Job“ wirklich der Job ist, der zu einem passt, wo Gott einen hingestellt hat und wie lange man ihn machen will. Beantworte diese Fragen ehrlich! Beachte dabei: Gerade bei Berufseinsteigern ist der Kontext, also das Setting der Stelle, ganz entscheidend. Wenn du den Eindruck hast, du bist evtl. gar nicht für den hauptberuflichen Dienst geeignet, dann frage dich auch, ob es nicht am Setting der Stelle liegen könnte. Sind die Rahmenbedingungen günstig? Suche dir einen neutralen Coach!

Oft überwindet man die Krise. Wenn nicht, wechselt man vielleicht nach einem weiteren Jahr die Stelle. Manchmal steigen Menschen sogar ganz aus dem geistlichen Dienst aus. Dies kann daran liegen, dass man wirklich nicht davon überzeugt ist, dass man eine Berufung für diesen Beruf hat, oder dass man die Krise nicht gut managen konnte. Aber auch dann sollte sie später noch aufgearbeitet werden.

Hab ich noch was vergessen? Gibt es eigene Erfahrungen? Stimmt etwas nicht?