26.-28.07.2012
Wir sind nach England gefahren, aber auf der Fähre von Calais nach Dover konnte man auf dem Oberdeck fast fliegen:
Nun sind wir angekommen. Nachdem wir am Donnerstag um 6.30 in Kleinwiedenest losgefahren sind, haben wir gegen 20.30 Exeter erreicht. Exeter ist die Stadt, in der wir nach unserem Campingurlaub für 8 Wochen wohnen und arbeiten werden.
In Exeter konnten wir unseren Anhängern mit dem ganzen Material für die Zeit nach unserem Urlaub abstellen. Außerdem wurden wir von John und Anthea freundlich empfangen. Es gab nicht nur ein gutes Abendessen, sondern auch sechs Betten in einem coolen, kleinen englischen Haus. Häuser in England sind im Vergleich zu Deutschland unverhältnismäßig teuer.
Am nächsten Morgen ging es weiter auf die Isle of Wight. Manche nennen es England im Kleinformat. Hier verbringen wir erst mal acht Tage auf einem richtig guten Campingplatz. Die ersten Eindrücke sind: schön, warm und windig. Heute geht es zu den Needles. Eines der berühmtesten Landmarken der Insel.


Für mich ist die Frage, inwieweit man die Dynamik nach Deutschland holen kann und ob sich eine deutsch-kenianische Partnerschaft sinnvoll aufbauen lässt. Die Entfernung ist weit. Ein Flug ist teuer. Die Kulturen sind verschieden. Kenia ist eine junge Generation, wo es wirtschaftlich dynamisch zugeht. Der Anteil evangelikaler Christen liegt bei fast 20 %. Deutschland stagniert und geht bevölkerungsmäßig zurück. Auch der christliche Glaube ist auf dem Rückzug. In einer deutschen Großstadt gibt es sicher mehr Parallelen als in einer deutschen Kleinstadt. Aber vielleicht brauchen wir wieder den Mut, Gott etwas in unserem Land zuzutrauen. Und da können uns die Afrikaner inspirieren. Unabhängig davon sind die Leitungsprinzipien der Kirche beachtenswert und dann übertragbar. Vorausgesetzt ist allerdings, dass sich eine Gruppe/Gemeinde in Deutschland diese Art von Leitung wünscht. Das kenianische Model ist sehr stark personenorientiert. Das ist uns in Deutschland in den Freikirchen eher fremd. Aber hier habe ich den Eindruck, dass es immer mehr junge Christen gibt, denen ein bis in die Spitzen ausgelebtes kongregationalistisches Modell nicht mehr behagt.