Gutes Zitat Nr. 72: Verliehene Macht

„Als leitende Mitarbeiter in Kirche und Gemeinde sind wir Verwalter der Macht, die Gott uns für kurze Zeit verliehen hat … Die Kirche gehört Gott, nicht uns. Unsere Macht ist uns verliehen, damit wir sie zum Wohl der Menschen einsetzen, als dienende Macht, durch die andere gefördert werden.“ (:234).

Scazzero, Peter 42020, Emotional gesund leiten. Was sie stark macht für Gemeinde und Beruf, Brunnen.

Gutes Zitat Nr. 71: Gott und Forschung

Wilhelm Lütgert (1867-1937) über die Methoden der Forschung, in Auseinandersetzung mit Ernst Troeltsch (1865-1923):

„Was man historische Methode zu nennen liebt, und der theologischen Methode entgegen zu stellen pflegt, das ist eine Forschungsart, bei welcher man für die wissenschaftliche Untersuchung den Gottesgedanken suspendiert. Die Wissenschaft sieht darauf, glatte Resultate zu bringen, fertige, fixe Formeln. Nun kommt aber dadurch, daß man Gott mitrechnet, unzweifelhaft ein Geheimnis hinein, was sich nicht auf Formeln bringen läßt. Und daher kommt man zu beweisbaren, annehmbaren Ergebnissen nur, wenn man den Gottesgedanken hier fortläßt. Man hat gesagt: Die wissenschaftliche Geschichtsforschung hört da auf, wo man Gott als Coeffizienten in der Geschichte ansieht. Denn hier beginnt das Geheimnis. Hier wird ein Strich gemacht und die historische Forschung rechnet den Gottesgedanken nicht mit. Der gehört ins Kämmerlein und ins Auditorium. Nun meine ich, daß dies eine Täuschung ist.“

Aus einem Beitrag von Heinzpeter Hempelmann, der Lütgert aus einem Protokoll von der Eisenacher Konferenz 1903 zitiert, in Schlatter, Adolf 1985, Atheistische Methoden in der Theologie, TVG Brockhaus.

Gutes Zitat Nr. 70: Dogmatik

Adolf Schlatter (1852-1938) zur Dogmatik

„Weit wichtiger, doch noch nicht der letzte, entscheidende Gesichtspunkt, ist die Erwägung, daß der Verzicht auf die Dogmatik die religiöse Gemeinschaft zerstört. Es gibt keine Gemeinde ohne Dogma, ohne zur gemeinsamen Anerkennung gelangte Überzeugungen, und die Frage, was als gemeinsame Gewißheit die christliche Gemeinde und Gemeinschaft begründe und gestalte, hat darum für jeden Christen ihren tiefen Ernst und gewinnt ihn, je schwankender und bewegter die Frömmigkeit der Gemeinde wird, um so mehr.“

Aus: Schlatter, Adolf 1985. Atheistische Methoden in der Theologie, Seite 8.

Gutes Zitat Nr. 69: Christus ist die Lösung

„Wenn der Christus wiederkommt, dann werden alle Fragen gelöst sein und alle Not und aller Jammer wird aufgehoben sein. Eine andere Lösung gibt es nicht, alles andere ist nur Bluff! Das zu sagen, sind wir als Gemeinde Jesu Christi der Welt schuldig. Freilich will sie nichts davon wissen und verbrenne ich mir den Mund! Aber der Christus hat es uns aufgetragen, dieses sein Evangelium aller Welt zu sagen: >Geht hin und verkündiget dieses Evangelium aller Welt!< Aber die >Frommen<, die Prediger und die Pfarrer haben aus diesem Evangelium ein schönes, ästhetisches Anliegen, ein moralisches Anliegen gemacht, aber nicht die Rettung der Welt aus allem politisch, wirtschaftlichen, kulturellen und sonstigen Jammer unserer Tage. Jede Konferenz und Sitzung in London, Paris, Moskau, Washington oder sonstwo und wer immer dort sitzt, ist sinnlos, denn was uns allein Auferstehung bereitet ist der Auferstandene und sein Erscheinen, das wir lieb haben. Das zu verkündigen ist unsere Aufgabe. Darum lesen wir, uns zum Trost und der Welt zur Heilung das Wort von der Treue Gottes. >… Dem, der uns liebhat und uns von unseren Sünden durch sein Blut gelöst hat und uns zum Reich, zu Priestern für seinen Gott und Vater gemacht hat …< (6). Also das ist der Sinn und der Zweck der Christusgemeinde, daß sie für diesen Dienst bereitet wird.“

Arnold Köster, in einer Predigt über Offenbarung 1,1-8, am 16.05.1946

Stand der Dinge: ChristusForum Deutschland

Es gibt ein neues Video zum Zukunftsprozess im ChristusForum Deutschland. Alexander Rockstroh (Geschäftsführer) und ich gehen auf Fragen ein, die uns in letzter Zeit mehrfach gestellt wurden, wie z.B.: „Wie weit sind wir gekommen in der Aufrichtung der Körperschaft? Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? Was wird neu in der neuen Körperschaft? Was bleibt beim Alten? Gibt es schon erste Einblicke in die strukturelle Umsetzung? Wann werden die Dokumente aus dem Entwurfsstatus verabschiedet und in Kraft gesetzt? Und wer entscheidet darüber?“

Auf der Homepage stellt das ChristusForum in der jetzigen Phase monatliche Updates zur Verfügung inkl. neu entwickelter Dokumente: https://christusforum.de/zukunftsprozess/Zukunftsprozess ChristusForoum