Gutes Zitat Nr. 34: Jüngerschaft

img_2089a„Jünger Jesu ist im neutestamentlichen Kontext jemand, der sich nicht nur zu einem Paket von Überzeugungen bekennt, sondern seine wachsende Erkenntnis über das Leben im Reich Gottes auf jeden Bereich seines irdischen Lebens anwendet“ (:14).

Dallas Willard, aus: Jünger wird man unterwegs, Schwarzenfeld: Neufeld-Verlag 2012

Update November 2016: Überfall auf Kindergarten 1

Liebe Freunde, Beter und Unterstützer,

hier kommen einige Neuigkeiten und Anliegen rund um die Kindergärten in Yangon.

1. Überfall auf Kindergarten am Slum
Letzten Monat gab es einen nächtlichen Überfall auf Kindergarten 1. Ein Mann ist ins Haus eingedrungen und hat versucht, eine der beiden Kindergärtnerinnen zu vergewaltigen. Die beiden Frauen konnten sich wehren und durch Schreie den Mann vertreiben.
Es ist nicht unüblich, dass die Kindergärtnerinnen im Kindergartengebäude schlafen. Zum einen sind die privaten Wohnungen sehr weit entfernt und zum anderen kann man sich dadurch eine Nachtwache sparen, sie sonst das Gebäude im Blick haben müsste.
Der Schreck sitzt nach so einem Überfall natürlich tief. Wir haben beschlossen, in die Sicherheit des Kindergartens zu investieren. Pastor David hat mit dem Vermieter der Räume gesprochen, der sich zu 50 % an den Kosten für Gitterstäbe vor den Fenstern beteiligt. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 500 €.

Auf den Fotos oben seht ihr Bilder aus Kindergarten 1.
Unten seht ihr ein Gruppenbild von Kindergarten 2 und Bilder aus dem Slum in der Nähe. Ein Kindergarten direkt im Slum zu betreiben, wäre nicht vernünftig möglich. Die vorhandenen Hütten wären viel zu klein für 30 Kinder. Außerdem gäbe es keine Toiletten.

Die Arbeit mit den Kindern läuft stabil. Kindergarten 1 wird von 33 Kindern und Kindergarten 2 von 35 Kindern besucht. Pastor D. berichtet von einem Jungen. L. stahl und rauchte in seinem Vorschulalter schon. Durch den Besuch des Kindergartens, den Unterricht dort und die Zuwendung der Mitarbeiter, hat er mit diesen Angewohnheiten aufgehört. Außerdem hat er Geschichten über Gott gehört, gesungen und Bibelverse gelernt. Pastor D. schreibt: „Bruder, die beiden Kindergärten machen wirklich einen Unterschied im Leben der Kinder. Die beiden Kindergärten beeinflussen das Leben der Slum-Kinder und sogar ihrer Eltern.“

2. Entwicklung der neu gegründeten Gemeinde
Wir sind sehr froh, dass die neue Gemeinde sich gut entwickelt, wie die unteren Bilder zeigen. Auch unter der Woche ist Pastor K. im Slum aktiv. Er besucht die Leute in ihren Hütten und betet für sie.
Die Sonntagschularbeit der Gemeinde wird sehr gut besucht. Im September waren an einem Sonntag 62 Kinder anwesend. Durch Sonderspenden ist es möglich geworden, dass wir ab und zu nach dem Gottesdienst sogar ein Essen anbieten können.

3. Ausblick: Wir suchen (regelmäßige) Spender / Gebetsanliegen
Um die Kindergartenarbeit nachhaltig zu sichern, suchen wir Spender, die regelmäßig monatlich spenden. Dafür reichen auch schon kleinere Beträge ab 5 €. Ziel ist es, die Kindergärten langfristig durch regelmäßige Spenden zu finanzieren. Für den Kindergarten 1 ist dieses Ziel fast erreicht. Kindergarten 2 finanzieren wir im Moment vor allen Dingen aus dem guten Startkapital und durch Einmalspenden.

