Creation or Evolution or Creation by Evolution

Veit ClaesbergA few months ago I had an interesting discussion about this theme, with a glass of very good French red wine in my hand;-), which was donated by my conversation partner.

Here are my thoughts to prepare the talk:

This is a very interesting issue, because it seems for me many years incompatible to believe in God and in evolution. Long time of my life I couldn’t imagine that evolution was possible, although I know many good Christians who believe in God and evolution. Some of them are good friends and I accept their thinking. So I started a journey and in the last two years I found a way to bring both approaches a little bit closer together.
I’m still on the way with this issue. I see three different ways to handle it, some with various forms:

1. Creation is right – evolution is wrong and just a theory
1a. Creation is right – the biblical report is true and complete.
1b. Creation is right – but indeed there is a way of micro-evolution (within the species) (currently my opinion)

2. Evolution is right – Creation is wrong
2a. Creation is just a good story – there is no God. God is dead.
2b. There must be somebody who started the evolution and give the first information to start (maybe a God)
2c. The nature is so great and complex – there must be a designer (intelligent design), maybe a God

3. God create the world through evolution
The Story about creation in Genesis shows us the fact, that God has created us. It tells us about the problem of sin. It’s a story. And we must read it in a different way and like a true story with important truths, but not as an exact report about the process of creation. It was written in a pattern, that everyone at any time could find the important facts about life. So Christians are not silly. They say we need an answer because of sin, war, accidents, love, identity, good and evil and the bible tells us, that God is the creator and inventor of life and give us a good instruction for life. And later on the bible shows us Jesus Christ, who is the saviour and the answer (recently I sympathies with this opinion).

Maybe there are some more ways.
Here I found a good article about the issue: http://www.eauk.org/church/resources/theological-articles/can-a-christian-believe-in-evolution.cfm
Also, I found this Christian evangelical website: http://www.cis.org.uk/

And here is a new book by John Lennox about creation: Sieben Tage, das Universum und Gott.

1x1x1-Mentoring

Ich liebe Dinge, die in der Praxis funktionieren und „einfach“ umgesetzt werden können. 1x1x1-Mentoring ist so ein Ding.

Aber wie geht das beim Mentoring? Es wurde zum Glück viel über Mentoring geredet und geschrieben … Hier und da wird dazu aufgerufen es zu tun … Aber ganz ehrlich: Ich kenne nur wenige Leute, die Mentoring im geistlichen Bereich in Anspruch nehmen. Es gibt wenige Mentoren und wenige, die Mentoring wollen (Mentees). Nach meinen Erfahrungen liegt die Quote ungefähr bei 5-10 % (gemessen an der Anzahl der Gemeindemitglieder oder der Gruppe, in der Mentoring angeboten wird). Im beruflichen Rahmen kommt es noch eher vor, wobei es da eher in Richtung Coaching geht (Förderung des Fachlichen).

Aber ich habe in den letzten Jahren zwei Möglichkeiten entdeckt, die von Leuten in Anspruch genommen und geschätzt werden:

1. Das Jüngerjahr
Hier der frühere Artikel dazu. In drei Wochen endet das erste Jahr. Ich bin sehr gespannt auf die Auswertung. Soweit ich das bis jetzt sehen kann, hat das Konzept funktioniert. Die meisten Mentees und Mentoren berichten sehr positiv vom Jüngerjahr.

2. Das 1x1x1-Mentoring
Gerade habe ich wieder eine 1x1x1-Mentoring Beziehung mit Freude beendet.
Das Konzept ist ganz simpel: Als Mentor habe ich mit dem Mentee 1x im Monat 1 Treffen für 1 Jahr. Nach dem Jahr ist der Mentoringsprozess beendet. Er kann danach auch für ein weiteres Jahr weitergehen, aber das muss dann von beiden neu entschieden werden.
Die Treffen dauern ca. 1,5 Stunden. Der Mentee bringt das zu besprechende Thema zum Treffen mit und wir reflektieren es dann gemeinsam. Am Ende des Treffens beten wir zusammen und vereinbaren einen neuen Termin.
Natürlich lässt sich das auch in Arbeitsbeziehungen anwenden, um sich z.B. mit einem Mitarbeiter zu treffen. Ich habe mit diesem Konzept bis jetzt immer wieder gute Erfahrungen gemacht. Für mich ist es leistbar und für den Mentee ist es greifbar, konzentriert und limitiert.

