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Mt. 9, 35-38 - Echte Aufgabe - was Zukunft hat

© by Veit Claesberg

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Exegese

 

Zeit: 35min - Die Bibelarbeit wurde zum Jahreswechsel 2000/2001 gehalten.

 

Aufbau:

A. Einleitung: Echte Aufgabe - was Zukunft hat

B. Bibelarbeit:

1. Jesus evangelisiert umfassend - V. 35

2. Das Leid der Menschen spüren - V. 36

3. Die Zeichen der Zeit erkennen - V. 37

4. Den ersten Schritt gehen (bevor der zweite folgt) - V. 38

C. Motivation/Konkretisierung: Reach in before reach out

D. Amen

E. Drei Fragen für die Zeit der Stille

 

A. Einleitung

Hallo und herzlich willkommen zur Bibelarbeit Nr. 3: Echte Aufgabe - was Zukunft hat.

Jau, die Zukunft!

Als ich in der 3. Klasse war, war für mich die Zukunft das neue Jahrtausend. Wir bekamen von unserem Lehrer die Aufgabe, ein Bild zu malen, wie wir uns das Jahr 2000 vorstellten. Damals habe ich auf dem Rückweg von der Schule zu meinem Kumpel gesagt, dass das ja noch ewig lang hin ist. „Überleg mal“, sagte ich zu meinem Klassenkameraden Kai Fischer: „Dann wäre ich schon 29 Jahre alt...“.

Tja, und jetzt ist es soweit und meine letzte Hoffnung schwindet gerade dahin, denn bis jetzt konnte ich ja das sagen, was ihr auch alle sicherlich gewusst habt, weil es ja nun schon oft gesagt wurde und daher bestimmt jeder schon mal gehört hat, bzw. es sogar selber mal gesagt hat, obwohl es ja schon alle wissen, aber weil es auch irgendwie jeden betrifft und überhaupt, kurz und gut, ich sag es jetzt auch noch mal:

Das neue Jahrtausend, also das 3. Jahrtausend nach Christus, beginnt erst morgen Nacht.

Weil, ja weil nämlich, weil, nun... dass wissen die meisten dann nun auch nicht mehr, und ich auch nicht so genau, auf jeden Fall hängt das irgendwie mit dem Jahr 0 zusammen, dass es ja so nicht gegeben hat... und jetzt könnten ganz schlaue Leute wieder einwerfen, dass sich beim Kalender entwerfen, die Mönche eh verzählt haben und wir daher sowieso schon laaange im neuen Jahrtausend leben, und, und, und...

Und trotzdem: Das neue Jahrtausend beginnt erst morgen Nacht!!

Und weil das so ist, und weil ich der Meinung bin, dass man über das neue Jahrtausend nachdenken sollte, was ich ja schließlich schon seit der 3. Klasse tue, habe ich mir gedacht, dass wir alle hier jetzt auch mal kurz über das 3. Jahrtausend nachdenken - und zwar natürlich aus christlicher Sicht.

Ihr sollt mal überlegen, welche Aufgabe die Mission/Evangelisation im neuen Jahrtausend erfüllen muss, damit sie eine Zukunft hat, auch wenn wir max. 80 Jahre des neuen Jahrtausends mitkriegen, denn dann wäre der Jüngste von uns 96 Jahre alt. Egal! Think big!

- Also, wie sollte Mission im neuen Jahrtausend aussehen?

- Was muss sie erfüllen, machen, verändern, neu tun...?

- Wie kann Mission eine Aufgabe werden, die Zukunft hat?

- Was müssen Gemeinden und einzelne Christen tun?

Dabei möchte ich unterscheiden zwischen Außenmission (Welt) und Innenmission (Deutschland).

·        Gespräch mit dem Nachbarn - 3min

·        Tali - Antworten aufschreiben (Folie Einteilung Außenmission / Innenmission)

Vielen Dank, ich werde jedem von euch nachher ein Abschrift zukommen lassen.

B. Bibelarbeit:

Bevor wir noch einmal über diese Ideen und Vorschläge nachdenken, wollen wir uns zunächst ansehen, wie Jesus Christus, unser Erlöser, Herr, Freund und Vorbild, missioniert und evangelisiert hat. Mission und Evangelisation bedeutet für mich hier dasselbe: Es geht darum, anderen die Gute Nachricht, dass Jesus Christus für unsere Schuld gesühnt hat, zu verkündigen.

Also, „back to the roots“! Welche Aussagen macht der Erfinder der Evangelisation und Mission zu diesem Thema. Der Mann, der immer aktuell ist. Dafür kucken wir mal in das Handbuch für Mission und Evangelisation, was er uns hinterließ.