Bitte betet um Schutz für die Kindergärten und um Sicherheit.
Bitte betet dafür, dass 2017 ein weiterer Kindergarten entstehen kann.
Bitte betet für die Projekt-Reise Ende Februar, bei der ich die Arbeit vor Ort besehen werde.
Bitte betet um genügend Einmal-Spenden in den letzten beiden Monaten dieses Jahres.
Bitte betet, dass sich durch die Kindergärten und die Gemeinde Leben verändern und Menschen Jesus als Retter und Herrn erkennen, der Hoffnung gibt.

Danke für euer Interesse.

Liebe Grüße, auch im Auftrag der Projektträger EFG Wiedenest und EFG Bergkamen, euer

Veit Claesberg

Projektträger in Deutschland
In Deutschland: Ev.-Freik. Gemeinde Wiedenest, in Zusammenarbeit mit der Ev.-Freik. Gemeinde Bergkamen, im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, K.d.ö.R.
Bahnhofstr. 28, 51702 Bergneustadt, 02261 9130412

Gutes Zitat Nr. 33: Konflikte

„Konflikte sind unvermeidlich … Viele Köpfe, viel Sinne … Deshalb sind wir ja im Leitungsteams, weil hier mehr Ideen und Aspekte produziert werden, als in einem einzelnen Gehirn.“

Aus: „Effektive Leitungsteam – Entwicklung und Qualifizierung von Leitungsgremien in christlichen Gemeinden und Werken“, von Karl Schock, Seite 116

Zitate aus dem Buch „Jesus von Nazareth“, von Joseph Ratzinger

"Jesus von Nazareth", von Joseph RatzingerDies ist keine Buchrezension. Ich habe aber einiges mit Gewinn gelesen und einige gute Zitate gesichert: Ratzinger, Joseph / Benedikt XVI. 2007, Jesus von Nazareth, Freiburg: Herder

Zitate zur Bibelauslegung:

  • „Die historisch-kritische Methode … bleibt von der Struktur des christlichen Glaubens her unverzichtbar. Aber zweierlei müssen wir hinzufügen: Sie ist eine der grundlegenden Dimensionen der Auslegung, aber sie schöpft den Auftrag der Auslegung für den nicht aus, der in den biblischen Schriften, die eine Heilige Schrift sieht und sie als von Gott inspiriert glaubt … Ihre erste Grenze besteht für den, der in der Bibel sich heute angeredet sieht, darin, dass sie ihrem Wesen nach das Wort in der Vergangenheit belassen muss …“ (:16f)
  • „Für meine Darstellung Jesu bedeutet dies vor allen, dass ich den Evangelien traue.“ (:20)
  • „Die Heiligen sind die wahren Ausleger der Heiligen Schrift. … Auslegung der Schrift kann keine rein akademische Angelegenheit sein und kann nicht ins rein Historische verbannt werden. Die Schrift trägt überall ein Zukunftspotential in sich, was sich erst im Durchleben ihrer Worte öffnet.“ (:108)

Apologetische Anregungen: Was hat Jesus gebracht?

  • „Aber was hat Jesus eigentlich gebracht, wenn er nicht den Weltfrieden, nicht den Wohlstand für alle, nicht die bessere Welt gebracht hat? Was hat er gebracht? Die Antwort lautet ganz einfach: Gott. Er hat Gott gebracht. Er hat den Gott, dessen Antlitz zuvor sich von Abraham über Mose und die Propheten bis zur Weisheitsliteratur langsam enthüllt hatte – den Gott, der nur in Israel sein Gesicht gezeigt hatte und der unter vielfältigen Verschattungen freilich in der Völkerwelt geehrt worden war -, diesen Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den wahren Gott, hat er zu den Völkern der Erde gebracht.“ (:73)
  • „Nur der Glaube an den einen Gott befreit und „rationalisiert“ wirklich die Welt. Wo er verschwindet, wird die Welt nur scheinbar rationaler. In Wirklichkeit müssen nun die Mächte des Zufalls anerkannt werden, die unbestimmbar sind; die „Chaostheorie“ tritt der Einsicht in die rationale Struktur der Welt zur Seite und stellt den Menschen vor Dunkelheiten, die er nicht auflösen kann und die der rationalen Seite der Welt eine Grenze setzen. „Exorzisieren“, die Welt in das Licht der ratio stellen, die von der ewigen schöpferischen Vernunft und ihrer heilenden Güte herkommt und auf sie zurückweist – das ist eine bleibende, zentrale Aufgabe der Boten Christi.“ (:211)