Entscheidend ist „auf’m Platz“. Auch beim Mentoring.

Wir stiften zum Guten an! / neue HP online

sozialstiftung-oberberg.deUnsere Sozialstiftung Oberberg hat eine neue Homepage. Aber noch viel besser ist, dass die reale obere Etage der Stiftung nun offiziell eingeweiht ist. Auf der Homepage gibt es alle Infos.

Unter anderem diese hier:
Als Sozialstiftung Oberberg sind wir eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bergneustadt und verfolgen unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke im sozialen, mildtätigen und religiösen Bereich.
Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Branchen und Schichten setzen sich leidenschaftlich für ein breiteres soziales Angebot in Bergneustadt und Oberberg ein.
Wir helfen bedürftigen Menschen im Oberbergischen Kreis, damit sie eine hoffnungsvollere und attraktivere Gegenwart gestalten können. Dafür setzen wir uns ein. Dafür schlägt unser Herz. Unser Motto lautet: Wir stiften zum Guten an!
Deshalb betreiben in der Basis 259 die offene Jugendarbeit Connection, veranstalten ein wöchentliches internationales Frauencafé und unterstützen die Oberbergische Tafelarbeit in Bergneustadt. Außerdem ist aus unserer Initiative heraus die gemeinnützige GmbH Chance im Bergischen entstanden.

Mm6: Predigt in der Slum-Church / Vision für einen Kindergarten

Heute haben wir einen Slum in Myanmar besucht. Hier leben ca. 360 Familien (also 1500-2000 Personen). Der Slum besteht seit 20 Jahren. Es gibt in ihm weder Wasser noch Elektrizität. Das Land gehört der Regierung, die es auch jederzeit räumen lassen könnte. Die Gerüche kann man leider nicht schriftlich liefern. Die Menschen sind freundlich und nett.

Die Brethren Churches von Yangon haben hier eine Sonntagschularbeit gestartet, die jeden Samstag stattfindet. Es kommen zurzeit ca. 40-50 Kinder. Aus dieser Arbeit heraus haben die Eltern der Kinder Interesse am christlichen Glauben bekommen. Mittlerweile sind 12 Erwachsene Nachfolger von Jesus. 2008 wurde dann Church gegründet. Eine Familie räumt dafür ihre Hütte frei und so kann dort jeden Sonntag, um 10.00 Uhr, Gottesdienst stattfinden. Am heutigen Sonntag durfte ich hier predigen. Ich habe noch nie an so einem heißen Ort gepredigt. Ich war total nass anschließend. Außerdem habe ich barfuß gepredigt, weil es ja ein Privathaus ist. Da zieht man sich hier die Schuhe aus.

Inhaltlich ging es um Lukas 15,1-7: Die Liebe Gottes. Jesus kommt als Sohn Gottes zu den angeblichen Outsidern dieser Welt. Gott kommt überhaupt durch Jesus in diese Welt. Er sucht die verlorenen Schafe und findet sie. Das bringt uns Menschen Hoffnung – für unser jetziges Leben und für ein ewiges Leben, in dem es kein Leid, keine Armut und keine Not mehr gibt. Wenn Menschen Jesus findet, veranstaltet der Himmel ein Fest.

Die Vision meines Gastgebers ist es hier einen Kindergarten zu beginnen. Viele arme Familien schicken ihre Kinder überhaupt nicht zur Schule, auch wenn es staatliche Schulen gibt. Sie können meist die Versorgung und Anfahrt und weitere Kosten (Schuluniform) nicht aufbringen. Diese Situation bestätigen mir auch Zeitungsartikel. Ein Kindergarten soll hier in Zukunft den Unterschied machen. Den Kindern sollen Lesen, Schreiben und biblische Werte vermittelt werden. Es wäre der erste Kindergarten im Rahmen des Brethren Movements. Allerdings werden dafür ca. 350 USD monatlich benötigt (Raummiete, Anstellung zweier Lehrer, Material). Im Moment ist das erstmal eine riesengroße Vision. „And a vision is at first a prayer.“ Die Gemeinden hier sind zurzeit so arm, dass sie das nicht aufbringen können. Aber dennoch beten sie, dass Gott diese Vision möglich macht – auch heute Morgen wieder in dieser kleinen Slum-Kirche.