Wir schlagen auf: Mt. 9, 35-38 (lesen)

 

1. Jesus evangelisiert umfassend - V. 35

Ich lese noch mal V. 35.

Dieser Vers fast Jesu Wirken zusammen. Innerhalb des Matthäusevangeliums ist es die Summe eines Abschnittes, der in Mt. 8, 1 beginnt. Matthäus zeigt hier Jesus als denjenigen, der große Wunder vollbringt, indem er Menschen heilt, Dämonen austreibt, den Sturm stillt, Tote auferweckt. Dies alles wird in Kp. 8. 9 beschrieben und nun in V. 35 zusammengefasst. Man nennt so ein Vers auch Summarium = Inhaltsangabe. Diese Summarien leiten im MTEV oft einen neuen Sinnabschnitt ein. So auch hier; hier wird die Aussendung der zwölf Jünger eingeleitet und alles das, was damit zusammenhängt.

Was macht hier Jesus, wie evangelisiert Jesus hier?

·        Er geht zu den Menschen, in ihre Dörfer und ihre Städte und in ihre Synagogen. Jesus ist an den Leuten dran. Er ist vor Ort.

Stellt euch vor, ihr seid Betriebsratsvorsitzender auf einem Bergwerk, auf einer Zeche, in meiner Heimatstadt Bergkamen. So ein Betriebsrat soll sich um die Mitarbeiter in einem Unternehmen kümmern und ihre Interesses vor der Firmenleitung vertreten. Dafür braucht er den Kontakt zu seinen Leuten, damit er weiß, wie es ihnen geht und was sie so denken und reden.

Jetzt kann der oben im Bürogebäude, wunderbar im weißen Büro, an einem weißen Schreibtisch, darüber nachdenken, was seine Leute so denken und brauchen - So einer ist eine schlechter Betriebsrat. Der wird bestimmt nicht wieder gewählt.

Oder, er fährt ins Bergwerk ein. Er fährt nach unten, im Schacht rein, auf der Zeche, unter Tage, vor Kohle - vor Ort, ganz nah dran am Geschehen. Kuckt sich den Arbeitsplatz von seinen Kumpels an, quatscht mit den Leuten, nimmt ne Prise Schnupftabak (macht man unter Tage so). Das ist ein toller Betriebsrat, den wählt man gerne.

Nur, vor Ort, da wird man ganz schön dreckig. So ein Bergmann ist pechschwarz, wenn er von unter Tage kommt. Auch wenn er keinen Handschlag gemacht hat. Du wirst dreckig, allein dadurch, dass du dich unter Tage aufhältst. Außerdem ist es heiß unter Tage, man ist kaputt, wenn man nach oben kommt, ausgepowert. Aber man ist dran, man weiß was vor Ort los ist. Man kann sagen, was die Leute denken, fühlen und was die Menschen bewegt.  

Hier müssen wir uns fragen und hier müssen wir auch unsere Gemeinden fragen, aus denen wir kommen. Sind wir eigentlich an den Leuten dran, die verloren gehen? Wissen wir eigentlich, was unsere Klassenkameraden, unser Kollegen, unsere Freunde denken und brauchen? Oder meinen wir, wir könnten dass von unserem weißen Gemeindebüro aus beurteilen, also machen wir mal wieder eine Zeltmission - und das ist schon viel, denn nicht jede Gemeinde evangelisiert (evtl. auf gesammelte Statements eingehen).

Was oft noch viel schlimmer ist - wir sind oft an den Leuten dran. Wir gehen zusammen weg, feiern, reden über Fußball, und, und, und... nur, wir reden nicht über den Glauben, wir predigen nicht in ihren Synagogen, also in ihren Kneipen, Discos, Cliquen oder Wohnzimmern. Das ist wie ein Betriebsrat, der unter Tage fährt und sich mit den Kumpels vor Ort nur über Schalke 04 unterhält - nett, aber bringt nichts!

Daher: Hinterfragt euren missionarischen Eifer und den eurer Gemeinde. Seid ihr dran? Seid ihr vor Ort? Und wenn, was macht ihr vor Ort? Labert ihr allgemeines Zeug, oder sprecht ihr über das Evangelium. Am besten ihr macht beides!

Jesus ist vor Ort und vor Ort proklamiert er das Evangelium, er predigt!

Aber das ist noch nicht alles: Jesus hilft auch praktisch. Er heilt. Hier sehe ich bei uns ein ganz großes Manko. Ich denke wir müssen neu über Diakonie nachdenken. Wir haben alles aus der Hand gegeben und an Krankenhäuser, Caritas und Ärzte delegiert. Unsere praktische Hilfe ist auf der Strecke geblieben.

