Christliche Jugendarbeit im Rahmen einer Jugendgruppe tut gut daran, wenn sie sich an einem Leitbild orientiert. In diesem Unterrichtsskript habe ich verschiedene Leitbilder evangelikaler christlicher Jugendarbeit zusammengestellt.
Kirche/Gemeinde
Nachfolge bedeutet Veränderung / Das einzig Stetige ist der Wandel
In meinem Urlaub habe ich an einem Sonntagnachmittag die International Baptist Church Cologne besucht. Der Preacher sprach über die Notwendigkeit von Veränderung – im Leben eines Menschen und im Leben einer Gemeinde. Hier ein paar Gedanken aus der Predigt mit einigen weitergedachten Ergänzungen:
- Veränderungen gibt es immer – das ganze Leben lang. Unser Verstand und unser Körper verändern sich. Die Welt verändert sich, die Kultur, die Natur. Das ist ein Fakt.
- Nichts würde sich ohne Veränderung verbessern. Nichts würde ohne Veränderungswillen erfunden werden.
- Die Frage ist also, wie ich auf Veränderung reagiere?
- Wenn sich die Umgebung ändert, müssen sich auch Methoden ändern, damit das Ziel erreicht werden kann.
- Gott ist der, der mitgeht. Gott verändert sich nie. Er ist immer gleich in seinem Wesen, aber er begegnet uns situationsbezogen. (Ich bin, der ich bin – ich werde mich erweisen, als der ich mich erweisen werde).
- Und er ruft auf zur Veränderung. „God never changes, but his call is a call to change.” Er fordert uns zum Wachstum auf. Er fordert uns zur Veränderung im Verhalten auf. Er fordert uns auf, ihm ähnlicher zu werden. Das bedeutet Veränderung.
- Komm wie du bist, aber geh anders als du gekommen bist. „Come as you are, but don’t go as you were.“ Unsere Gottesdienste sollen eine Begegnung mit dem lebendigen Gott sein, der uns in sein Bild verändern will.
- Führung oder Steuerung impliziert Veränderung. Ohne notwendige Veränderung gibt es keine Notwendigkeit für Führung. Da aber Steuerung immer ein Prozess der Bewegung ist, in dem uns Dinge passieren und begegnen, müssen wir bei der Steuerung verändern, um auf Kurs zu bleiben.
Das Gemeindeseminar der EFG Wiedenest geht in die 3. Staffel
Ende August startet die dritte Staffel unseres Gemeindeseminars in meiner Gemeinde, der EFG Wiedenest. Anbei findet ihr den aktuellen Flyer und auf unserer Homepage kann man sich zu den einzelnen Modulen im Bereich „Gemeindeseminar“ online anmelden.
Das Menü der dritten Staffel beinhaltet: Einen Kurs über Gottes Heiligkeit, einen Kurs für Verkündiger, einen Seminartag zum Galaterbrief, einen Seminartag zur interkulturellen Kompetenz, einen Taufkurs, einen Alpha-Kurs, einen Abend zum Thema Demenzerkrankung, einen Abend für Hauskreisleiter und einen Themenabend zum Umgang mit Okkultismus. Es ist also angerichtet: Lernen für das Leben.
Nachdenkenswert: Sind wir zu professionell?
Folgende Aussagen von Alistair Hornal, aus dem Rundmail von Partnership UK, haben mich zum Nachdenken angeregt:
„The main idea behind the word ‚amateur‘ is of someone who acts out of sheer love. Those who love Jesus will not want to settle for serving him in a shoddy fashion. ‚Jobsworth‘ attitudes are not confined to those who are paid! And isn’t the point of paying people who give their whole time to Christian ministry to support people who serve well, thus releasing them from the normal requirement to earn their living? (Whatever their employment status, the Lord’s servants should not be treated as mere ‚employees‘!) Whether or not we give or receive financial support, or whether we have always served freely and without payment, can we aim to be true amateurs – with our wholehearted motivation springing from the love of God?“
Ich finde sie etwas zu einseitig. Ich würde gerne echter Profi sein, mit der richtigen geistlichen Motivation. Das Profil des Profi bezieht sich auf die Qualität. Die kann ein Amateur nicht erreichen. Aber die Einstellung gilt für beide.