Zitate zum Reich Gottes:

  • „Der zentrale Inhalt des „Evangeliums“ lautet: Das Reich Gottes ist nahe. Es wird eine Markierung in der Zeit gesetzt, Neues geschieht. Und es wird eine Antwort der Menschen auf dieses Geschenk verlangt: Bekehrung und Glaube. Das Zentrum dieser Ansage ist die Botschaft vom Nahesein von Gottes Reich. Diese Ankündigung bildet tatsächlich die Mitte von Jesu Wort und Wirken.“ (:77)
  • „Es ist nicht von einem bevorstehenden oder einzurichtenden „Reich“ die Rede, sondern von der Regentschaft Gottes über die Welt, die auf neue Weise in der Geschichte Ereignis wird.“ (:85)

–> weitere gute Ausführungen zum Reich Gottes in Verbindung mit der Entstehung der Kirche folgen bis Seite  (Reich Gottes in Jesus als Person / Reich Gottes im Menschen / Reich Gottes als Kirche bis Seite 92.

Nachfolge

  • „Zum Wesen der Versuchung gehört ihre moralische Gebärde: Sie lädt uns gar nicht direkt zum Bösen ein, das wäre zu plump. Sie gibt vor, das Bessere zu zeigen: Die Illusionen endlich beiseitezulassen und uns tatkräftig der Verbesserung der Welt zu zuwenden. Sie tritt zudem unter dem Anspruch des wahren Realismus auf: Das Reale ist das Vorkommende – Macht und Brot; die Dinge Gottes erscheinen demgegenüber als irreal, ein Sekundärwelt, derer es eigentlich nicht bedarf.“ (:57)
  • „Die Bergpredigt ist in die Weite der Welt, Gegenwart und Zukunft hinein gerichtet, aber sie verlangt doch Jüngerschaft und kann nur in der Nachfolge Jesu, im Mitgehen mit ihm verstanden und gelebt werden.“ (:98)
  • „Die einzelnen Glieder der Seligpreisungen ergeben sich aus dem Blick auf die Jünger; sie beschreiben sozusagen den Ist-Zustand der Jünger Jesu: Sie sind Arme, Hungernde, Weinende, gehasst und verfolgt …“ (:101)
  • „Die Seligpreisungen drücken aus, was Jüngerschaft bedeutet.“ (:103)
  • „Die Seligpreisungen sind Umsetzung von Kreuz und Auferstehung in die Jüngerexistenz. Aber sie gelten für den Jünger, weil sie zuallererst urbildlich in Christus selbst verwirklicht sind.“ (:104)
  • „Die Vollkommenheit, das von der Tora verlangte Heiligsein wie Gott heilig ist (Lev 19,2; 11,44), besteht jetzt darin, Jesus nachzufolgen.“ (:137)
  • 16.08._Ratzinger_Jesus von Nazareth.pdf

Die Sozialstiftung Oberberg informiert und braucht Unterstützung

Ich bin ehrenamtlich Vorsitzender der Sozialstiftung Oberberg. Durch unsere Arbeit möchten wir Menschen Hoffnung geben, Nächstenliebe praktizieren und auf die Liebe Gottes aufmerksam machen.

Hier gibt es den neuen Sommersonderrundbrief: Sonderbrief web_final

Außerdem hatten wir einen fiesen Wassereinbruch, aufgrund von Starkregen. Die Kosten dafür übernimmt leider die Versicherung nicht. Deswegen haben wir eine Spendenaktion ins Leben gerufen: Wir wollen die BASIS dichtmachen_Spendenaktion Herbst16_final