Wir müssen neu darüber nachdenken, wo wir in unserer Umgebung helfen können, vielleicht auch sogar heilen können.

Halten wir fest:

Jesus evangelisiert umfassend. Er ist vor Ort, predigt und hilft. Mission ist bei ihm ganzheitlich. Es geht nicht nur um das Wort und nicht nur um die Tat. Er macht beides, vor Ort - am Puls der Zeit, bei den Menschen.

Warum macht er das? Was ist seine Antriebsfeder? Dies wird in V. 36 deutlich.

 

2. Das Leid der Menschen spüren - V. 36

V. 36 lesen

Jesus ist vor Ort und sieht die Menschen um sich herum und sieht ihre geistliche Armut. Er ist nicht sauer auf sie, sondern er hat Mitleid.

·        Jesus sieht die Love Parade und ihm drängen die Tränen in die Augen.

·        Jesus sieht die feucht - fröhlichen Silvesterfeten und sein Magen verkrampft sich.

·        Jesus sieht die Not im Sudan und seine Lippen zittern.

·        Jesus sieht den religiösen Fanatismus des Islam und schreit zum Vater.

·        Jesus sieht deinen Freund, deinen Kollegen, deinen Nachbarn und ihn erfüllt tiefstes Mitleid.

Nicht unbedingt, weil auf der Love Parade soviel Sünde live praktiziert wird. Nicht unbedingt, weil Silvester so viel gesoffen wird. Nicht unbedingt, weil der Islam böse ist.... Das ist alles erst mal zweitrangig.

Er sieht die Menschen - von Gott getrennte Menschen - Menschen die verloren gehen, ewig verloren gehen. Das bewegt ihn. Das ist ein Stich in sein Herz. Jesus hat Mitleid.

Es sind für ihn Schafe, die keinen Hirten haben. Damals war es das Volk Israel, was Gott, den Hirten verlassen hatte. Jesus kommt, weil Gott Erbarmen mit seinem Volk, ja mit der Menschheit hatte, als Kind auf diese Welt und ist der gute Hirte - Joh. 10, 11 (lesen). Zunächst kommt er für das Volk Israel, zu dem er auch zunächst seine Jünger sendet. Doch dann kommt er zur ganzen Welt, er kommt für dich und für mich, für die Teilnehmer der Love Parade, für die Moslems, für deine Freunde, eben für alle, die wie verlorene, verschmachtete Schafe, ohne Hirten, umherirren. Er ist der große Hirte, der vom Vater aus den Toten auferweckt wurde, so der Schreiber des Hebräerbriefes (Hebr. 13, 20).

Nun ist die Frage: Wie betrachten wir eigentlich unsere ungläubige Umgebung?

·        Haben wir kapiert, dass es sich bei unseren Freunden um verlorene Menschen handelt?

·        Das unsere Klassenkameraden und Arbeitskollegen in die Hölle kommen?

·        Das unsere Nachbarn, oder unsere Verwandten, von Gott getrennt sind?

Zerreißt es uns das Herz? Haben wir Mitleid mit ihnen? Oder schimpfen wir über die Ungläubigen, die Gott zu Recht verdammen wird?

Ich stelle bei mir fest:

Mir ist das auf gut deutsch gesagt oft scheißegal, was mit meinen ungläubigen Freunden und Verwandten passiert.

Lass doch Bergneustadt vor die Hunde gehen, sie hätten sich ja bekehren können - Ja sicher, wenn es ihnen jemand gesagt hätte.

Wir wohnen in einem Mietshaus. Vor zwei Wochen, so gegen 1.00 Uhr nachts (ich gehe immer spät ins Bett), hörte ich, wie unserer Nachbar unter uns, Musik über Kopfhörer hörte und laut mitgrölte. Er war mal wieder total besoffen. Jetzt wohnt er da schon ein Jahr und ich habe ihm nicht einmal ein Zeichen gegeben, dass es eine lebendige Hoffnung für sein Leben gibt. Der Typ stirbt und sagt zu Gott: Tut mir leid, aber der Christ direkt über mir in der Wohnung, hat mir nie was von dir erzählt.

Kann das sein? Ich reg mich über den Kerl auf, über sein Sperrmüll unter meinem Balkon, über seine merkwürdige Gartengestaltung - aber das ich mal Mitleid habe, weil der Mann und seine Familie verloren geht, dass hat gedauert.