Ebenso finde ich die Aussagen von John Piper, die dort zitiert werden, interessant, aber auch zu einseitig:
„We pastors are being killed by the professionalizing of the pastoral ministry. The mentality of the professional is not the mentality of the prophet. It is not the mentality of the slave of Christ. Professionalism has nothing to do with the essence and the heart of the Christian ministry. The more professional we long to be, the more spiritual death we will leave in our wake. For there is no professional childlikeness, there is no professional tenderheartedness, there is no professional panting after God. Brothers, we are not professionals. We are outcasts. We are aliens and exiles in the world. Our citizenship is in Heaven, and we wait with eager expectation for the Lord (Phil. 3:20). You cannot professionalize the love for His appearing without killing it. And it is being killed. The world sets the agenda of the professional man; God sets the agenda of the spiritual man. The strong wine of Jesus Christ explodes the wineskins of professionalism.“
Wenn wir professionell sind, dann sind wir es m.E. aus Liebe zu Jesus und um die Welt in einem Auftrag zu erreichen und um Gott die Ehre zu geben und nicht um einfach professionell zu sein. Es geht m.E. darum, dass eine gute Qualtität Gott ehrt.
Gott sei dank für die Gemeinde / Phil 1,1-11
Eine neue Folge ist online im veitc.de-podcast / wiedenest.
Inhalte der Predigt: Gott sei Dank für die Gemeinde!
Was begeistert uns an unserer Gemeinde? Hier geht es nicht darum, uns selbst zu bauchpinseln, sondern Gottes Wirken in der EFG Wiedenest zu sehen und neu dankbar für die Gemeinde zu werden.
I. Einleitung
1. Wir können eine gnädige und friedvolle Atmosphäre schaffen
2. Wir verwirklichen im Gebet und im Einsatz Gottes Ziele
3. Wir können die Ehre von Jesus Christus vermehren
II. Conclusion
Podcast: Play in new window | Download
Leiter finden!
Vor einiger Zeit habe ich die Viral-Konferenz aus Kenia über Twitter mitverfolgt. Oscar Murio, Pastor der Nairobi-Chapel, sprach über das Suchen, Finden und Ausbilden neuer Leiter. Ich fand es ganz hilfreich. Es muss natürlich berücksichtigt werden, dass die kenianische Kultur anders ist. Z.B. ist die Bevölkerung wesentlich jünger, der Leiter hat ein wesentliches höheres Ansehen in der Gesellschaft und viel streben nach Leitung. Es wurde ungefähr folgendermaßen getweetet (vom 21.08.2013 – eigene Übersetzung):
Wir haben eigentlich kein Problem mit der Ernte, sondern mit den Mitarbeitern für die Ernte (Mt 9,37.38). Das gilt z.B. auch für die Gemeindegründung. Sie braucht Zeit und muss wachsen.
Also müssen wir zunächst Leiter ausbilden. Jesus investierte erst in die 12 Jünger. Die Ernte kommt später. Oft arbeiten wir viel zu sehr am numerischen Wachstum der Gesamtkirche, als an der Ausbildung von Leitern.
Aber der Erfolg deines Dienstes richtet sich nicht nach den Mitgliederzahlen, sondern nach der Anzahl der Entwicklung und Förderung von Leitern. Und wenn wir mehr Erntearbeiter haben, werden wir auch eine größere Ernte einfahren.
Wie wir Leiter finden können:
1. Bete für Leiter. Bitte Gott um Leiter.
2. Du findest Leiter in den Leuten um dich herum. (Mose)
3. Du findest die Leiter in deiner Organisation.
4. Du findest Leiter, in dem du die Türen öffnest. Viele wollen leiten, sehen aber keine Möglichkeiten. Wenn du keine Türen anbietest, dann gehen sie woanders hin.
5. Du findest Leiter an Bibelschulen – viele wissen nicht, was sie danach machen sollen
6. Du findest Leiter unter Jugendreferenten. Sie werden in Zukunft Gemeinden leiten.
7. Du findest Leiter, indem du Leute suchst, die sich umstellen oder neu aufstellen wollen.
8. Hochschulen und Unis sind voll mit Leitern.
9. Leute, die weg waren und wiederkommen, z.B. auf einem Auslandsjahr
10. Es gibt Leiter, die „schlafen“. Sie müssen aktiviert werden.