Mm5: Verabschiedung vom Bible College

Heute war mein letzter Unterrichtstag am College in Yangon. Ich habe 16h „Christian Leadership“ unterrichtet.

Ich bin von der Schule sehr beeindruckt. Was hier seit 2002 geschaffen wurde ist das Ergebnis einer echten Vision und Gott hat diesen Plan gesegnet. In einem vierjährigen Studium schließen die Studenten auf der Ebene eines Bachelor of Theology ab. Das Prinzip der Schule ist die Finanzierung aus Glauben. Also ähnlich wie bei George Müller oder Hudson Taylor.
Studenten kommen aus dem ganzen Land. Sie sprechen die Sprache ihres Heimatstammes und die Sprache Myanmars: Birmanisch. Zusätzlich lernen sie hier noch Englisch. Sie gehen dann zurück und können das Evangelium direkt in ihrer Heimatsprache verkündigen.
Normalerweise müssen sie für das College 7 USD pro Monat zahlen, aber nur eine Handvoll Schüler kann sich das überhaupt leisten. Darin ist Unterkunft (4-Bett-Zimmer) und Verpflegung enthalten. Einige zahlen 5 USD, die meisten 3 USD und manche können den Schulbeitrag überhaupt nicht aufbringen. In den ländlichen Gebieten Myanmars verdienen die Leute laut meinen Gastgebern 10 USD im Monat. Allein die Anreise zur Schule kostet für viele Studenten locker 50 USD. Das wären ja allein schon 5 Monatsverdienste (der Eltern). Auch ein Gymnasiallehrer verdient laut meinem Reiseführer nur 90-100 USD im Monat. Davon muss dann das Leben bezahlt werden. Als Deutscher fragt man sich, wie das überhaupt funktionieren kann. Aber es funktioniert „by the grace of the Lord“, wie man hier zu sagen pflegt – und man glaubt und erlebt es auch.
Die Schüler gehen nach der Ausbildung wieder zurück in ihre Heimatgemeinden und dienen dort. Bezahlt werden sie dafür in der Regel nicht. Sie arbeiten dann noch nebenbei. Oft sind gerade die Christen in Myanmar so arm, dass die Gemeinde den Full-Time-Worker einfach nicht bezahlen kann. In Städten und größeren Gemeinden ist Vergütung aber durchaus üblich.
Auf jeden Fall hat man sich super gefreut, dass ich da war. Die Schüler haben den Unterricht angeblich genossen, was mich ermutigt. Ich war etwas früher mit dem Stoff durch. Das lag daran, dass die hier in 60 min pro Schulstunde rechnen und dass ich einiges vom Stoff (besonders die deutschen Beispiele) nicht immer in den hiesigen Kontext transportieren konnte. Auf der anderen Seite hat die Übersetzung natürlich auch Zeit gekostet. Aber es waren letztlich nur 90min, die mir fehlten. Die habe ich genutzt, um noch über die Wichtigkeit von guten Taten und Verkündigung (Social Evangelism) zu sprechen, die wir in Deutschland ja gerade wieder entdecken. Und zum Schluss haben wir noch das Lied „Take me“ gelernt. Ein Lied für Leiter, wie ich finde. Dann habe ich 30min früher aufgehört. Das finden Schüler überall auf der Welt gut;-).
Der Präsident der Schule zeigte sich sehr dankbar, dass die EFG Wiedenest den Unterricht möglich gemacht hat.
Und die Mädels wollten unbedingt ein paar exklusiv Fotos mit meinem Sohn;-), der mit 15 viel jünger ist, aber deutlich größer … and „so cute“.

Samstag machen wir etwas Sightseeing und am Sonntag gibt es noch eine Predigt. Am Montag geht es dann via Bangkok und Wien zurück über Köln nach Bergneustadt. Ich freue mich schon auf „keinen Reis mehr“ und deutsches Brot. Und auf meine Gemeinde.