Wir müssen wieder lernen, dass Leid der Menschen zu spüren. Wir müssen ihre Sehnsucht erkennen:

·        Die Sehnsucht nach Vergebung

·        Die Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott

·        Die Sehnsucht nach einer heilen Welt

·        Die Sehnsucht nach der Ewigkeit

·        Die Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben

·        Die Sehnsucht geliebt zu werden

Das Problem ist oft, dass diese Sehnsucht nicht offen zu Tragen kommt, dass sie verschüttet ist. Wir müssen sie entdecken, hinter der Mauer des Scheins und des Materiellen.

Wir müssen, wie Jesus in V. 37:

 

3. Die Zeichen der Zeit erkennen - V. 37

V. 37 lesen

Es wird Zeit, dass wir uns wieder neu bewusst machen, dass Erntezeit ist - Endzeit, die Zeit bis Jesus wiederkommt, ist Erntezeit. Das müssen wir kapieren - erst wenn Gott uns dass total klar gemacht hat, werden wir aus unserem Kirchenschlaf erwachen.

Große Ernte ist also angesagt, wie wir sehen, wenn wir uns aufmerksam in unserer Umgebung umkucken, aber, leider, leider, gibt es wenig geeignete Arbeiter.

Wie sollte denn so ein Arbeiter aussehen?

Fritz Rienecker zitiert in seinem Kommentar der Wuppertaler Studienbibel, einen gewissen Herrn Münchmeyer zu dieser Bibelstelle. Weil es so treffend ist, lese ich das mal vor. Mit anderen Worten; besser hätte ich es auch nicht sagen können:

Jünger Jesu, die, von Gottes Geist getrieben, mit einem starken Glauben erfüllt, mit einer heiligen Liebe beseelt, mit dem Blick Jesu begabt, nämlich mit dem Blick des Erbarmens und der Hoffnung, mitbauen wollen am Reich Gottes, sind vonnöten.“

Für die gigantische Ernte, die eingebracht werden soll, benötigt Gott also gute Erntehelfer. Er will es nicht alleine machen. Er stellt wie ein damaliger Großgrundbesitzer, zur Zeit der Ernte, zusätzliche Arbeiter ein: seine Jünger - Leute, die die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Gott sucht Arbeiter.

-         Doch wo kommen solche Jünger her?

-         Solche Mitarbeiter liegen scheinbar nicht auf der Straße?

-         Sollen wir solche Jünger sein? Sind denn etwa wir gemeint? Wir hier, die gerade auf den Reach Out Days sind?

Ja sicher, wir sind schon gemeint?

Ja, dann los, worauf warten wir denn noch!

Langsam! Ein Schritt nach dem anderen, sagt Jesus:

 

4. Den ersten Schritt gehen (bevor der zweite folgt) - V. 38

V. 38 lesen

Jesus schickt seine Jünger jetzt nicht sofort los: Auf in die Ernte, alle Mann ran, Urlaub gestrichen, sondern und das finde ich erstaunlich, er fordert sein Jünger zum Gebet für gute fähige Mitarbeiter auf!

Natürlich sind die Jünger auch solche Mitarbeiter. Sie werden von Jesus unmittelbar nach diesem Text ausgesandt (10, 5). Aber vorher sollen sie erst beten!

Ich fasse es nicht - Jesus hat Nerven, wie Drahtseile. Der setzt hier einfach andere Prioritäten: Gebet für Mitarbeiter und dann Sendung. Jesus weiß, dass die Aufgabe der Mission so groß, gigantisch und weltweit ist, dass er viele Mitarbeiter braucht und seine zwölf Jünger es niemals schaffen würde. Es müssen mehr Mitarbeiter her - durch Gebet.

Vielleicht ist das der Schlüssel für mehr Mitarbeiter in Gemeinden und Missionswerken. Ich möchte hier noch einmal Münchmeyer zitieren:

Die Mitarbeiter, sagt Münchmeyer und ich sage das jetzt auch, „...müssen sich von Gott selber berufen wissen. Nur er kann Persönlichkeiten schenken! Und er schenkt sie, wenn darum gebetet wird. Sie sind Frucht vieler Gebete. Wunderbar, was Gott alles in unsere Hand legt und von unserer Mitwirkung abhängig macht. Sogar den Einsatz seiner Boten und Mitarbeiter! Echte Fürbitte richtet Großes aus im Reiche Gottes. Sie öffnet Herzen, Mund und Hände zum Dank und zum Dienst. Sie treibt zur Mission und Diakonie. Sie gibt uns das rechte Wort und die rechte Tat.“

Wunderbar, sagt er hier - wunderbar und gleichzeitig total verantwortungsvoll.

Mit anderen Worten: Bevor wir denn zweiten Schritt gehen, also konkret evangelisieren, sollen wir erst den Ersten tun, nämlich Gott konkret um Mitarbeiter beten.

 

C. Motivation/Konkretisierung: Reach in before reach out

Also, damit die Reihenfolge noch mal klar ist:

Die gesammelten Vorschläge, die wir hier am Anfang erarbeitet haben, sollen umgesetzt werden. Jesus und seine Missionspraxis, soll umgesetzt werden. Wir sollen vor Ort sein, wir müssen die Sehnsucht der Leute erkennen, es wird Zeit auf die Zeichen der Zeit zu achten. Das alles soll nicht nur auf dem Papier vergilben, sondern es soll weitergehen und losgehen. Das Reich Gottes muss gebaut werden, bis Jesus wiederkommt.

Jedoch:

Wir, wenn wir es denn wirklich wollen, schaffen es nicht alleine. Die Not und das Elend in Deutschland und auf der Welt ist viel zu groß. Es ist zum Heulen, wenn man die Menschen sieht, denen es materiell doch so gut geht. Es sind deine Nachbarn, deine Eltern, deine Klassenkameraden, deine Freunde, unsere Mitbürger, die Bevölkerung der Welt. Sie sind wie Schafe, arme hilflose Schafe, die keinen Hirten haben - sie verschmachten, sie gehen vor die Hunde, sie wandern in die Hölle! Wir schaffen es nicht - wir brauchen mehr Mitarbeiter!

Was tun?

Los legen, mit Karacho. Als Einzelner das raushauen, was andere versäumen? Gar nicht mehr hier Silvester feiern, womöglich noch Spaß haben, während andere vor die Hunde gehen, die nach außen total fröhlich sind? Wer weiß, vielleicht sollten wir das tun? Es gibt sicherlich Veranstaltungen und Aktionen, die wir besser einstampfen würden, um unsere zukunftsträchtige Aufgabe zu erfüllen.

Allerdings müssen wir Christen auch auftanken und dafür soll diese Veranstaltung ja da sein, sie soll uns fit machen, für unseren Auftrag.

Wir wollen am Anfang des neuen Jahrtausend nicht in Hektik verfallen, sondern die Reihenfolge beachten:

Erst Gebet - dann Aktion!

Erst Gebet um Mitarbeiter, um Arbeiter für die Ernte - dann Aktion!

Nicht nur Gebet für Mitarbeiter!

Nicht nur Aktion!

Sondern Gebet für Mitarbeiter und dann Aktion!

Mann könnte auch sagen: Reach in - before reach out!

Daher erkläre ich hiermit die Reach Out Days zu den Reach In Days!

Wir sollen die Not sehen - wir sollen die Zeichen der Zeit erkennen - und jetzt sollten wir den ersten Schritt gehen, bevor der zweite folgt. Wir sollten jetzt um Mitarbeiter für die große Ernte beten! Mit 120 Leuten wollen wir vor Gott unser Anliegen bringen.

Wir wollen das in kleinen Gruppen, aus so ca. 5-8 Leuten tun, doch bevor wir das tun, wollen wir noch eine kurze Zeit der Stille haben. Ich werde die Gebetsgemeinschaft dann eröffnen.

·        Gebet von mir

·        Gebet in kleinen Gruppen

 

D. Amen

 

E. Drei Fragen für die Zeit der Stille:

1.         Für welche Menschen aus deiner unmittelbaren Umgebung empfindest du Mitleid oder solltest eigentlich Mitleid empfinden?

 

2.         An welchen Stellen im Reich Gottes werden in deiner Gemeinde oder in dem Missionswerk, dass dich interessiert, Mitarbeiter für die große Ernte gesucht? Bete für konkret um Mitarbeiter für diese Bereiche?

 

3.         Jesus fordert uns auf, um Mitarbeiter zu beten. Dann sendet er uns aus - er gibt uns eine Aufgabe, die Zukunft hat. Welche Vorschläge möchtest du umsetzen, damit diese Aufgabe im neuen Jahrtausend in deiner Umgebung funktioniert?

            Welche ersten Schritte sind nötig, um Veränderungen herbei zu führen?

 

 

 

 

Folie Echte Aufgabe - was Zukunft hat

 

-        Wie kann Mission eine Aufgabe werden, die Zukunft hat?

-        Wie sollte Mission im neuen Jahrtausend aussehen?

-        Was muss sie erfüllen, machen, verändern, neu tun...?

-        Was müssen Gemeinden und einzelne Christen tun?

 

 

 

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